Holzmöbel ölen – für eine schönere Optik

Schon seit längerer Zeit gibt es bei mir am Blog die neue Kategorie DIY & Basteln, in der ich euch unsere Bastelprojekte vorstellen möchte. Begonnen habe ich mit einer Hülle aus Holz für mein Surface 3. Da es bei uns noch öfters Gebasteltes aus Holz geben wird, zeige ich euch, wie man Holz ölt (nur als Hinweis: Die Hülle für’s Tablet habe ich nicht geölt sondern mit Klarlack besprüht). Ihr bekommt eine kurze Einführung warum wir Möbel ölen, unser Öl-Rezept und eine Anleitung wie es am besten funktioniert.

Der halb geölte Tisch.
Auf der linken Seite ist der Tisch noch nicht geölt.

Warum ölen?

Die Gründe fürs Ölen ist der Oberflächenschutz (man kann den Tisch abwischen falls man etwas umleert) und die schönere Optik.

Unsere Ölmischung

Wir verwenden Sam-Maloof’s Öl-Wachsmischung aus der Oberflächenbibel von Dictum (die man übrigens hier downloaden kann). Der Vorteil gegenüber anderen Produkten (z.B. Danish Oil, Hartöl) ist, dass alle Bestandteile natürlich und auch für Kinderspielzeug geeignet sind.

  • 500 ml Leinöl
  • 500 ml Tungöl
  • 50 g Bienenwachs

Um die Mischung herzustellen erwärmt man das Leinöl auf 55° C und fügt das Bienenwchs hinzu. Nachdem sich das Bienenwachs aufgelöst hat, wird Tungöl untergerührt.

Die Oberflächenfibel von dictum.
Die Oberflächenfibel enthält praktische Tipps zum Ölen.

So werden Möbel geölt

Zum Ölen verwendet man am besten einen Stofffetzen der nicht fusselt. Ideal wäre Leinen aber wir verwenden oft alte T-Shirts. Das (abgekühlte!) Öl wird mit viel Druck einmassiert. Die Mischung braucht relativ lange um einzuziehen. Falls sich die Poren zu sehr aufstellen, kann nach dem ersten Durchgang ein Zwischenschliff und weiteres Ölen notwendig sein. Nach dem dritten Auftrag (wobei das Werkstück jedes Mal weniger Öl aufnimmt) entwickelt sich ein leichter seidenmatter Glanz. Wir tragen immer so viele Schichten auf bis wir mit dem Ergebnis zufrieden sind. Durch das Bienenwachs erhält die Oberfläche einen höheren Glanz als mit einer reinen Ölmischung, man darf sich jedoch keine Oberfläche wit mit Danish Oil oder Hartöl erwarten.

Tipp: Wenn ihr die Möbel direkt im Wohnzimmer ölt, Karton unterlegen 😉

Patrick ölt unseren Wohnzimmertisch mit einem alten Stofffetzen.
Man verwendet zum Ölen eine alten Stofffetzen.

Fazit

Wir haben diese Öl-Mischung für unseren Wohnzimmertisch und unsere beiden Schreibtische verwendet und sind sehr zufrieden. Auch wenn man Gläser ohne Untersetzer verwendet oder mal etwas umschüttet, kann man den Tisch einfach abwischen und es bleiben keine Ränder zurück.

Met machen

Nach unseren Bierversuchen (Bier 1, Bier 2) hatten wir noch ein weiteres alkoholisches Getränk auf unserer Liste: Met, auch Honigwein genannt. Die Rezepte, die wir im Internet und sogar in einem meiner Fermentierbücher gefunden haben, ließen das Ganze sehr einfach klingen: Wasser, ein bisschen Honig und eventuell etwas Apfelsaft vermischen und mindestens 10 Tage stehen lassen. Doch so einfach ist es in den meisten Fällen nicht (oder Odin war uns einfach nicht wohlgesonnen).

Nach längerer Internetrecherche haben wir (zum Glück schon bevor wir den Versuch gestartet haben), gelesen, dass man unbedingt Reinzuchthefe benötigt, da Honig eher schwierig zu gären ist. Daher haben wir uns in der Apotheke Portweinhefe besorgt (verschiedene Hefen sorgen für unterschiedlichen Geschmack und Alkoholgehalt).

Dieser Blogpost soll nicht das ultimative Met-Rezept darstellen, sondern beschreiben, wie wir es trotz Startschwierigkeiten geschafft haben, tollen Met herzustellen.

Tag 1

Für den Ansatz haben wir knappe 2L Wasser, 0.5L Apfelsaft, 1 kg Honig und ein paar Tropfen Flüßighefe verwendet. Wie bei allen Produkten, die über längere Zeit gären oder reifen sollen, ist es auch beim Met wichtig, alle Gerätschaften (3L Glas, Löffel zum Umrühren, …) vorher gründlich zu reinigen. Wir verwenden dafür den OXI-Reiniger, den wir auch zum Bier brauen verwenden.

Unsere Zutaten und das Refraktometer zum Messen des Zuckergehalts.

Der Honig wird dann vorsichtig im Wasserbad erwärmt und darf dabei nie 40°C überschreiten. In einem Topf haben wir Apfelsaft und Wasser ebenfalls auf 40°C erwärmt. Der Honig und der verdünnte Apfelsaft werden dann im großen Glas vermischt.

Anschließend sollte man die Mischung auf Raumtemperatur abkühlen lassen, bevor man die Hefe dazu gibt. Das haben wir in der Eile etwas übersehen und gleich mal einen Schluck Hefe rein gegeben. Um auf Nummer sicher zu gehen haben wir ein paar weitere Tropfen Hefe rein gegeben, nachdem die Flüßigkeit tatsächlich abgekühlt war (*).

Sehr wichtig: Die Hefezugabe!

Wir haben nicht das ganze Fläschchen verwendet (da es für 50 L reichen sollte), das wird aber überall empfohlen, damit auch der Bodensatz des Fläschens mit in das Honigwasser kommt. Wir haben das Fläschchen geschüttelt, damit sich der Bodensatz gleichmäßig verteilt (was man aber laut verschiedener Quellen auch nicht machen sollte).

(*) Der Grund fürs Abkühlen ist, dass die Hefe bei zu hohen Temperaturen stirbt. Bei späteren Recherchen haben wir aber gelesen, dass die Hefe anscheinend nicht so extrem temperaturempfindlich ist und auch 30°C noch aushalten sollte. Aber ich vermute, das kann von der Hefeart abhängen und natürlich ist es besser das gleich gar nicht zu riskieren.

Tag 2, 3 & 4

Die nächsten Tagen verliefen schleppend und unsere Euphorie wurde etwas gebremst – die Hefe hat nämlich gar nicht den Anschein gemacht arbeiten zu wollen. Wir haben dann etwas weiter recherchiert und in einem Forenbeitrag “Met gärt nicht!” einige sehr aufschlussreiche Hinweise gefunden. So haben wir zum Beispiel erfahren, dass zu viel Zucker (in unserem Fall Honig) die Gärung auch bremsen kann und der Apfelsaft (am besten naturtrüber) wegen seiner Säure notwendig ist für guten Geschmack und längere Haltbarkeit.

