Nicht ganz ein Cheddar

Wie viele von euch wissen mag ich Käse und andere Milchprodukte sehr – so sehr, dass ich einige davon schon selber gemacht habe (verschiedene Käsesorten, Joghurt, Milchkefir). Einige davon findet ihr am Blog: Frischkäse, Blauschimmelkäse, und Grillkäse. Nach diesen weichen Käsesorten wollte ich mich mal an einen Hartkäse wagen.

Ausgangslage für meinen Versuch war dieses Cheddar-Rezept (englisches Youtube Video). Viele weitere Infos habe ich aus dem Buch “Käsen leicht gemacht”.

Im heutigen Artikel werde ich dir von meinem ersten Hartkäse berichten und versuchen dir allgemein die Schritte des Käse machens näher zu bringen.

Willst du wirklich genau diesen Käse nachmachen, lege ich dir außerdem nahe das oben verlinkte Rezept zu befolgen und dir das Video anzuschauen – bei vielen Schritten fand ich es hilfreich zu sehen wie die Molke / der Bruch / der Käse auschauen soll.

Zutaten

Man braucht nicht viele Zutaten um Käse zu machen. Im Wesentlichen braucht man Milch, die richtigen Bakterien, Lab und Salz.

Neben den Zutaten braucht man auch einiges an Equipment.

Milch

Die Milch sollte auf jeden Fall Vollmilch sein. Mehr Fett bedeutet mehr Käse. Es funktioniert mit frischer Rohmilch vom Bauern und Milch aus dem Supermarkt. Wenn du Milch aus dem Supermarkt verwendest, sollte nicht “länger frisch” drauf stehen. Für Frischkäse sollte man Rohmilch für etwa 5 Minuten auf über 70° Celcius erhitzen. Für Hartkäse ist das nicht notwendig, da der Käse lange genug reift um alle möglichen Keime zu töten.

Für diesen Käse habe ich 8,5L frische Rohmilch vom Bauern verwendet.

Mesophile Kultur

Um den Milchzucker in Milchsäure umzuwandeln, benötigt man Milchsäurebakterien – die mesophilen Kulturen. Je nach Käsesorte benötigt man andere Bakterien.

Für diesen Käse habe ich eine Messerspitze Choozit Alp D LYO verwendet.

Lab

Das Lab ist dafür zuständig die Gerinnung – also das Trennen der Molke vom Bruch – in Gang zu setzen. Man kann auch Essig (bereits erfolgreich getestet) verwenden, allerdings bin ich mir nicht sicher ob das gleich gut funktioniert wie mit Lab, und deshalb bin ich für diesen Käse auf Nummer sicher gegangen.

Dieses Mal habe ich Labtabletten verwendet, aber ich habe auch schon das Flüßiglab von kaese-selber verwendet. Da kommt es hauptsächlich darauf an was für einen praktischer ist. Es gibt übrigens auch mikrobielles Lab (vegetarisch).

Flüßiglab soll man in 1/4 Wasser auflösen, warum genau weiß ich nicht, aber eventuell mischt es sich dann besser mit der Milch. Bei Labtabletten einfach die Packungsangabe befolgen.

Calciumchlorid

Die Zugabe von Calciumchlorid ist optional, es hilft aber angeblich beim Gerinnen – also dem Trennen der Molke vom Bruch und wird auf jeden Fall empfohlen, wenn man pasteurisierte Milch aus dem Supermarkt verwendet. Mittlerweile gebe ich es immer dazu, ich habe aber auch schon ohne erfolgreich Käse gemacht.

Dieses Mal habe ich das Calciumchlorid von kaese-selber verwendet, man kann es aber auch in der Apotheke kaufen/bestellen.

Für Calciumchlorid gilt dasselbe wie für Lab: in 1/4 L Wasser auflösen bevor man es zur Milch gibt.

Käsesalz

Ich habe schon mehrmals den Begriff “Käsesalz” gelesen, was meines Wissens nach einfach uniodiertes Salz ist. Das Iod ist anscheinend nicht so gut für die Säurebakterien, allerdings hab ich auch schon mit normalem Salz erfolgreich Käse gemacht.

Phase 1 – Die Zutaten zusammen fügen

Wichtig! Jegliches Equipment ordentlich reinigen, z.B. in Essigwasser einlegen oder mit OXI-Reiniger reinigen.

Die Milch kultivieren: Die Milch wird je nach Rezept auf 31°C-35°C erwärmt. Verteile die Kultur auf der Oberfläche und lass sie 5 Minuten rehydrieren. Erwärme die Milch auf ~39°C und lass sie 40 Minuten zugedeckt rasten.

Nun kommt die Calciumchloridlösung hinzu [optional]. Gut mischen.

Mische nun die Lablösung in die Milch. Mische aber nicht länger als 2 Minuten, da das Lab nun schon zu arbeiten beginnt und der Bruch zerstört werden könnte. Lass die Milch weitere 40 Minuten zugedeckt rasten.

Nun kannst du überprüfen ob der Bruch bereit ist. Schneide mit einem scharfen Messer ein und drücke den Bruch zur Seite. Wenn die Molke gelb und klar ist, ist der Bruch bereit für den nächsten Schritt. Wenn die Molke noch trüb ist (vom Bruch), warte 10 Minuten und überprüfe die Klarheit ein weiteres Mal (wie das aussehen soll sieht man sehr gut im Video!).

Phase 2 – Bruch schneiden

Der Bruch wird nun in 1.25 cm große Würfel geschnitten (Info: die Größe variiert je nach Käsesorte, je fester der Käse werden soll, desto kleiner schneidet man den Bruch). Dafür gibt es spezielles Equipment aber ein scharfes Küchenmesser ist ausreichend.

Anschließend folgen ein paar Phasen in denen der Bruch rasten muss, dann wieder erwärmt wird und wieder rasten muss. Ich erspare dir die Details, da dies sowieso von der Käsesorte abhängig ist.

Phase 3 – Cheddaring, Milling, und Pressen

Im nächsten Schritt leert man Bruch und Molke nun durch ein Käsetuch um sie zu trennen.

