West-USA: San Francisco (Reisebericht Teil 4)

Wenn ihr brav mitgelesen habt, wisst ihr, dass nun mit dem Reisebericht über San Francisco der letzte Teil unserer USA Reise folgt. Wahnsinn, wie schnell die Zeit in den drei Wochen vergangen ist, aber nach den 4-5 Tagen in San Francisco war unsere tolle Reise auch schon wieder zu Ende. Lest selber was wir noch erlebt haben 🙂

Teil 1: Colorado
Teil 2: Arizona
Teil 3: Las Vegas, Death Valley, Yosemite

Ein kleiner Hinweis: In diesem Blogpost ist nicht alles ganz chronologisch geordnet. Da wir mehrmals in der Stadt und an den Piers waren habe ich die Bilder in ein Kapitel zusammen gefasst.

Wir haben uns relativ spontan dazu entschieden den San Francisco City Pass zu kaufen, da einige Dinge dabei waren, die wir sowieso machen wollten. Mit ca 80 € pro Person ist der nicht ganz billig, aber auch die Eintritte in die Museen kosten nicht wenig. Da wir aber in Stockholm mit dem Stockholm-Pass die Erfahrung gemacht haben, dass man sich dann Attraktionen ansieht, die man sich sonst nicht leisten würde und die einen dann positiv überraschen, haben wir zugeschlagen. Es war auch praktisch, da das Ticket für das Cable Car (ansonsten 7$) und 3 Tage Öffi-Tickets enthalten waren.

Am Highway Nr. 1

In unserer ursprünglichen Reiseplanung wollten wir ein längeres Stück am Highway Nr. 1 an der Küste entlang fahren, aber da es dort heuer extrem viele Baustellen und Straßensperren gibt, war das nicht möglich. Das war allerdings kein Problem für unsere Routenplanung, wir sind einfach dann nach unserem Stop in San Jose den Rest am Highway Nr. 1 entlang gefahren. Dort boten sich einige tolle Fotomotive, unter anderem ein paar Surfer, die dem Wetter trotzten.

Ein Surfer, der auf der Welle reitet.
Brrr – da war es nicht besonders warm!

Im Japanese Tea Garden

Den Japanese Tea Garden habe ich in unserem Südwest USA Reiseführer entnommen. Der Teegarten ist Teil des Golden Gate Parkes und man bezahlt normalerweise Eintritt, außer man kommt vor 10 Uhr Vormittags. Deswegen haben wir den ersten Morgen in San Francisco genützt um die Gegend rund um den Golden Gate Park und den japanischen Teegarten zu erkundigen. Der kleine Garten (der dann größer war als erwartet) war echt schön! Der Geschenke-Shop war auch ganz cool, dort kann man wirklich schöne Geschenke kaufen und nicht nur den Ramsch, den es sonst überall gibt.

Der Japanische Teegarten im Golden Gate Park | San Francisco Reisebericht

Der Japanische Teegarten im Golden Gate Park | San Francisco Reisebericht

Der Japanische Teegarten im Golden Gate Park | San Francisco Reisebericht

Der Japanische Teegarten im Golden Gate Park | San Francisco Reisebericht

California Academy of Sciences

Die Academy of Sciences ist ein ziemlich cooles, lebendiges und interaktives Naturmuseum – so zumindest mein Eindruck. Es gibt dort verschiedene Ausstellungen zu interessanten Themen, unterschiedliche Tiere, ein Observatorium und sogar einen Erdbeben-Simulator. Besonders beeindruckend fand ich die Ausstellung zum Thema Farben, wo extrem viele verschiedene Tiere ausgestellt wurden, die sich besonders gut tarnen können. Ein Beispiel sind Heuschrecken, die wie Blätter aussehen. Diese kennen die meisten Menschen schon, aber dass es auch Eidechsen gibt, die wirklich wie Blätter aussehen, wusste ich nicht.

Natürlich habe ich auch ein paar Katzen entdeckt 😉

California Academy Of Sciences | San Francisco Reisebericht

Man durfte auch Seesterne streicheln!

California Academy Of Sciences | San Francisco Reisebericht
Quasi ein Streichelzoo 😉

California Academy Of Sciences | San Francisco Reisebericht

California Academy Of Sciences | San Francisco Reisebericht
Ein ziemlich cooles Seepferdchen!
California Academy Of Sciences | San Francisco Reisebericht
Ein Albino Alligator – in freier Natur hätte er kaum Überlebenschancen.

California Academy Of Sciences | San Francisco Reisebericht

California Academy Of Sciences | San Francisco Reisebericht

Das Observatorium war einfach eine Kuppel mitten im Museum – die Show über Dark Matter war sehr toll!