Aufgrund der Forenbeiträge haben wir dann entschieden nachträglich einen Gärstarter (wir hatten ja zum Glück noch ein halbes Fläschchen Hefe) herzustellen um die Gärung zu beschleunigen. Das Rezept für den Gärstarter haben wir in dieser umfangreichen Sammlung an Met-Tips gefunden.

Tag 5

Nun hatten wir ein Glas mit nicht gärendem Met und ein Glas mit nicht gärendem Starter herumstehen – es war fast zum Verzweifeln. Unserer bisherigen Gärerfahrung nach konnte es fast nicht möglich sein, dass unser Starter aus Apfelsaft, Zucker und Reinzuchthefe nicht zum Blubbern anfing (wer schon mal Hefeteig gemacht hat weiß wie aktiv die Kleinen sein können). Doch auch der Starter wollte nicht.

Am Abend dann die große Erleichterung – 4 Tage nachdem wir den Met angesetzt hatten, begann er endlich zu blubbern. Und das ganz ohne Starter – der stand noch immer unbeeindruckt daneben.

Endlich blubbert es!

Tag 38

Etwas mehr als ein Monat später (weit länger als die auf diversen unseriösen Seiten angegeben 10 Tage) bemerkten wir kaum noch Hefeaktivität – Zeit zum Abfüllen! Mit Hilfe eines Schlauchs haben wir den Met abgezogen, damit der Bodensatz im Glas bleibt.

Ergebnis: geschmacklich sehr zufrieden stellend!

Einsatz von Flüßighefe

Weiter oben erwähne ich, dass wir nicht das ganze Fläschen verwendet haben, da es für 50L reicht. In mehreren Foren findet man den Hinweis, dass man die ganze Flasche auch für kleinere Mengen verwenden soll. Man könne auch einen Starter mit der ganzen Menge herstellen und dann nur einen Teil verwenden und den restlichen Starter im Kühlschrank aufbewahren. Ob das besser funktioniert wissen wir noch nicht, es kam uns einfach etwas verschwenderisch vor, 8€ Flüßighefe in 3L Endprodukt zu investieren.

TL;DR (die Kurzfassung)

Das war jetzt viel Text mit wenig direkt verwendbarem Inhalt – hier nochmal die Kurzfassung:

  1. Reinzuchthefe scheint bei Met sehr wichtig zu sein
  2. Man braucht Geduld – scheinbar funktioniert es auch wenn man die ersten 4 Tage keinerlei Hefeaktivität beobachtet!
  3. Einen Starter ansetzen könnten von Vorteil sein. Bei uns hat es im Endeffekt aber auch ohne geklappt.
  4. Apfelsaft ist wichtig für Geschmack und Haltbarkeit. Manche Rezepte verwenden auch geriebene Apfelschale, das haben wir noch nicht probiert.
  5. Wir haben einiges gemacht was man angeblich nicht machen sollte und manches nicht gemacht, es hat aber trotzdem geklappt.
  6. Lest euch in diesem Forum und auf dieser Webseite ein, bevor ihr selber mit dem Met machen loslegt.

Fazit

Trotz anfänglicher Sorge, dass unser Einsatz der Hefe nicht richtig war, hat das Experiment gut funktioniert. Es war interessant nach vielen anderen Hefeprodukten (Brot, Pizzateig, süßer Germteig, Bier, …) mal ein Produkt zu machen, bei dem sich das Wegstarten als eher schwierig gestaltet. Da es dann aber doch gut geklappt hat, steht einem Versuch mit größerer Menge nichts mehr im Weg!

Brautag #2: Bavarian Weizen

Nach unserem ersten erfolgreichen Brauversuch haben wir uns dieses Mal über ein Weizen (das eigentlich keines ist), drüber getraut. Die grundsätzlichen Schritte könnt ihr im oben verlinkten Artikel nachlesen. In diesem Blogpost gibt es ein bisschen Hintergrundwissen zu Weiß- und Weizenbier und ein paar Verbesserungen, die wir an den Arbeitsschritten vom letzten Mal vorgenommen haben.

Das Rezept

Das Rezept hatten wir dieses Mal von BrewDog, einer schottischen Brauerei, die viele (alle?) ihrer Rezepte zum Nachbrauen online stellt. Das Rezept heißt Bavarian Weizen, ist aber meiner Meinung nach kein Weizenbier.

Bis auf die Hefe haben wir die Zutaten genauso wie im Rezept beschrieben bei mashcamp bestellt. Die exakt richtige Hefe gab es dort leider nicht, aber wenn man ein bisschen im Internet recherchiert findet man für die meisten Hefen passende Alternativhefen. Wir haben die Hefe Wyeast #3068 Weihenstephan Weizen bestellt.

Hopfenpellets – der intensive Geruch hat sich im ganzen Raum ausgebreitet 😉

Weißbier vs. Weizenbier

Bisher war ich immer der Annahme, dass Weizenbier nur Biere genannt werden dürfen, die viel Weizenmalz (ich glaube sogar mal gelesen zu haben mindestens 50%) enthalten, und dass Weißbier synonym dazu verwendet wird. Das ist eigentlich beides nicht falsch, allerdings gibts es auch Weißbiere, die keine Weizenbiere sind, das ist sozusagen ein Überbegriff. Manche Weißbiere sind auch einfach obergärige Gerstenbiere und der Begriff wurde ursprünglich zur Abgrenzung von Braunbier, Rotbier und Schwarzbier eingeführt.

Verbesserungen

An unserem zweiten Brautag haben wir ein paar Dinge anders gemacht. Das meiste kann man als Verbesserung betrachten bzw. hat uns das Leben (Brauen) einfacher gemacht.

Läuterkübel

Kannst du dich an unseren selbst gemachten Läuterkübel erinnern? Um den zu verbessern haben wir noch ein paar mehr Löcher rein gebohrt.

Außerdem war die Konstruktion mit den zwei Kochlöffeln als Halterung etwas unsicher, weshalb Patrick eine stabilere Version gebaut hat. Das Holzbrett eignet sich auch gut um Messbecher, Schöpflöffel und dergleichen zwischen zu lagern 😉

Läuterkonstruktion #1
Patrick mit Läuterkonstruktion #2

Obergärige Flüßighefe

Ein Unterschied zwischen obergäriger und untergäriger Hefe ist, dass nach der Gärung die OBERgärige Hefe im Bottich oben schwimmt, und die UNTERgärige Hefe absinkt. Ein weiterer – für uns wesentlicher – Unterschied ist, dass die obergärige Hefe bei höheren Temperaturen gärt als untergärige. Märzenbier wird mit untergäriger Hefe hergestellt, deswegen haben wir, vielleicht könnt ihr euch erinnern, unser Märzenbier im Winter gebraut und bei ca. 12°C im Keller gären lassen. Weißbier ist obergärig und die von uns verwendete Hefe hat einen Temperaturbereich von 18-24°C, wodurch man es auch im Sommer herstellen kann.