Vom anschließenden Schritt hat der Cheddarkäse seinen Namen. Für die meisten anderen Käsesorten würde man nun schon den Bruch in die Käsepresse geben. Unterschiedliche Temperaturen und Zeiten in diesem Schritt sind ausschlaggebend für die Textur in unterschiedlichen Käsesorten.

Für Cheddar folgt nun das sogenannte “Cheddaring”: Der Molke”ball” wird in zwei Teile geschnitten und kommt zurück in den Topf. Die zwei Teile dürfen jetzt rasten und werden alle paar Minuten umgedreht.

Cheddaring

Der zweite Cheddar-spezifische Schritt ist das “Milling”: Dazu werden die halben Bälle in 5×1.25 cm große Stücke geschnitten und anschließend auseinander gebrochen. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung warum man sie zuerst schneidet und dann kleiner bricht, aber vielleicht beeinflusst das die Textur. Nun wird das Salz hinzugegeben.

Milling

Nach den Schritten “Cheddaring” und “Milling” geht’s weiter wie bei jedem anderen Käse. Die gebrochenen Stücke kommen in eine Käseform, das mit einem Käsetuch ausgelegt worden ist und werden nun gepresst.

Ab in die Käseform!

Dieser Käse wird zuerst 1 Stunde mit 11kg gepresst, anschließend für 12 Stunden mit 22kg. Dazwischen wird er ausgepackt, umgedreht, und wieder eingepackt.

Da braucht’s schon ein paar Bücher und eine kleine Kettlebell um auf 22 kg zu kommen 🙂

Phase 4 – Luft trocknen und Reifen

Nach dem Pressen erinnert der Bruch schon an einen Käselaib. Dieser wird über mehrere Stunden luftgetrocknet.

Da dieser Käse keinen Weißschimmel oder eine Wachsschicht bekommt, muss er seine eigene Rinde bilden. Dazu wird er alle paar Tage mit Salzwasser (200g Salz auf 1L Wasser) bestrichen. Da er eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit braucht, habe ich ihn in eine größere Box mit Salzwasser gegeben und bei 10°C gelagert.

Nach 8 Wochen war es so weit und wir konnten ziemlich genau 1kg geschmacksintensiven Hartkäse ernten.

Alles auf einmal essen?

Da wir länger etwas von dem Käse haben wollten und nicht gleich alles auf einmal aufessen, haben wir die Hälfte vakuumiert und im Kühlschrank aufbewahrt. Als wir ihn nach ca. 3 Monaten angeschnitten haben, war er noch genauso gut wie die erste Hälfte!

Die Kurzfassung

Quasi jedes Käserezept lässt sich so zusammen fassen: Equipment reinigen, alles Zutaten in einer bestimmten Reihenfolge bei bestimmten Temperaturen zur Milch geben; Bruch in rezept-spezifischer Größe schneiden (grundsätzlich gilt: kleinerer Würfel -> härterer Käse). Bruchwürfel pressen (mit oder ohne Gewicht je nach Endprodukt). Für alle Käse außer Frischkäse: Bei niedriger Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit reifen lassen.

Fazit

Ich bin echt zufrieden mit dem Ergebnis! Ich wusste natürlich nicht genau wie er werden würde, denn beim Käse machen gibt es so viele Parameter, die man zu Hause nicht wirklich kontrollieren kann (exakte Temperaturen, Milchqualität, Fettgehalt der Milch, …). Ich nehme es auch mit den Wartezeiten nicht ganz so genau, denn wer will denn scho um 3 Uhr in der Früh aufstehen um den Käse umzudrehen 😉 Aber wie ich aus meinem Käsebuch weiß, solange man sauber arbeitet und die Milch in Ordnung ist, wird es auf jeden Fall Käse, nur wird er jedes Mal etwas anders schmecken.

Was kannst du jetzt damit anfangen? Ich hoffe mal, dieser Artikel hat dir einen Einblick ins Käse machen verschafft. Es wird nicht gleich jeder einen Hartkäse versuchen wollen, aber wenn ich dein Interesse wecken konnte, könntest du ja mal mit einem Frischkäse, oder meinem Favoriten unter den Weichkäsen – einem Grillkäse, beginnen.

Die Restauration unseres Lesesessels

Ich weiß nicht warum, aber irgendwie habe ich es nie geschafft euch von der Restaurierung unseres Lesesessels zu berichten. Eine Freundin (danke, Lisa!) hat mich sogar mehrmals darauf aufmerksam gemacht, dass ich nie ein fertiges Foto auf Instagram gepostet habe, sondern nur mal ein Foto im komplett zerlegten Zustand.

Da wir aber aktuell an einem größeren Projekt arbeiten, von dem ich euch auch bald berichten möchte, will ich euch nun heute erzählen wie unser Interesse am Polstern begonnen hat.

So begann es: Ein alter Lesesessel

So genau kann ich über die Herkunft meines Lesesessels nicht Auskunft geben, ich weiß nur, dass meine Großeltern ihn irgendwo (wahrscheinlich auf einem Flohmarkt) gekauft haben. Dann ist er ein paar Jahre als Lesesessel und (hauptsächlich) Kleiderablage in meinem Zimmer gestanden.

Ein bemitleidenswerter Lesesessel.

Wie Patrick und ich auf die Idee gekommen sind, den Sessel zu restaurieren, wissen wir beide nicht mehr, aber da wir gerne basteln und handwerken, und uns der Sessel wahrscheinlich leid tat, hat es sich halt so ergeben.

Tear Down

Im ersten Schritt musste alles alte runter – man könnte theoretisch die Federn wieder benutzen, aber nur wenn sie noch gerade stehen, was nicht mehr der Fall war. Und wir haben uns auch nicht ganz drüber getraut, die Federn wieder richtig zu schnüren 🙂

Zuerst haben wir die alten Gurte auf der Unterseite entfernt.
Unter dem Stoff verbirgt sich Polstervlies. Ob das schon immer grau war? ?
Da bleibt nicht mehr viel übrig außer altes Holz …

… und das will behandelt werden!