Auf nach Alcatraz

Schon lange im Vorhinein hatten wir Tickets für die Nachttour in Alcatraz gebucht – wir glauben jetzt nach der Tour, dass das eine gute Entscheidung war. Wenn es überall finster ist, wirkt das Gefängnis noch einmal ganz anders.

Der Blick von der Fähre auf San Francisco.
San Francisco.
Alcatraz - die Gefängnisinsel.
Alcatraz – die Gefängnisinsel.
Schild "United States Haftanstalt".
US Haftanstalt.

Eine Gefängniszelle auf Alcatraz.
Unkuschelig!
Ich hinter Gittern ;)
Da bleib ich nicht 😉
Ein altes schummrig beleuchtetes Gebäude.
Gruselig!

Die Skyline von San Francisco.

Der Zellengang in San Francisco.
Wie im Film!

In der Stadt und an den Piers

Bis wir in Kalifornien waren haben wir eigentlich nicht viele typische, lokale Spezialitäten gegessen. Meistens standen Burger, Chicken Wings, Sandwiches, Pizza und dergleichen am Menüplan. In San Francisco haben wir dann einige Gerichte von dort kennen gelernt: Fish Tacos, Burritos und Chowder (eine dickflüssige Suppe). Ich fand die Gerichte alle sehr gut und mal eine Abwechslung zu dem, was man als amerikanisch kennt. Mir als Foodie ist vor allem aufgefallen, dass gerne mit frischem Koriander gewürzt wird, vor allem der Fish Taco und der Burrito haben sehr danach geschmeckt. Mein Chowder war ein Crab Chowder, also eine Krabbensuppe, und die wurde mir in einem Laib Sauerteig-Brot serviert.

Fish Taco.
Fish Taco.

Das Lokal "Chowder Hut".

Als ob wir in der Academy of Sciences noch nicht genug Fische gesehen hätten, sind wir auch noch ins Aquarium of the Bay gegangen. Dabei kann man in zwei Gängen unter den Aquarien durchgehen. Dort war es leider zu finster für gute Fotos, aber die anderen Aquarien, vor allem die Quallen, haben super Motive abgegeben.

Wunderschöne Quallen.

Wunderschöne Quallen.

Ein cooler Seestern.

Auch hier habe ich wieder einen Fisch zum Streicheln gefunden 😉

Ich beim Streicheln eines Rochens :)
Streichelzoo *_*

Der Pier 39 wirkt sehr auf Touristen ausgerichtet – dort gibt es ein kleines Geschäft nach dem anderen und es gibt wirklich Geschäfte für jeden Blödsinn. Unter anderem einen Shop für Linkshänder-Zubehör 🙂

Dort gibt’s Geschäfte für alles 😉

Etwas weiter, am Pier 45, haben wir zufällig ein U-Boot entdeckt. Das konnte man sogar besichtigen! Tipp: Es gibt Studentenrabatt 🙂 Da drin ist es so eng, dass man sich gar nicht vorstellen möchte, dass dort 75 Matrosen für 80 Tage “eingesperrt” waren.

Ein Uboot.
Das Uboot von außen.

Eng 😉

Ein Highlight in San Francisco sind die Cable Cars. Die sind so beliebt, dass Leute teilweise über 2 Stunden (!) anstehen, damit sie mit einem dieser Dinger fahren können. Nach dieser Erkenntnis haben wir dann beschlossen, dass das gar nicht so spannend sein kann und sind zu Fuß gegangen. Das wurde uns fast zum Verhängnis 😉

Ein Cable Car.
Eines der berühmten Cable Cars.

Wir mussten nämlich weit hinauf! Es war richtig arg, wie steil die Straßen sind. Man weiß ja vielleicht, dass San Francisco relativ steil ist, aber ich kann ohne Übertreibung sagen, dass ich noch nie außer auf einen Berg hinauf so steile Straßen gesehen habe. Das ist schwer auf Fotos festzuhalten, aber wir haben uns bemüht!

Eine ziemlich steile Straße in San Francisco.
Da siehst du wie steil es war.
Die berühmte Lombard-Street.
Die berühmte Lombard-Street.

Ausblick von den Twin Peaks.
Seehunde in der San Francisco Bucht.
Die Seehunde chillen da den ganzen Tag 🙂

Wir sind dann unbedarft in einem anderen Teil der Stadt herumspaziert und plötzlich an einer Cable Car Haltestelle vorbeigekommen, an der kein Mensch war. Wir konnten uns das nicht erklären, aber vielleicht war die andere Haltestelle einfach um so vieles besser (zu bezweifeln). Nach wenigen Minuten ging’s los und wir konnten mit einem Cable Car durch die Stadt tuckern.