Da drin leben unsere kleinen Freunde!

Außerdem haben wir dieses Mal statt Trockenhefe Flüßighefe verwendet – ob das wirklich einen Unterschied macht weiß ich nicht – aber ich hab es cool gefunden wie man diese Hefe vorbereiten muss. Außerdem haben wir (zumindest soweit wir uns erinnern) bei dieser Hefe von Anfang an viel mehr Aktivität beobachtet. Zur Vorbereitung: Die Hefe kommt in einem ziemlich stabilen Beutel, der die Nährlösung und ein kleines Päckchen mit der Hefe enthält. Damit die Hefe “munter” wird, muss man den inneren Beutel zerstoßen (dabei kann man richtig fest draufhauen) und den Beutel dann ein paar Stunden stehen lassen, der bläst sich dann richtig auf.

Ergebnis

Das Ergebnis kann sich sehen bzw. trinken lassen! Man hat eindeutig die bananigen Aromen eines Weißbieres und ich finde das Bier echt geschmackvoll (nichts schlimmer als ein fades Bier). Das Bier ist echt stark geworden (nach dem Hopfenkochen hatten wir 17° Plato, die wir auf 15° verdünnt haben, was ca. 6,3% Alkohol ergeben hat), etwas zu stark für meinen Geschmack. Aber da müsste man beim nächsten Mal das Rezept genauer lesen 😉

To be continued …

Wir werden auf jeden Fall wieder brauen und haben auch schon weitere Ideen für Verbesserungen. Bisher haben wir beim Maischen von Anfang an eine bestimmte Temperatur anvisiert und diese auch für 90 Minuten eingehalten (so haben wir es in einem ziemlich vereinfachten Rezept gefunden). Besser wäre wohl für die meisten Biere ein mehrstufiges Maischeverfahren, um verschiedene Stoffe optimal herauszulösen. Da muss ich mich aber noch genau einlesen, da dies unter anderem auch von der gewünschten Biersorte abhängt.

Da wären wir schon beim nächsten Thema – welches Bier sollen wir als nächstes brauen? Die ersten beiden waren einfache Entscheidungen, da wir beide Weißbiere und Märzen mögen, aber dann wird es schon schwieriger, da jeder von uns andere Biertypen bevorzugt. Vorschläge bitte in die Kommentare 😉

Grillkäse aus Eigenproduktion

Nachdem meine Versuche Frischkäse und Blauschimmelkäse selber zu machen so gut funktioniert haben, musste wieder mal was Neues her. Da wir liebend gerne grillen habe ich mich an Grillkäse versucht. Der Grillkäse ist so toll geworden, dass ich ihn schon zweimal gemacht habe und ihn euch heute vorstellen möchte.

Das Rezept

Das Rezept hatte ich wie bei anderen Käsen von kaese-selber.de. Die Seite ist ganz ok für Anfänger und führt alle einzelnen Schritte detailliert aus. Nachdem ich nun ein bisschen Käseerfahrung habe, bin ich mir aber nicht sicher, ob alle Schritte immer notwendig sind. Meinen nächsten Käse werde ich nach einer Anleitung aus Käsen Leichtgemacht (das ich mal geschenkt bekommen habe) machen. Da muss man zwar zuerst die einleitenden Kapitel lesen & verstehen 😉 aber man bekommt ein gutes Verständnis was die einzelnen Käsesorten ausmacht und kann selber entscheiden ob man für die Milch, die man hat, bestimmte Zutaten wie Calciumchlorid benötigt.

Zutaten

  • 3 Liter Vollmilch
  • Salz
  • Calciumchlorid
  • ME Kultur
  • Lab
  • Evtl. Kräuter

Für die Mengen und die einzelnen Schritte schaut einfach zum Grillkäse-Rezept auf kaese-selber. Meiner Meinung nach ist die ME Kultur nicht notwendig, aber das könnt ihr beim Versuch 2 nachlesen. Außerdem könnte der Käse etwas mehr Salz vertragen, vor allem wenn man auf die Kräuter verzichtet.

Versuch 1 – September 2018

Meinen ersten Grillkäseversuch habe ich letztes Jahr gewagt. Die ersten paar Schritte sind ähnlich wie bei anderen Käsesorten (Milch erwärmen, einlaben, Bruch schneiden, Bruch abfüllen, …). Man kann bei diesem Käse wenn man will beim Bruch abfüllen Kräuter mit dazu geben, was ich bei meinem ersten Versuch auch gemacht habe.

Versuch 2 – August 2019

Nicht ganz ein Jahr später ist es mich wieder überkommen! Ich hab mir vom Bauernhof einer Freundin ein paar Liter wunderbare Milch geholt und einen neuen Grillkäseversuch gestartet.

Im Großen und Ganzen habe ich alles so gemacht wie beim ersten Mal – nur ein paar Dinge waren (teils unfreiwillig) anders. Schon beim Öffnen meiner ME Kultur kam mir der Geruch und die Farbe (dunkel gelb) etwas seltsam vor. Aber naja – das Zeug muss doch unzerstörbar sein – und vielleicht war es auch letztes Jahr schon so gelb. Nach den ersten paar Schritten kam es mir trotzdem seltsam vor, die gelben Punkte sind nur oben geschwommen und ich konnte mich definitiv nicht daran erinnern, dass es beim ersten Versuch auch so ausgesehen hätte. Nach einer kurzen Internetrecherche war klar – das Pulver sollte weiß sein. Was nun? 3 Liter Milch wegschütten oder versuchen den Käse zu retten? Wer mich kennt sollte wissen, dass Wegschütten keine Option war.

Was sollte groß passieren, meiner Meinung nach könnten die Bakterien höchstens tot sein und somit keinen Schaden mehr anrichten. Also habe ich die oberste Schicht vorsichtig wieder abgeschöpft (das soll hier aber kein Aufruf sein das nachzumachen :)). Danach war – meiner Meinung nach – nichts oder kaum mehr was von der ME Kultur im Käse und es hat trotzdem geklappt. Deswegen oben meine Anmerkung, dass man die wahrscheinlich gar nicht braucht.

Ein weiter Unterschied (auch ungewollt) war, dass ich beim Abfüllen auf die Kräuter vergessen haben. Das Originalrezept kommt mit sehr wenig Salz aus und deswegen schmeckt der Käse dann fast etwas fad. Um dem Abhilfe zu schaffen haben wir den Käse dann beim Grillen gut gesalzen und mit einer mediterranen Kräutermischung gewürzt – traumhaft!