Holzbehandlung

Mit Zierklinge, Bandschleifer und Schleifpapier haben wir den alten Lack entfernt (links: vorher, rechts: nachher).
Mit selbst angerührtem Holz-Kitt (Schleifstaub & Holzleim) …
… haben wir Spalte an den alten Leimstellen ausgefüllt.
Damit wir ohne Federn wieder auf die gleiche Sitzhöhe kommen, haben wir einen Hilfsrahmen gebaut und mit dem Gestell verschraubt.
An einem schönen Tag haben wir die sichtbaren Stellen (Armlehnen und Füße) draußen mit Klarlackspray lackiert.

Material

Soweit wir uns erinnern können, haben wir die meisten Materialien (Stoff, Vlies, Schaumstoff, Gurte, Nägel) bei polstereibedarf-online.de bestellt. Als Garn habe ich Nylbond von Gütermann verwendet (ist mir in einem ehemaligen Handarbeitsgeschäft empfohlen worden). Nylbond ist wirklich extrem stark, aber ca. 3-4 mal so teuer wie normales Garn und meiner Meinung nach für solche Anwendungen nicht notwendig. Solange man keine Zeltplane fürs Auto oder sonstiges näht, reicht vermutliches anderes hochwertiges Garn 🙂

Wenn man dem Stoff nicht direkt im Geschäft kauft, soltle man immer ein paar Stoffmuster bestellen um ein Gefühl für das Material zu bekommen und die Farbe in natura zu sehen.

Gurtbespannung

Zuerst wird der Gurt an der Außenkante angenagelt (hier vom umgeschlagenen Gurt verdeckt), anschließend der Gurt umgeschlagen und noch mal angenagelt.

Da wir keinen Gurtspanner haben und alle Gurten gleich spannen wollten (wir haben elastische Gurten verwendet), haben wir die Spannung beim ersten Gurt ausprobiert und die Länge im lockeren Zustand abgemessen. Die gleiche Länge haben wir bei den darauf folgenden Gurten angezeichnet und bis zur Markierung zum Holzrahmen gespannt.

Die erste Seite vom Gurt ist immer einfach, bei der zweiten ist es hilfreich wenn eine zweite Person den Gurt in der richtigen Spannung hält.
So sieht die fertige Bespannung der Sitzfläche aus.

So ähnlich macht man es für die Lehne. Die fertige Bespannung seht ihr weiter unten bei einem Bild in “Neu einkleiden”.

Polstern

Ich glaube zwar, dass Polstern eigentlich den ganzen Prozess umschreibt, aber jetzt kommen die Schritt in denen wir dem Sessel wieder Figur verschafft haben. Wie oben schon erwähnt haben wir uns nicht drüber getraut Federn zu verwenden und diese neu zu spannen, weswegen wir Schaumstoffpolsterung verwendet haben.

Ein neumoderner Sessel? Nein, nur die Anprobe des Schaumstoffs.
Damit die Sitzfläche etwas dicker und schräg wird haben wir aus mehreren trapezförmigen Keilen eine zweite “Schicht” gebaut.
Sprühkleber im Einsatz.
Polstervlies (nun in weiß) gibt dem Sessel eine schönere Form.

Neu einkleiden

Da ich damals noch nicht so nähbegeistert war, hat uns eine Bekannte einen Teil für den Sessel genäht.
Die “Ummantelung” mit dem neuen Keder wird mal anprobiert. Und man sieht hier die Bespannung der Rückenlehne.
Wird das nicht schön?
Hier wird einfach ein Rechteck angelegt …
… und alles händisch mit einer runden Polsternadel angenäht.

Die Naht, die ich hier verwendet habe, wird im Video (das ich auch unten nochmal verlinkt habe), kurz gezeigt.

Fast fertig, aber es fehlt noch was für die maximale Gemütlichkeit!

Ein passender Hocker muss her!

Für die sichtbaren Füße hat Patrick das gleiche Holz (Buche) wie beim Sessel verwendet. Die Form hat er sich beim Sessel abgeschaut.
Die Sitzfläche besteht aus einer Holzplatte, Schaumstoff, Polstervlies und dem gleichen Stoff.
Ein farblich passender Hocker macht es nochmal gemütlicher.

Hab ich euer Interesse geweckt?

Falls euch das Thema nun auch interessiert, kann ich euch die Doku Handwerkskunst! Wie man einen Sessel polstert empfehlen. Die Dame erklärt viele interessante Details (die wir beim Sessel restaurieren teilweise nicht wussten oder auf die harte Tour lernen mussten) und hat sichtlich Spaß an ihrem Beruf. Ich hab beim Schauen auf jeden Fall Lust auf weitere Polstereiprojekte bekommen!

Zum Glück sind wir ja gerade an einem größeren Projekt dran – bald mehr dazu!

Die Katzentante näht jetzt auch: Episode 1

Die Katzentante kocht, reist, ist technik-begeistert, bastelt gelegentlich – und jetzt näht sie auch noch?! Wie aus der Hassbeziehung zur Nähmaschine quasi eine Sucht geworden ist, was ich in den letzten zwei Monaten schon alles dazu gelernet habe und meine ersten Projekte könnt ihr im aktuellen Blogpost nachlesen.

Die holprigen Anfänge

Begonnen hat meine Näh-Reise nicht mit dem dringenden Wunsch zu nähen, sondern damit, dass ich mit den Hosentaschen von Frauenhosen unzufrieden bin. Unzufrieden ist ein milder Ausdruck – wenn du mich mal richtig zürnend erleben willst: sprich mich auf Hosentaschen an 😉 Ich habe viele Nachmittage in verschiedensten Bekleidungsgeschäften verbracht um eine brauchbare Hose zu finden – immer erfolglos. Was mache ich mit einer Hose, in der ich mein Handy nicht einstecken kann? Ich erspare euch jetzt weitere Hasstiraden (es kommt sicher noch ein weiterer Artikel über Hosentaschen) und spule weiter vor. Irgendwann habe ich dann entschieden das Problem selber anzugehen und meine existierenden Hosen (alle mit zu kleinen Hosentaschen), selber zu “reparieren”. 