Noch ein Cable Car.
Da sind wir auch zu unserer Cable Car Fahrt gekommen 🙂

Ein Cable Car von innen.
Ziemlich wild zu bedienen mit riesigen Pedalen.

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt waren zu der Zeit als wir in San Francisco waren in Nordkalifornien extreme Waldbrände. Anfangs konnten wir uns nicht ganz erklären wo der Geruch und der “Nebel” herkamen, wir hatten nicht gedacht, dass wir die Brände, die 50-60 km von der Stadt weg waren, so stark mitbekommen würden. Es war daher etwas schwierig, gute Fotos von der Golden Gate Bridge zu machen. Wir haben dann doch noch eines hinbekommen, das mir besonders gut gefällt. Wir sind nämlich mit der Blue & Gold Fleet hinausgefahren (das war in unserem San Francisco City Pass enthalten) und direkt unter der Brücke durchgefahren.

Ein ziemlich cooles Bild – trotz Rauchschwaden.

Eine nette Frau hat dann auch noch ein obligatorisches Touristenfoto von uns und der Golden Gate Bridge geschossen!

Wir mit der Golden Gate Bridge im Hintergrund.

Die Golden Gate Bridge.
Etwas rauchig, aber trotzdem ist die Golden Gate Bridge gut erkennbar.

Chinatown

Ein Teil von San Francisco nennt sich Chinatown (gibt es in vielen amerikanischen Städten). Es gäbe auch ein zweites Chinatown (laut unserem Taxi-Fahrer am ersten Abend ist dort das Essen besser) und ein Japantown, doch wir wollten das Original sehen. Zufälligerweise hat uns genau dort hin das Cable Car gebracht, und so sind wir eine Zeit lang durch Chinatown geschlendert. Kitsch pur! Man kann durchaus authentisch wirkende chinesische Sachen kaufen (ich würde nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass die Sachen wirklich chinesisch sind) und viel Krimskrams, den man auch sonst überall bekommt. Aber es war einfach mal witzig sich das selber anzusehen.

Die Häuser sehen anders aus, fast überall hängen orange Lampions und sogar die Straßenlaternen in diesem Stadteil sind speziell.

Eine Löwenstatue in China Town.
Willkommen in China Town!

Falls ihr euch gefragt habt was ich auf dem Titelbild mache, jetzt erfahrt ihr es: Wir sind bei den Musikanten vorbei gegangen und haben Fotos gemacht, und dann hat mir der nette Mann (am Bild neben mir) gedeutet, ich soll mich hinsetzen und mitspielen! Ich glaube nicht, dass ich mit meiner Musikalität überzeugt habe, aber Spaß hatten wir trotzdem!

Ich spiele jetzt in einer China Gang 😉

Eine bunte, hidden staircase.
Eine der vielen hidden staircases – versteckte Stiegen gibt es überall.
Das Tor zu China Town.
Das Tor zu China Town.

Graffiti in der Clarion Street

Ein weiteres Highlight in San Francisco, das uns von einer ehemaligen Arbeitskollegin von Patrick empfohlen wurde, ist die Graffiti Street im Mission District. Dort findet man aufwendige und sehr politische Graffitis. Einfach selber schauen!

Die Graffiti Straße in San Francisco - Clarion Street.
Die Graffiti Straße – Clarion Street.

Interior Green Belt – ein Urwald mitten in der Stadt

Und zum Schluss noch etwas ganz anderes – ein Urwald mitten in der Stadt. Den Interior Greenbelt und die Hidden Staircases (“Versteckten Stiegen”) hat uns ebenfalls der Taxifahrer empfohlen. Deswegen haben wir uns um etwas Abwechslung von der Großstadt zu bekommen (wir sind ja doch Landeier) auf die Suche nach einem Geocache im Interior Greenbelt gemacht. Wir waren echt überrascht, was uns dort erwartet hat! So extrem verwachsene und überwucherte Bäume habe ich bei uns noch nie gesehen. Und das noch dazu mitten in der Stadt.

Ein ziemlich wild verwachsener Wald.
Ein ziemlich wild verwachsener Wald.
Noch eine hidden staircase.

3 Wochen später…

Wahnsinn – so schnell sind 3 Wochen um. Was wir alles erlebt und gesehen haben! Wir wussten teilweise am Schluss gar nicht mehr was wir am Anfang alles gesehen haben 😉 Wir haben in etwa 4800 km mit dem Auto zurück gelegt (zusätzlich ein bisschen was zu Fuß), Temperaturen zwischen -3 auf 38°C erlebt und unserer tiefster und höchster Punkt waren -85,5 beziehungsweise ca. 4300m. Zum Glück haben wir mehr als 5000 (!) Fotos geschossen und alles in unserem Reisetagebuch dokumentiert.

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