Pressen ohne Käsepresse

Wie ihr den Fotos entnehmen könnt habe ich keine richtige Käsepresse und auch nicht die passenden Pressdeckel oder -gewichte. Die Käseformen, die ich habe, verwendet man eigentlich zur Frischkäseherstellung wofür man kein Gewicht benötigt. Um trotzdem genug Pressdruck zu erreichen mussten wir etwas kreativ werden.

Beim ersten Versuch im letzten Jahr haben wir eine zweite Käseform als Pressdeckel verwendet, d.h. einfach in die Käseform mit Bruch gestellt und mit zwei Kochtöpfen und Schnur eine Käsepresse simuliert.

Ohne Käsepresse muss man kreativ werden!
Die Käseform hat leider deutliche Spuren hinter lassen …

Beim zweiten Mal haben wir wieder die Käseformen als Pressdeckel verwendet aber unsere Konstruktion etwas geändert. Dieses Mal ist wirklich auch Gewicht drauf gekommen und der Druck nicht nur durch die Schnur zustande gekommen. Interessanterweise waren dieses Mal die entstehenden Käsestücke nicht so extrem “eingebeult” – aber woran es liegt kann ich nicht sagen. Vielleicht hatte der Käse vorher schon länger Zeit abzutropfen und gleichmäßiger zusammen zu sinken.

Wieder was gelernt …

Wie in meinem Buch steht, wird (unter gewissen Voraussetzungen wie ausreichend Hygiene) der Käse fast immer was. Aber es gibt so viele Parameter (Milch, Temperatur beim Einlaben, Umgebungstemperatur, Lebendigkeit der Kulturen, …), dass selbst das gleiche Rezept zu unterschiedlichen Produkten führen kann. Das habe ich nun zum ersten Mal selbst erfahren, nur kann ich leider nicht genau nachvollziehen was die Unterschiede waren – denn beim zweiten Mal war ich noch mal um einiges zufriedener mit der Konsistenz und dem Geschmack vom Grillkäse 🙂

Fortsetzung folgt!

Pressdeckel, neue Käseformen, Kulturen und Bakterien sind schon bei mir angekommen und eine neue Käsepresse haben wir übrigens in der Zwischenzeit auch schon gebaut, das Käsen kann also bald (noch komfortabler!) weiter gehen.

Ich würde mich freuen wenn ihr mir von euren Käseerfahrungen berichtet!

Der Donauturm – Wien von oben

Wie ihr vielleicht letzte Woche beim Mehlwurmburger-Blogpost mitbekommen habt, bin ich gerade dabei ein paar alte, fast vergessene Artikel unter die Leute zu bringen. Hier ein Artikel, der Patrick’s Feder entsprungen ist:

Eigentlich war der Plan, dass zwei Freundinnen Verena und mich zum Grillen in Pregarten besuchen. Aber ein gebrochener Knöchel machte uns einen Strich durch die Rechnung und wir entschieden unser kurzerhand die beiden in Wien zu besuchen. Da unsere Freundin wegen ihrer Schiene die Wohnung nicht verlassen konnte, und wir auf unseren letzten Städteausflügen die Vorteile eines guten Aussichtspunkts(*) zu schätzen lernten, beschlossen wir den Donauturm zu erkunden.

(*) Wir haben auch schon den Olympiaturm in München und das Stadshuset in Stockholm erklommen.

Geocaching

Wie manche von euch bereits wissen haben wir unsere früheren Ausflüge oft mit dem Suchen einiger Geocaches verbunden. Da sich unser erstes Ziel beim DC Tower befand, entschieden wir uns auf der Donauinsel auszusteigen. Bereits auf dem Weg ergatterten wir ein paar schöne Fotos und auch der erste Cache versteckte sich in einer sehr coolen Dose.

Eine alte Festplatte als Geocaching-Dose.
Da schlägt das Informatiker(innen)-Herz höher!

Ich weiß gar nicht mehr wie viele Caches wir an dem Tag gefunden haben, aber ein paar waren es schon.

Donauturm

Unser nächstes Ziel war schon der Donauturm, der optimale Ort um einen Ausblick über Wien zu genießen. Eintritt + Lift kosten (aktuell) für einen Erwachsenen 14,50 (Preisinfo). Oben konnten wir den Ausblick und einen Eiskaffee genießen und einigen Bungee Jumpern beim Absprung zusehen (für ein Foto waren die leider zu schnell unterwegs ;)).

Karma Ramen

Bei unseren meisten Wien-Ausflügen lassen wir uns von unseren Wiener-Freundinnen ein neues Lokal zeigen, da dort die Vielfalt an unterschiedlichem Kulturen viel größer ist als bei uns. Dieses Mal verschlug es uns ins Karma Ramen. Als großer Ramen-Fan war Verena natürlich sofort begeistert von dem Vorschlag und wurde auch nicht enttäuscht. Die Gerichte waren alle super und man wird definitiv voll davon. Es gibt auch eine kleine Auswahl an Anti-Ramen Gerichten, aber dort würden wir auf jeden Fall wieder Ramen bestellen, denn so oft bekommt man eigentlich kein gutes Ramen.

Übers Insekten essen (inklusive Mehlwurmburger-Rezept)

Lang, lang will ich den Artikel schon veröffentlichen. Anfangs hat es mich nicht so richtig “gegustert” (passiert mir bei vielen Themen, aufgrund der Würmer bitte nicht falsch verstehen ;-)). Und jetzt liegt der Artikel schon ewig fertig in der Schublade, irgendwie muss ich wohl vergessen habe auf “veröffentlichen” zu drücken. Nun gibt es endlich ein bisschen Background zum Thema Insekten essen und ein Rezept für einen Mehlwurmburger.

Mein erstes Kickstarter Projekt …

Lasst mich zuerst ein bisschen ausschweifen … Kickstarter ist eine amerikanische Plattform auf der Projekte vorgestellt werden und von Interessenten finanziell unterstützt werden können. Typische Produkte, die dort gefunden werden können, sind zum Beispiel Spiele, Modeprodukte (Schuhe, Taschen), CDs von nicht so bekannten Bands, technische Geräte, … Meistens gibt es verschiedene vorgeschlagene Beträge, die man spenden kann, und dafür bekommt man dann auch etwas. Je nach Höhe der Spende kann das ein namentlicher Eintrag auf der Webseite, ein Aufkleber, eine Kostprobe, oder auch ein fertiges Produkt sein, falls natürlich das Projekt zustande kommt. Hier ist der Haken oder auch das Risiko wenn man ein Kickstarter-Projekt unterstützt, denn es kann natürlich sein, dass nicht ausreichend Geld zusammen kommt und das Projekt nie durchgeführt wird.

Vor einiger Zeit bin ich begeistert auf Kickstarter gestoßen und habe einige Projekte verfolgt und manche sogar unterstützt. Das erste davon war der L I V I N Farms Hive, ein Gerät um Mehlwürmer zum Verzehr zu züchten (hive, engl. = Bienenstock).

Insekten essen – warum?