Ran ans Werk! Für die ersten Versuche habe ich die Nähmaschinen von der Schwiegeroma und die einer Freundin verwendet, doch nichts hat richtig funktioniert. 4 Lagen Stoff waren schon das Höchste der Gefühle und so richtig gleichmäßig und gerade wurde auch nichts. 

Dann zweifelte ich erstmal an meinen Fähigkeiten und legte meine Hosentaschenverbesserungsversuche auf Eis. So richtig losgelassen hat mich das ganze nicht und ich habe immer ein bisschen recherchiert. Ausschlaggebend war dann für mich ein Blogpost (wenn ich den wieder finde, verlinke ich ihn hier!) in dem eine Nählehrerin geschrieben hat, dass jeder nähen lernen kann und dass es bei den Leuten in ihren Nähkursen immer an der schlechten Nähmaschine gescheitert ist!

Bei einem Cocktailabend mit Schwester und Schwägerin habe ich mal wieder über Hosentaschen geschimpft und dass es irgendwie super wäre, wenn man das Problem selber beheben könnte.

Und tada, am nächsten Vormittag schickt mir die Schwägerin eine Nachricht, dass es beim Diskonter eine Nähmaschine im Angebot gibt. Das konnte eigentlich kein Zufall mehr sein und ich glaubte schon ans Schicksal, weswegen ich nach nur kurzem Überlegen entschieden habe, dass das meine Nähmaschine werden würde.

Die Nähmaschine vom Diskonter

Fadeneinfädler, Knopflochfunktion, Knopfannähfunktion, brauchbare Nähgeschwindigkeiten, viele verschiedene Nähfüße, zig Stiche – was will man mehr? Gleich mal eine Hosentasche genäht und ich war begeistert – so eine tolle Nähmaschine! Das Nähfieber hat mich gepackt und mein Lager an Zubehör und Stoffen und meine Liste an Ideen ist immer länger geworden.

Typische Anfängeprojekte sind Polster (vor allem Hunde beschweren sich nicht über schiefe Nähte), Utensilos und Nähkissen.

Kein Wunderwerk, aber immerhin Platz für ein Handy…
Die ersten Hosentaschen in Planung…
Ein Nähkissen und ein Utensilo für Näh”müll”.
Hundepolster sind immer erwünscht.
Passende Polster für unseren selbst überzogenen Sessel.

Besonders stolz bin ich auf das neue Halsband für Helix 🙂

Für einfache Sachen wie Polster aus Baumwollstoffen und auch zum Jeans kürzen (viel einfacher als gedacht), ist eine Nähmaschine vom Diskonter meiner Meinung nach(*) vollkommen ausreichend. Bei schwierigeren Projekten als den hier vorgestellten (darüber werde ich mal extra berichten), bin ich allerdings an die Grenzen der Maschine gestoßen. Vor allem mehrere Lagen dicker Jersey-Stoff scheinen ihr den Gar auszumachen 😉

(*) Wenn man mit Nähprofis und Verfechtern von teureren Maschine spricht, haben solche Maschinen gar keine Daseinsberechtigung.

Nach wenigen Wochen merkt man auch schon wie es um die Qualität so einer Maschine steht – gar nicht gut. Zumindest nicht, wenn man so wie ich plötzlich 3-4 mal in der Woche verschiedenste Materialien (Oxford-Gewebe, dicke Jersey-Stoffe, dicke Gummibänder, Jeansstoff, …) näht. Die Maschine ist auch schon lauter geworden und zum Beispiel der Fadeneinfädler ist immer wieder runter gefallen. Um lange eine Freude am Nähen zu haben, habe ich mich deshalb entschlossen die Nähmaschine innerhalb der 3-Monate Frist noch zurück zu geben und mich für eine passendere Maschine zu entscheiden.

Die Katzentante näht weiter: Episode 2

Die Suche nach der neuen Nähmaschine – schwieriger als gedacht. Lange Internetrecherchen haben mich zu dem Schluss gebracht, dass es für jede Marke unendlich viele positive und negative Meinungen gibt. Man bekommt nur einen ungefähren Überblick welche Funktionen es überhaupt gibt. Deswegen ging es dann zum lokalen Nähmaschinenexperten Lampl, der mich top beraten hat und mir meine neue Pfaff-Maschine verkauft hat.

Mit dieser Maschine und dem tollen Zubehör werde ich lange eine Freude haben.

Aber dazu in einem weiteren Blogpost mehr, ich hab schon lange genug geschwafelt 🙂

Blauschimmelkäse

Ein schon länger von mir geplantes Projekt war es Blauschimmelkäse selber zu machen. Ende letztens Jahres war es dann endlich so weit! Ich habe mir alle Zutaten auf kaese-selber.de besorgt und das Blauschimmelkäse-Rezept probiert. Der Versuch dauert zwar 2-3 Wochen bis man das Ergebnis kosten kann, aber es war ein voller Erfolg!

Von der Webseite habe ich nun schon einige Rezepte gemacht, da es für Anfänger sehr ausführlich erklärt ist, doch sind einige Dinge meiner Meinung nach nicht notwendig. Auch wird viel Zubehör angepriesen, das man nicht wirklich braucht. Meine nächsten Käse-Experimente werde ich daher wie im Buch Käsen beschrieben machen.

Zutaten für die Blauschimmelkäse-Herstellung

5 L Milch
1 Becher Schlagobers
1 ml (ca. 40 Tropfen) Calciumchlorid
1/2 TL (0,5 g) TME Kultur
1/2 TL (0,5 g) PCR Penicillium Roqueforti (Blauschimmel)
1 ml (ca. 40 Tropfen) Lab
Salz
1/2 TL PC Penicillium Candidum (Weißschimmel)

Alle Zutaten für die Blauschimmelkäse-Herstellung.
Alle Zutaten für die Blauschimmelkäse-Herstellung.