Man mag sich natürlich die Frage stellen warum man überhaupt Insekten essen sollte – so richtig appetitlich wirkt das Ganze auf den ersten – für viele auch auf den zweiten – Blick nicht. Laut der Webseite von LIVIN Farms bringt es einige Vorteile mit sich, anstelle von Fleisch Insekten zu essen. Im Vergleich zur Rinderzucht soll man für die gleiche Menge an essbarem Produkt nur ein Zehntel (10%!) der Fläche, weitaus weniger Futter und Wasser benötigen, und außerdem sei es besser für die Umwelt. Noch dazu sollen Mehlwürmer einen ähnlichen Proteingehalt wie Rindfleisch und ein genauso gutes Aminosäurenprofil wie Tofu haben.

Wenn man “Insekten essen” googelt findet man noch viele weitere Organisationen, die das Essen von Insekten befürworten und reichlich Vorteile davon auflisten. Unter anderem zum Beispiel (danke Sara für den Hinweis!), dass man bislang davon ausgeht, dass Würmer kein Schmerzempfinden haben. Das ist natürlich ein weiterer Vorteil, vor allem für Menschen, die aus tierethischen Gründen auf Fleisch verzichten.

Es gibt sogar einen Wikipedia-Artikel zum Thema Verzehr von Insekten durch Menschen, der den sehr wissenschaftlich klingenden Titel “Entomophagie beim Menschen” trägt. Dort erfahren wir, dass weltweit annähernd 2 Milliarden Menschen (gar nicht mal so wenige!) zu sich nehmen.

Insekten sollen also eine Alternative zum Fleischkonsum in der westlichen Welt (der wirklich enorm ist) darstellen. Die Idee finde ich ja mal nicht schlecht, denn wenn wir uns ehrlich sind, zuviel Fleisch essen ja die meisten von uns.

Der Hive

Zu viel möchte ich über den Hive gar nicht berichten, da ich das Gerät selber nicht besitze und man sich online darüber informieren kann (z.B. auf der Kickstarter-Seite ganz unten ist eine deutsche Beschreibung). Um es kurz zu fassen, beim Hive handelt es sich um ein Gerät zum Züchten von Mehlwürmern. Diese werden einfach mit Küchenabfällen gefüttert und durchlaufen mehrere Stadien bis sie schlussendlich geerntet werden können.

Ich fand die Idee gut und deswegen habe ich das Projekt auf Kickstarter mit einem kleinen Beitrag unterstützt. Der Betrag war nicht ausreichend um einen Hive zu erhalten (ich war mir auch nicht sicher ob ich das wollte) aber ich bekam einige Zeit später eine Kostprobe zugeschickt.

Mehlwurmburger-Rezept

Wie versprochen gibt es auch ein Rezept für einen Mehlwurmburger, das wir ausprobiert haben.

Die Zutaten für den Mehlwurmburger.

Zutaten

  • Mehlwürmer
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Karotten
  • Frühlingszwiebel
  • 4-5 Kartoffeln (gekocht, geschält)
  • Eine kleine Dose Mais
  • Mehl
  • 100 g Semmelbrösel
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung der Mehlwurmburger

Zwiebel würfelig und die Karotten Julienne (feine, rechteckige Streifen) schneiden. Mit etwas Öl in einer kleinen Pfanne dünsten.

Zwiebel und Karottenstreifen dünsten.

Die Mehlwürmer waren schon geröstet und sind deswegen nur kurz in die Pfanne gekommen. Den Pfanneninhalt vor der weiteren Verarbeitung etwas abkühlen lassen.

Die Kartoffel stampfen oder mit einer Gabel zerdrücken. Fein geschnitte Frühlingszwiebel, Mais und die Eier dazu geben. Alles gut vermischen. Anschließend die Mehlwurm-Menge unterrühren. Eventuell ein bisschen Mehl dazu geben damit die Masse besser zusammen hält.

Aus dieser Masse werden nun Laibchen geformt und in Semmelbröseln gewendet. Anschließend in ausreichend Öl herausbraten und in Burgerbrötchen oder als Laibchen mit Sauce servieren.

Mahlzeit!

Fazit

Ein Skeptiker!

Die Mehlwurmburger (oder “Madenburger” wie Patrick sie nannte) waren echt nicht schlecht. Man schmeckt halt von den Würmern, die relativ geschmacksneutral sind, nicht viel. Aber sie kratzen manchmal im Hals 😉

Vom Insekten essen wurden wir (noch) nicht überzeugt, aber solche Projekte regen auf jeden Fall zum Nachdenken über den hohen Fleischkonsum an. Für alle, die sich mit den Mehlwürmern anfreunden konnten, lege ich unser Rezept ans Herz.

Für uns gibt es die Gemüselaibchen beim nächsten Mal ohne Würmer als Alternative zum Rinder-Burger 😉

VW California Ocean: 3 Tage Testcampen

Die Urlaubsplanung heuer oblag ganz mir, da ich Patrick zu seinem 30. Geburtstag mit einem VW California Ocean für 3 Tage überrascht habe. Da wir schon länger mit dem Gedanken spielen uns selber einen Campingbus zuzulegen, war das eine gute Gelegenheit um mal zu schauen, wie er uns gefällt. Im aktuellen Artikel kannst du nachlesen wo man so einen Camper (oder auch große Wohnmobile) mieten kann, wie uns der California gefallen hat und was wir im Urlaub erlebt haben. Mit dabei war natürlich auch wieder unser Kooikerhondje Helix, der nach unserem gemeinsamen Urlaub im Hundehotel Grimming schon seinen zweiten Urlaub mit uns verbracht hat.

Die schönen Fotos sind wie meistens Patricks Kamera entsprungen 🙂

Camper mieten

Um Campingbusse zu mieten gibt es einige Möglichkeiten. Manche Autohäuser bieten VW California an (die haben allerdings keine Freude mit Hunden) und auch im Internet findet man einige Webseiten, auf denen man den Camper mieten kann. Mit meinen Suchkriterien (Hund, 3 bis 4 Tage im Juli oder August, VW California) bin ich dann auf Campanda (Suchportal für Wohnmobile) fündig geworden. Angeboten wurde der VW California Ocean von FlexiCamper, einem deutschen Wohnmobilvermieter. Die Buchung über Campanda und die anschließende Vertragsabwicklung direkt über FlexiCamper hat reibungslos funktioniert. Ich hatte auch noch einige Rückfragen an Campanda, die immer innerhalb kürzester Zeit zufriedenstellend und sehr freundlich beantwortet wurden.

VW California Ocean

Der Ocean ist die beste Ausstattungsvariante des Campingbusses “California”, der auf dem VW T6 basiert (die anderen zwei heißen “Beach” und “Coast”)(*). Der Campingbus hat (nur) 4 Sitze und 4 Schlafmöglichkeiten. 2 Schlafplätze bekommt man indem man die Rücksitze umlegt und 2 weitere Schlafplätze befinden sich im Hochstelldach. Das war auch eines der Highlights für uns – durch das Hochstelldach und das nach oben klappbare Bett kann man tagsüber gemütlich im Bus stehen (praktisch beim Kochen, Abwaschen, sich umziehen, …) und abends kann man sehr komfortabel im 1,20 x 2 m Bett (mit Lattenrost!) schlafen.