Die wichtigste Zutat: Milch

Die Milchmenge erscheint vielleicht viel, aber es fällt viel Molke weg und am Schluss werden ca. 600 g Käse überbleiben. Wichtig ist, dass die Milch möglichst viel Fett hat (mind. 3,5%) und eine normale Vollmich (nicht “länger frisch”) ist. Wenn möglich kann man auch darauf achten, dass es eine Heumilch ist. Wenn sie noch nicht pasteurisiert ist, sollte man das selber machen.

Die Kultur

Eigentlich bräuchte man für das Rezept eine TME Kultur (wie oben angegeben), ich habe mich allerdings verlesen und ME-Kultur verwendet.

1/2 TL == 0,5g?

Als ich die Kulturen mit dem Teelöffel abgemessen habe, musste ich feststellen, dass die Mengenangaben nicht ganz schlüssig sind. Es war angegeben 1/2 TL oder 0,5 g, doch ist ein halber Teelöffel viel mehr als ein halbes Gramm. Da ich keine Feinwaage habe und auf Nummer Sicher gehen wollte habe ich mich dann an die Angabe 1/2 TL gehalten.

Zubehör

1 großen Kochtopf (etwas mehr als 5 L)
Thermometer
Einen Bruchschneider (es genügt auch ein langes Messer)
Eine Käseharfe für horizontale Schnitte (ich habe mir etwas aus Draht gebastelt)
Käseformen mit Pressdeckel (oder Frischhaltefolie)
Reifebox
Metallspieß

Die Reifebox

Man kann im Internet Reifeboxen für zu Hause kaufen, das ist aber meiner Meinung nach nicht notwendig. Wenn man neben den teuren Zutaten auch noch 50 Euro für eine Reifebox investiert, wird der Spaß echt teuer 😉 Ich habe zufällig einen großen Plastikbehälter, der sich ganz einfach auf eine Reifebox umbauen ließ. Mit umgedrehten Eiswürfelbehältern und einem Gitter, dass bei dem Behälter dabei war, konnte ich die perfekten Reifebedingungen schaffen (weiter unten kommt dann ein Bild).

Die Käseformen

Die Käseformen sollten laut Anleitung gerade sein. Ich hatte nur konische (oben breiter als unten) zu Hause und das hat auch wunderbar funktioniert. Da ich für meine Käseformen keine Pressdeckel mehr hatte, habe ich sie mit Frischhaltefolie umwickelt.

Und so geht’s!

Schlagobers und Milch in den Topf geben und auf 35°C erwärmen. Dabei immer wieder umrühren, da sonst unten die Milch zu warm wird und oben noch kalt ist.

Ca. 40 Tropfen Calciumchlorid in wenig (ca. 1 EL) kaltem Wasser auflösen und zur Milch geben. Das verbessert angeblich die Gallertfähigkeit.

Nun wird 1/2 TL TME Kultur und 1/2 TL PCR Penicillium Roqueforti (Blauschimmel) der Milch hinzugeben und gut verrührt.

Nun lässt du den Käse 45-60 Minuten vorreifen.

Das Blauschimmelpulver schwimmt auf der Milch.
Mehr Blauschimmel braucht es nicht.

Anschließend soll die Milch wieder auf 35°C erwärmt werden. Dann gibst du 40 Tropfen Lab in etwas kaltes Wasser und rührst es in die Milch. Nach dem Rühren muss die Milch sofort still gelegt werden.

Eine gute halbe Stunde später sollte das Lab schon Arbeit verrichtet haben. Mit einem Bruchschneider oder einem Messer schneidest du das “Gel” in 0,5-1cm breite Säulen. Nach weiteren 10 Minuten werden die Säulen mit einem speziellen Bruchschneider in Würfel geschnitten. Ich hatte damals das passende Zubehör noch nicht und hab einen sterilen Draht verwendet.

Der geschnittene Käsebruch.
Mehr oder wenig gerade Schnitte.

Jetzt rührst du für 90 Minuten alle 15 Minuten vorsichtig um.

Zum Abfüllen in die Käseformen sollte die Flüßigkeit wieder auf 35°C erwärmt werden. Das habe ich allerdings vergessen. Ich weiß nicht, was es ändert, eventuell löst sich dann die Molke besser vom Rest und ergibt mehr Käse. Funktioniert hat es aber trotzdem 🙂 Mit einem Schöpflöffel und einem Schaumlöffel haben wir zu zweit die Käseformen befüllt. Den Schaumlöffel haben wir deswegen verwendet, damit gleich möglichst viel Molke zurück bleibt. Auch wenn man es vielleicht von anderen Käsen kennt, sollte hier kein Druck auf die Käseformen ausgeübt werden, denn der Blauschimmel braucht Kanäle um zu wachsen. Die Formen habe ich mit Frischhaltefolie oben zu gemacht und auf das Gitter in die Reifebox gestellt. Die Frischhaltefolie (oder wenn man einen Deckel hat) braucht man, weil die Formen mehrmals umgedreht werden müssen. Ich vermute das macht man damit die Molke gleichmäßiger abfließen kann.

Das erste Mal wendet man die Form nach 60 Minuten. Dann weitere drei mal nach je 30 Minuten. Danach soll der Käse noch weitere 7-10 Stunden abtropfen.

Der Käse in den Käseformen.

Der Käse ist nun in der Käseform und mit Frischhaltefolie zugedeckt.
Frischhaltefolie funktioniert auch, wenn man keinen Deckel mehr hat.

Ich mit meiner "Reifebox".
Die Vorfreude ist groß!

Am nächsten Tag nimmst du den Käse aus den Formen. Überschüssige Ränder solltest du weg schneiden. Jetzt schneidest du den Käse in ca 2 cm dicke Scheiben. Dabei solltest du vorsichtig sein, da sonst einzelne Brösel abbrechen können. Laut Rezept würden nun 10 g Salz reichen um den Käse einzusalzen. Ich bin mit dieser Menge nicht weit gekommen und habe einfach nach Gefühl mehr verwendet. Dem Geschmack schadet es sicher nicht, eher im Gegenteil. Dazu streust du einfach Salz auf alle Seiten des Käses und verstreichst es gut. Um die runde Außenseite zu salzen kannst du den Käse vorsichtig auf einem salzigen Brett rollen. Anschließend kommt der Käse wieder für wenige Stunden in den Kühlschrank.

8 schöne Käselaibe in der Box.

Damit der Blauschimmelkäse genug Luft zum Wachsen hat, sticht man mit einem Metallspieß rundherum Löcher in den Käselaib (du musst nicht durchstechen). Ich habe auf allen Seiten im Abstand von ca 1,5-2 cm Löcher gestochen. Wahrscheinlich hätten es noch mehr sein können. Auch dabei muss man wieder aufpassen, dass man nicht zu viel abbröselt.

Der "Luftkanalstecher" - einfach ein Metallspießchen.

Rundherum werden Löcher in die Laibchen gestochen.

Im letzten Schritt vor der Reifung wird der Weißschimmel aufgetragen. Das Pulver wird in etwas Wasser aufgelöst. Ich habe wie in der Anleitung 250 ml Wasser verwendet, aber das war viel zu viel und ich musste dann einiges an Bakterien wegschütten. Die Hälfte an Wasser reicht auch. Die Bakterien pinselst du vorsichtig auf alle Seiten der Käselaibe. Es sollte nie zu viel auf einmal auf den Käse tropfen damit die Kanäle des Blauschimmels nicht verstopft werden.

Als Reifebox habe ich eine große Aufbewahrungsbox verwendet. Da war praktischerweise auch ein Gitter dabei, auf das ich die Käselaibe stellen konnte. Unten kommt etwas destilliertes Wasser mit Salz rein. Damit der Käse nicht im Wasser steht, habe ich umgedrehte Eiswürfelformen untergelegt. Den Deckel habe ich dann einfach darauf gelegt (ohne Gummidichtung). So konnte ich die erforderliche Luftfeuchtigkeit (ca. 90%) problemlos erreichen. Zum Reifen habe ich den Käse dann ins Kellerabteil gestellt.

Nun muss man nur noch den Käse alle zwei Tage wenden (ich vermute das trägt zum gleichmäßigeren Schimmelwachstum bei). Bei mir hat es ca. 14-18 Tage gedauert aber je nach Umgegungstemperatur (wenn es wärmer ist), kann es auch schneller gehen. Ab Tag 12 habe ich den Käse gekostet und die letzten Laibe dann am 18. Tag geerntet. Ob er fertig ist, kann man anhand von Schimmelrasen und Geruch entscheiden 🙂

Die Reifebox mit den Käselaibchen.
Unten kommt etwas destilliertes Wasser mit Salz rein.

Ein fertiger Käse auf einem Jausenbrett.

Ein angeschnittener Käse auf dem Jausenbrett.
Die erste Portion habe ich nur 12 Tage reifen lassen, deswegen ist innen noch ein fester Kern.

Ein angeschnittener Käse auf dem Jausenbrett.

Ein angeschnittener Käse mit gut sichtbarem Blauschimmelkanal.
Hier sieht man wunderschön den Blauschimmelkanal.

Surface Cover Marke Eigenbau

Vielleicht könnt ihr euch ja noch an das Surface 3 erinnern, das ich vor 1,5 Jahre bei einem Gewinnspiel auf der AmbassadorBase gewonnen habe, erinnern? Da es schön langsam sichtbare Kratzspuren auf der Rückseite bekommen hat und ich nicht immer meine Hülle dabei habe, habe ich beschlossen ein Cover dafür zu basteln. Patrick hatte noch einiges an schönem Furnierholz von einem seiner Projekte übrig (vielleicht berichtet er ja mal darüber 😉 ) und er hat mir einige Tipps gegeben und einiges gezeigt, da definitiv er der Holzwurm von uns beiden ist.

Materialien

Furnierholz (0,5 mm)
1 Blatt starkes Papier
Doppelseitiges Klebeband
Kreppband
Lackspray

Werkzeug

Stanley-Messer
Schere
Furniermesser und/oder Furniersäge
Ständerbohrmaschine
Bandsäge
Bleistift
Stahllineal

Surface Cover basteln

Im ersten Schritt habe ich das Tablet auf ein Blatt starkes Papier gelegt und den Umriss nachgezogen. Die Vorlage habe ich dann ausgeschnitten. Beim Aufzeichnen und Schneiden sollte man schon ziemlich genau arbeiten.

Unser Furnierholz war etwa 15 cm breit und lang genug für mehrere Tablet Cover. Deshalb haben wir zuerst 2 Streifen herunter geschnitten, die genau die Länge vom Tablet haben (zum Anzeichnen kann man natürlich die Schablone verwenden).

Dieser Schnitt ist quer zur Holzmaserung. Zum Schneiden legt man am besten ein Stahllineal an die Linie und verwendet ein Furniermesser oder eine Furniersäge.

Anschließend wird die Breite mit Hilfe der Schablone eingezeichnet. Damit beim Schneiden mit der Bandsäge nichts einreißt, haben wir zuvor ein Paketband an die betroffene Stelle geklebt (außerdem sieht man den Bleistift besser und kann ihn spurlos wieder entfernen).

Ich beim Surface Cover basteln!
Hoch konzentriert!

Dieser Schnitt wird wie schon erwähnt mit der Bandsäge durchgeführt. Das haben wir deshalb so gemacht, weil der Schnitt entlang der Maserung verläuft und dadurch die Gefahr, dass das Messer sich “vergeht”, recht groß ist.

Beim Herunterziehen des Klebebandes muss man ganz vorsichtig sein, damit man nicht zu viele Holzfasern heraus reißt.

Ich ziehe das Klebeband ganz vorsichtig herunter.
Das Klebeband vorsichtig herunter ziehen.