Ausreichend Platz zum Stehen wenn das Bett hochgeklappt ist.
Hier schläft es sich echt gut!

Ein cooles Feature (das es allerdings bei vielen Bussen dieser Art gibt), sind die drehbaren Vordersitze. So kann man am Abend gemütlich zusammen sitzen und Karten spielen.

Wir haben auch die eingebaute Küche (Kühlschrank, Gasherd, kleine Spüle) fleißig genutzt.

Hier bleiben Eier, Käse, Wurst, Eistee und Bier perfekt gekühlt.
Hier haben wir Eierspeise, Ravioli, Hühnercurry und Frühstückseier zubereitet.

Außer den offensichtlichen Features ist uns auch noch aufgefallen, dass der California sehr gut verarbeitet ist und die Details gut durchdacht sind. So findet man überall im Bus ausreichend Beleuchtung und Stauraum. Ein Campingtisch ist in der Seitentür versteckt und die äußerst gemütlichen Campingsessel findet man in der Heckklappe. Außerdem sind an jedem Fenster gut versteckte Rollos angebracht um am Abend alles abzudunkeln.

Fazit für uns: Ein Bus mit Hochstelldach und Drehsitzen wäre toll, allerdings nimmt uns die Küche für den Alltag zu viel Platz weg.

(*) Die wesentlichen Unterschiede sind die Küche (Ocean/Coast – ja, Beach – nein), das Aufstelldach (Ocean – hydraulisch, Beach/Coast – manuell) und die Verglasung (Ocean – doppelt, Beach/Coast – einfach) (Quelle).

Camping mit Hund

Wir waren zum ersten Mal mit Hund campen, das ist zwar jetzt nicht besonders kompliziert, aber ein paar Dinge mussten wir trotzdem bedenken.

  1. Nicht jeder Campingplatz duldet Hunde (bei der Buchung beachten). Wenn Hunde willkommen sind, fallen normalerweise zusätzliche Kosten zwischen 2 und 5 Euro am Tag an.
  2. Das gleiche gilt für Badeseen – hier sollte man sich vorher auch erkundigen ob Hunde erlaubt sind oder ob es zum Beispiel einen eigenen Bereich für Hunde gibt.
  3. Da wir nicht mit unserem eigenen Auto unterwegs waren, wollten wir natürlich möglichst wenig Schmutz hinterlassen. Dabei hat uns Helix’ Softbox (eine Hundebox aus Stoff, die man platzsparend zusammen klappen kann) gute Dienste erwiesen. Wenn er im Auto war, hat er sich meistens darin aufgehalten. Die Box kann man auch tagsüber neben das Auto stellen, so hat er einen Rückzugsort und kann trotzdem das Geschehen beobachten.
  4. Immer wieder lese ich die Frage nach der Fütterung von Hunden auf Wanderungen und Campingausflügen in verschiedenen Facebook-Gruppen und Foren. Wenn der Hund Trockenfutter bekommt ist das sowieso kein Thema – aber selbst wenn ich meinen Hund barfe (also mit rohem Fleisch und Gemüse/Obst füttere), gibt es viele Möglichkeiten. Wenn ich nur wenige Tage mit Kühlschrank (so wie wir) unterwegs bin, nehme ich einfach die richtige Anzahl an vorbereiteten Portionen mit. Wenn es länger wird und Kühlung ein Problem ist, kann ich ja auch mal Trockenbarf füttern, was Frisches im Supermarkt oder beim Fleischer kaufen (die Zweibeiner müssen ja auch mal was essen) oder dem Hund hochwertige Hundewurst (die hält sich länger als frisches Futter) geben.

3 Tage – 4 Seen

Wir waren 3 Tage weg und haben uns in insgesamt 4 Seen abgekühlt (in manchen mehr, in machen weniger). Ich werd euch hier nur kurz erzählen wor wir waren – den Rest seht ihr auf den Fotos 🙂

Chiemsee

Unser erstes Ziel war der Campingplatz Seehäusl am Chiemsee, den ich schon im Vorhinein gebucht hatte (weiter unten steht noch mehr zum Campingplatz).

Tegernsee

Am Weg zum zweiten Campingplatz in Lenggries haben wir einen Abstecher zum Tegernsee gemacht. Nach dem Mittagessen im dortigen Strandbad sind wir ca. 600 m zur Mangfallbrücke spaziert, wo man mit dem Hund baden darf (info: Hundestrände am Tegernsee).

Dort haben wir leider kein Foto gemacht 😦 Aber die Stelle war echt super zum rein gehen, da es sehr seicht war. Leider war sehr viel los (der Platz scheint beliebt zu sein).

Sylvensteinstausee

In der Nähe unseres zweiten Campingplatzes haben wir den Sylvensteinstausee entdeckt, an dem wir dann den Nachmittag verbracht haben. Zum rein gehen für uns Zweibeiner wars nicht so toll, der See ist ziemlich steil und die Steine spitz (meine große Zehe sagt “AU!”). Aber Helix hatte Spaß, er hat dort sogar eine neue Freundin kennen gelernt 😉

Helix’ neue Bekanntschaft 🙂

Schliersee

Da wir beim heim fahren am letzten Tag noch etwas Zeit hatten haben wir beschlossen, noch einen kleinen Abstecher zum Schliersee zu machen um unsere Pfoten abzukühlen. Wir haben uns vorher wieder im Internet schlau gemacht um herauszufinden ob und wo Helix in diesem See baden darf (zum Blog Isarhunde | Schliersee).

Somit konnten wir einen weiteren schönen See mit Blick auf die Alpen auf unsere Liste setzen. Da es auf dem Weg dorthin mehr gestaut hat als erwartet, war der Besuch leider sehr kurz. Aber vielleicht kommen wir ja wieder 🙂

Campingplatz Empfehlung: Camping Seehäusl

Im Artikel soll es eigentlich hauptsächlich um unsere Erfahrungen mit dem Campingbus geben, doch ich möchte auch kurz den ersten Campingplatz, den wir besucht haben, erwähnen. Camping Seehäusl ist ein gemütlicher, kleiner Campingplatz direkt am Chiemsee. Wir hatten auch noch Glück mit unserem Stellplatz (ich glaube fast, es war der beste am ganzen Campingplatz), denn wir hatten fast den ganzen Tag natürliche Beschattung und nur wenige Meter zum See.

Fazit: Wir brauchen einen Campingbus!