Anschließend kann man die Ecken mit Bleistift nachziehen. Für das runde Eck haben wir dann nicht die große Schablone genommen (da waren die Ecken nicht gleichmäßig genug), sondern haben noch extra eine Schablone mit dem richtigen Radius gezeichnet und neu ausgeschnitten. Anschließend wird die Rundung auf des Holz übertragen und am besten mit einer Schere ausgeschnitten. Vorsichtig, sonst muss man noch mal ein Furnierstück herunter schneiden 😉

Der schwierigste Teil war es, das Loch für die Kamera und das Mikrofon auszuschneiden. Dabei muss man aufpassen, dass man es auf der richtigen Seite anzeichnet 😉 Auch hier habe ich wieder Klebeband darüber geklebt, damit beim Bohren nichts einreißt. Patrick hat dann die beiden Löcher mit der Ständerbohrmaschine mit einem 5 bzw. 1 mm Bohrer gebohrt. Wichtig ist dabei eine hohe Drehzahl zu wählen, und das Furnierstück zwischen zwei Holzstücke (Reste zum Wegwerfen) zu klemmen, damit nichts ausreißt.

Patrick passt die erste Hälfte an!
Patrick passt die erste Hälfte an!

Zum Befestigen haben wir einfach ganz dünnes doppelseitiges Klebeband verwendet. 2 Streifen waren etwas breiter als ein Furnierstück, den Rest kann man einfach mit dem Stanley-Messer oder der Schere wegschneiden. Beim Aufkleben ist es am einfachsten wenn man auf einer Seite beginnt und das Klebeband in die andere Richtung ausstreift damit keine Blasen entstehen.

Patrick beim Surface Cover basteln.
Doppelseitiges Klebeband.

Vor dem Aufkleben hat Patrick die Furnier noch mit Klarlack besprüht. Das Wichtigste dabei ist der richtige Abstand (steht auf der Dose aber so in etwa 30 cm) und dass man große Bewegungen macht, damit man nie zu lange auf eine Stelle sprüht. Danach muss man im Normalfall 24 Stunden warten.

Beim Aufkleben muss man natürlich aufpassen, dass es links und rechts passt, aber auch, dass das Scharnier noch gut aufgeht. Deswegen habe ich vorher den Fuß aufgeklappt.

Klüger wäre es gewesen zuerst den Teil mit dem Kameraloch aufzukleben, damit dieser genau passt. Man muss aber so oder so an der Kante mit den eckigen Ecken ein bisschen was wegfeilen, damit die Seiten oben und unten genau abschließen.

Hier ist Genauigkeit gefragt.

Aufpassen, dass man es genau an den Rand klebt.

Das Tablet mit einer Hälfte des Covers.
Wup, Teil 1!

Das Tablet mit dem vollständigen Cover.
Wup, Teil 2!

Ostereier

Schon länger hatte ich mir vorgenommen, dieses Jahr Eier mit natürlichen Stoffen wie Pflanzen, Obst oder Gemüse zu färben. Ich habe ein bisschen recherchiert und mir eigentlich gedacht, dass es super funktionieren müsste. Die erste Farbe die mir einfiel waren rote Rüben. Die müssten ja perfekt sein zum Eier färben – ich wurde allerdings eines besseren belehrt. In diesem Post zeige ich auch, wie man Ostereier NICHT mit natürlichen Farben färbt und was es sonst noch so zum Thema Ostereier und Eierfarben zu wissen gibt. Wusstest du schon, dass es Hühner gibt, die grüne oder blaue Eier legen?

Woher kommen die Bräuche?

Ich habe mich bei meiner Recherche auch gefragt was es mit Ostereier färben und Eier pecken so auf sich hat und habe noch ein bisschen weiter gesucht.

>> Ostereier Ursprung:: Herkunft, Tradition und Bedeutung

Brauch: Eier pecken

Zum Thema “Eier pecken” habe ich hauptsächliche andere Begriffe gefunden und die klingen großteils echt lustig 😉

  • Oarhiartn
  • Oarboxn
  • Oarstoußn
  • Eiertitschen
  • Eierkicken
  • Eierpicken
  • Eierdüpfen
  • Eiertüppen
  • Eierticken
  • Eierturtschen

Entscheidend für den Ausgang eines Eierpeck-Wettkampfes ist angeblich hauptsächlich die Härte und die Dicke der Eierschale, aber auch der Winkel hat einen Einfluß.

Wer Interesse an anderen Osterspielen hat wird hier fündig.

Brauch: Eier färben

Dass Eier zum Ostergeschenk wurden, hatte ursprünglich einfach praktische Gründe. In der Fastenzeit vor Ostern waren Fleisch- und Eierspeisen verboten. Um die Eier haltbar zu machen wurden sie gekocht. Die vielen Eier wurden dann teilweise als Pachtzins an die Bauern bezahlt oder verziert und verschenkt. Anfangs färbte man die Eier hauptsächlich rot, ab dem 12. Jahrhundert dann auch in anderen Farben. (Quelle: planet-wissen.de)

Der Plan: Naturfarben

So – der Plan war, dass ich mir zwei, drei Pflanzen, Gemüse- oder Obstsorten raussuche, mit denen ich Eier färben könnte. Das erste auf meiner Liste waren rote Rüben. Bei meiner Recherche habe ich dann noch eine Seite gefunden, die viele verschiedene Naturstoffe auflistet. Davon habe ich noch Heidelbeeren und Safran ausgewählt. Laut Anleitung muss man die jeweilige Zutat einige Minuten kochen, dann abkühlen lassen und anschließend die gekochten Eier 30 Minuten in den Farbsud legen.

Die roten Rüben zerkleinerte ich mit der Reibe und die Safranfäden kam direkt so ins Wasser wie sie in der Packung waren. Bei den Heidelbeeren war auf den ersten Blick klar, dass die nichts färben würden, die waren innen komplett weiß. Da bräuchte es wohl Wald-Heidelbeeren.