In unseren Urlauben hat sich ja schon ein leichter Trend abgezeichnet – 2015 waren wir mit dem Renault Scenic meiner Eltern in Schweden, 2016 campen in Wildalpen und 2017 mit einem gemieteten Ford Escape (bei uns: Kuga) an der West Coast. Wir haben schon vor diesem Urlaub überlegt, einen Campingbus zu kaufen. Nach diesem Urlaub sind wir uns sicher – spätestens nächstes Jahr ist es so weit! Ob es ein VW California wird ist noch nicht ganz fix, wir halten uns auch andere Optionen offen, allerdings ist er schon ein heißer Favorit. Wir würden uns allerdings nicht für den Ocean (den wir im Urlaub hatten), sondern für den Beach (mehr Sitze/Platz statt einer fix verbauten Küche), entscheiden. Bleibt dran, dann könnt ihr hier und auf Facebook/instagram unsere Suche nach dem perfekten Campingbus mitverfolgen.

Two-level Explanations in Music Emotion Recognition: Q&A

Last week my colleague and I spent a week at the ICML conference and presented our work at the Machine Learning 4 Music Discovery workshop. Public speaking is stressful for me, but you can prepare for it. What you can’t really prepare for are the questions afterwards. I thought of possible questions in advance – of course those were not asked 😉 But other very interesting questions I could not prepare for were asked. In such a situation I usually come up with quick, unsatisfying answers (at least to me). So I decided to adress the questions in more detail in this blog post.

I tried to transcribe the questions as good as I could from the recording of the talk.

Spectrogram-to-signal reconstruction

Q: I wonder which technique you use for the spectrogram-to-signal reconstruction?

A: I think this was already answered quite well by my colleague. To summarize: We can use the original phase of the original spectrogram (spec_stft). Then we compute the inverse of the used filterbank (spec_filterbank). In the next step we build the dot product between the spectrogram we want to reconstruct (spec_spectrogram – possibly modified) and the inverse filterbank.

For the inversion step we can use istft from librosa which takes a complex valued spectrogram (x_f) and returns the reconstructed audio signal (x_t).

def recon_audio(spec_stft, spec_filterbank, spec_spectrogram, out=None):
    original_phase = madmom.audio.stft.phase(spec_stft)
    fb_inv = np.linalg.pinv(spec_filterbank)

    spec_fb_inv = np.dot(spec_spectrogram, fb_inv)

    ph = np.exp(1j * original_phase)
    x_f = np.multiply(spec_fb_inv, ph)
    x_t = librosa.istft(x_f.T, hop_length=706)
    
    if out is not None:
        librosa.output.write_wav(out, x_t, 22050, norm=True)
    
    return x_t

You might wonder why we are using two different libraries (madmom and librosa) for working with spectrograms. When we first started with the project, we did not think of possibly inverting the spectrograms as part of our pipeline and started working with madmom. For the inverse STFT (to the best of my knowledge) we needed librosa. One of the first next steps will be to restructure our code base and replace madmom by librosa.

Attention maps instead of LIME

Q: I am wondering – one other approach you could use is like simply using a strong deep model that does classification and look at the layers and somehow visualize the attention map – how is this different than this approach?

A: Yes, using attention maps seems like a very nice approach for doing exactly what the person asked – this was also shown by one of the later presentations. But this is not what I am trying to do in my research (I was not clear about that – I admit). I plan to work on creating explanations for any model (called “post-hoc” explanations) and not interpretable models per se. The idea is that I can take models trained by someone else and try to interpret them. The main motivation behind this is I cannot force other researchers to use my cool interpretable model (like an attention model) to understand their inner workings, but I can apply my post-hoc method to see what some other model is doing.

Verify results using annotators

Q: One thing that could be interesting for emotion could be to put one of those things in front of annotators working with the subject to see what information they believe is still present in the signals – have you thought how you could do any of that to sort of verify what’s coming back?

A: As I said during the talk I think this is a great idea. But as we also know – and have heard during other talks – human annotations are expensive and time-consuming. What I did so far is to show the results to some people at my institute that have better musical knowledge than me and they helped me with evaluating the reconstructed signals.

Correlations between midlevel features

Q: I wonder if the midlevel representations you already start with labels – and also how much have you looked into possible correlations within these – because articulation could be quite related to – at least in the example you showed – to being rhythmic. So these things are quite correlated and there might be some structure you could exploit.

(I am not sure what the first part of the question means or if I understood it correctly from the recording – so I’ll answer the second part)

A: Correlation between mid-level features on the whole dataset can be found in the paper by Aljanaki. We only used the Soundtracks subset and I looked into the correlations for this blog post:

Correlations between the midlevel feature of the Soundtracks subset.

So yes, there are some correlations between the midlevel features and this of course has an impact on the modeling of the emotion values. We have also seen this in our experiments for our upcoming ISMIR 2019 paper (I’ll link to it once it is online). We looked at the correlations between midlevel features and emotion ratings and then at the feature weights learned by the linear layer. Without correlation between the input features one would expect the feature weights to look similar to the correlations between features and labels (“feature A is highly correlated with the target, so the feature weight for A should be positive and large”). Of course this is not the case when several features are correlated.

These correlations could be taken into account when modeling emotion but the point was to directly use the midlevel features in order to be able to analyze the linear weights. For interpretations I am not sure how the correlations between midlevel features could be taken into account – if you have an idea, just let me know!

Final words

I hope that this blog post answers questions about my paper and also helps understand better what I am trying to do and what my goals are (e.g., post-hoc explanations vs. building interpretable models). Looking forward to further dicussion. Check out our paper on arXiv!

Helix’ erster Urlaub – Hundehotel Grimming

Eigentlich wollte ich euch Helix schon seit er bei uns wohnt in einem eigenen Blogpost vorstellen – aber dann waren die ersten anstrengenden Welpenwochen, man weiß nicht recht was man schreiben soll – und, schwupps – ist ein Jahr um. Die meisten kennen ihn jetzt wahrscheinlich schon von Facebook, Instragram oder persönlich, deshalb gibt es hier nun einen Bericht über seinen ersten Urlaub.

Helix’ beste Freunde

Hundehotel Grimming

Irgendwann heuer im Frühjahr haben wir mit unseren Hundefreunden beschlossen, dass wir doch eigentlich mal gemeinsam weg fahren könnten und zwar irgendwo hin wo unsere Hunde (4 an der Zahl!) willkommen sein würden. Da eines unserer befreundeten Pärchen mit Hündin Mia schon mal im Hundehotel Grimming (Webseite) auf Urlaub war und total geschwärmt hat, ist uns die Entscheidung nicht schwer gefallen.

Das Hotel ist wirklich hundefreundlich – von Leckerlis und Wasserschüsseln im Eingangsbereich, bis hin zur Sauna und dem 4-gängigen Abendessen, gibt es alles was Hund, Herrli und Frauli begehren. Im Zimmer gibt es einen großen Hundekuschelpolster, damit sich der Vierbeiner so richtig wohl fühlt. Toll ist auch der riesige Hundeplatz, der ca. 1 km vom Hotel entfernt liegt und den Gästen zur Verfügung steht. Der Platz ist unterteilt in 3 (oder 4?) Bereiche und sehr gut ausgestattet mit Pool und Agility-Geräten für die Hunde und gemütlichen Sitzgelegenheiten und Getränkekühlschrank für die Zweibeiner.

Ein ausführlichen Bericht übers Hotel könnt ihr auch bei unseren Freunden Jack und Julia lesen.

Wanderung zur Karalm

Nach unserer gemütlichen Anreise am Freitag haben wir nur noch das tolle 4-Gänge-Menü genossen und Karten gespielt. Für Samstag haben wir uns ein etwas sportlicheres Programm überlegt – eine Wanderung zur Karalm.

Die Wanderung war nicht sonderlich lang (etwa 11 km) aber wir haben uns viel Zeit gelassen und die Hunde ins Wasser hüpfen lassen, so waren wir gemütliche 4 Stunden unterwegs. Die Karalm selbst hatte noch geschlossen, wir waren ja in da Vorsaison unterwegs. Das hatte aber auch den Vorteil, dass noch nicht viel los war. Die Menschen, die wir getroffen haben, kann man an einer Hand abzählen und auch Kühe waren noch keine auf den Almen.

Die Hunde hatten offensichtlich Spaß! 🙂

Hier noch ein paar schöne Landschaftsaufnahmen:

Frauli & Herrli!

Die Hunde legen bei so einer Wanderung ja um einiges mehr Meter zurück als ihre Zweibeiner, daher waren die 4 Fellnasen am Abend ziemlich streichfähig. Und die Fraulis & Herrlis konnten in Ruhe ein weiteres 4-Gänge-Menü genießen 😉

Müdes Hundi!

Grimming, wir kommen wieder! 🙂

Burger-Versuch: Big Mac mit selber gebackenen Buns

Vor nicht allzu langer Zeit hat es sich gut ergeben, dass Patrick die Big Mac Sauce ausprobieren und ich endlich mal Brioche Buns selber backen wollte. Nachdem wir schon mit selbst gemachten Saucen, verschiedenen Patties und unterschiedlichsten Füllungen experimentiert haben, haben mir zum vollständigen Burger eigentlich nur noch selbst gemachte Buns gefehlt.

Brioche Buns

Am Tag unseres Bierbrau-Experiments bin ich zufällig auf ein Rezept für die besten Burger Buns deines Lebens gestoßen. Normalerweise würde man dafür nämlich Treber (=Malzrückstände) verwenden. Diese habe ich allerdings den Hühnern gefüttert 🙂 und stattdessen einfach mehr Mehl verwendet. Tipp: Man kann die Buns auch einfrieren.

Für 8 Buns:

  • 75 ml warme Milch
  • 150 ml warmes Wasser
  • 1/2 Würfel frischer Germ
  • 2 EL Zucker
  • 2 Eier & 1 Ei zum Bepinseln
  • 460 g glattes Mehl
  • 2 TL Salz
  • 60g weiche Butter
  • Sesam

Milch und Wasser mischen. Zucker darin auflösen und den Germ rein bröseln. Sobald der Germ zu arbeiten beginnt, die restlichen Zutaten zugeben und für einige Minuten mit der Küchenmaschine kneten.

Der Teig muss nun mindestens zwei Stunden an einem warmen Ort gehen. Zwischendurch kann man ihn immer mal wieder durchkneten.

Nach dem Gehen wird der Teig noch einmal gut durchgeknetet und anschließend 8 Kugeln geformt. Damit die Buns schön werden forme ich die Kugeln wie folgt: Zuerst nehme ich die richtige Menge Teig (dabei hilft eine Küchenwaage), drücke ihn halbwegs in Kugelform und ziehe dann an einer Seite den Teig von außen zur Mitte der Kugel. Die “hässliche” Seite, wo die Teigenden zusammen kommen, bildet dann die Unterseite. Durch die Spannung bekommt die Oberseite eine schöne Oberfläche.

Die fertigen Kugeln müssen noch einmal eine halbe Stunde zugedeckt gehen. Das Backrohr auf 175°C vorheizen.

Kurz vor dem Backen werden die Buns mit Ei bestrichen und mit Sesam bestreut. Für ca. 15 Minuten backen bis die Buns goldbraun sind.

Big Mac Sauce

Das Rezept für die Big Mac Sauce haben wir auf einem englischen Blog gefunden und großteils übernommen. Da es bei uns nicht alle Zutaten gibt, haben wir es ein bisschen abändern müssen.

Das sind die Zutaten wie sie im oben verlinkten Rezept stehen:

  • 125 ml Mayonaise
  • 2 gehäufte EL French Dressing
  • 1/2 EL “sweet relish” (süßes Relish)
  • 2 TL “dill pickle relish” (Gurkenrelish)
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL weißen Balsamico
  • 1 TL Ketchup
  • 1 TL gehackte Zwiebel (alternativ: Zwiebelpulver)
  • 1 Prise Salz

Wir haben für die Sauce extra French Dressing gekauft, aber wenn ihr sonst nichts damit vorhabt würde ich mir das gut überlegen. Bis auf die 2 EL für dieses Rezept haben wir davon noch nichts gebraucht 🙂

Sweet Relish gibt es angeblich von Heinz zu kaufen, ich hab es aber in den Supermärkten bei uns noch nicht gesehen. Wir hatten zufällig noch ein bisschen was von dem übrig, das wir aus unserem USA Urlaub mitgenommen haben. Man findet im Internet Rezepte dafür, aber man sollte sich überlegen ob man es nicht einfach durch gehackte Gurken, Zucker und Essig ersetzt (wobei letztere zwei sowieso schon im Rezept vorkommen) 😉

Gurkenrelish findet man leider bei uns auch nicht – das haben wir durch fein gehackte Sandwich-Gurken ersetzt.

Alle Zutaten (und Ersatzzutaten) gut vermischen – fertig!

Was kommt sonst noch rein?

Klassisch kommen bei uns Rindfleisch-Patties, Salat, Tomaten, Zwiebeln, Sandwich-Gurken, BBQ Sauce und Käse (z.B. Cheddar) in die Burger.

Weitere Ideen, u.A. Cole Slaw, vegetarische Burger oder Fischburger findet ihr hier.

Fazit

Die Autoren des Burger Bun Rezeptes haben nicht übertrieben – ich kann die Buns beruhigt als die besten meines Lebens bezeichnen! Super flaumig und guter Geschmack. Wenn du bessere kennst – her damit!

Die Sauce war gut aber laut meinem Big Mac – Experten nicht exakt wie das Original (am Folgetag wurden beide nebeneinander verglichen ;)). Das liegt natürlich einerseits daran, dass wir nicht alle Zutaten wie angegeben bekommen haben und auch, dass das richtige Rezept vom gelben M ja gar nicht bekannt ist. Da werden wir wohl noch weiter experimentieren müssen …