Der Safran färbte die Eier ein bisschen, allerdings nicht annähernd so schön wie ich es mir vorgestellt hatte. Der rote Rüben Sud zeigte gar keine Wirkung. Auch der Versuch, die Eier noch mal mit Essigwasser abzuwaschen (das sollte die Schalen etwas aufrauen), half nichts.

Rote Rüben – Versuch II

Laut der Anleitung von der Seite oben sollte der selbst hergestellte Farbsud die Eier schön färben. Dem war nicht so. Da rote Rüben normalerweise alles unendlich arg rot färben, haben wir uns gedacht, dass es ohne Auskochen vielleicht so besser funktionieren würde. Patrick hat die übrigen roten Rüben dann püriert und mit etwas Wasser verdünnt. Das hat die Eier allerdings auch gar nicht beeindruckt und sie waren genau so weiß wie am Anfang.

Das war wohl nix 😦

Das war’s wohl mit meinen Naturfarb-Versuchen! Da bleib ich lieber bei den natürlich grünen Eier von den braven Hühnern von Oma.

Natürlich grün: Grünleger Hennen

Hühnereier in verschiedenen Farbtönen (ungefärbt).
Auch ungefärbt sind Hühnereier abwechslungsreich 😉

Wie ich schon vermutet hatte, hängt die Eierfarbe von den Genen der Huhnes ab, das das Ei gelegt hat. Es gibt weiße, grüne, blaue und braune (viele Abstufungen) Eier. Von Haus aus wären die Eier weiß, aber wenn ein Huhn die Genanlage für eine bestimmte Farbe hat, kommen beim Gang durch den Eileiter (dauert etwas 26 Stunden) Farbpigmente auf die Schale. Braune Eier sind innen weiß, blaue und grüne Eierschalen sind durchgehend gefärbt. Grüne Eier entstehen dadurch, dass ein Huhn die Gene für braune und blaue Eier hat und die Farben sich überlagern.

Das kommt raus wenn man Hühner und Hähne dieser Farben kreuzt. (Quelle)

Zu viele Eier übrig – was tun?

Wenn zu viele Eier da sind, hängen sie einem spätestens ein paar Tage nach Ostern raus. Wegwerfen geht aber auf keinen Fall. Ich hab mir vorbeugend schon mal eine Liste an Eiaufstrich-Rezepten rausgesucht, die wirklich lecker aussehen. Ein cooles Eierrezept, das meine Schwiegermama öfter macht, sind gefüllte Eier. Das Rezept hab ich noch nicht, aber ein ähnliches habe ich hier bei ourfoodcreations gefunden.

Was macht ihr mit den übrigen Eiern?

Quellen & Andere Links

Frischkäse selber machen und ein bisschen Käsekunde

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, probiere ich gerne neue Dinge aus und so hatte ich vor kurzem die Idee Frischkäse selber zu machen. Das benötigte Lab dafür habe ich im Internet bestellt.

Man benötigt:

15-20 Tropfen Labessenz
1 L Kuhmilch
1 festes Geschirrtuch

Man kann sich natürlich allerlei Zubehör kaufen, z.B. ein Käsetuch, Käseformen, Calciumchlorid (verbessert angeblich die Labwirkung) aber wenn man das alles nur mal ausprobieren will, reichen diese drei Dinge vollkommen aus. Praktisch ist, wenn die Milch möglichst fett ist und sie sollte auf keinen Fall eine “länger frisch” Milch sein.

Frischkäse selber machen

Die ursprüngliche Idee Frischkäse zu machen hatte ich weil ich die Anleitung im Heft Food & Farm gesehen habe (mehr dazu weiter unten). Im Internet haben wir auch mehrere Anleitungen gefunden, die alle relativ kompliziert und umständlich gewirkt haben. Schlussendlich haben wir uns von Oma beraten lassen, die hat damit schon genug Erfahrungen gemacht 😉

Die Milch wird auf 30°C erhitzt. Dafür verwenden wir unseren Bratenthermometer um sicher zu gehen. Anschließend werden 15-20 Tropfen Labessenz dazu gegeben. Anschließend haben wir die Milch über Nacht in der Küche (an einem warmen Platz) stehen lassen.

Frischkäse selber machen.
Die Milch muss erwärmt werden.

Frischkäse selber machen.
15-20 Tropfen Labessenz.

Am nächsten Tag in der Früh konnte man schon sehen, dass die Milch relativ fest wird. Damit man es leichter ausdrücken kann, schneidet man die Menge in kleine Würfel. Es wäre praktisch wenn man es noch kleiner schneidet als man auf meinen Fotos sehen kann aber später ist man immer klüger 🙂 Als nächstes wird das Geschirrtuch in einen Kochtopf gelegt und die Masse hinein gegossen. Im Heft steht zwar, dass das leicht auszudrücken ist, aber das war schon relativ anstrengend und es ist echt praktisch wenn man zu zweit ist. Wir haben sogar zwischendurch nochmal die ganze Masse vom Geschirrtuch “gekratzt” und neu eingefüllt, da ist dann nochmal einiges an Molke heraus geronnen.

Schlussendlich sind aus 1L Milch ca. 200 g Frischkäse geworden. Jetzt verstehen wir auch warum in jeder Onlineanleitung immer mindestens 5L Milch als Ausgangsprodukt verwendet wurden 🙂

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Um die ganze Arbeit, die man sich gemacht hat, auskosten zu können, würde ich den Frischkäse nicht einfach für ein Wurstbrot verwenden wo dann der gute Geschmack untergeht. Am besten schmeckt eine Scheibe Schwarzbrot mit dem selbst gemacht Käse, den man ein bisschen salzt und vielleicht ein paar Kräuter oder Schnittlauch darauf gibt.

Das Magazin Food & Farm

Wenn ich ein bisschen Wartezeit am Linzer Bahnhof habe, schaue ich immer ins Zeitschriftengeschäft. Dort ist das letzte Mal mein Blick auf die Erstausgabe von Food & Farm gefallen, die mir sofort zugesagt hat. Mit einer Spezialausgabe über Kartoffeln und einer Doppelseite über Rindfleisch trifft das Heft genau meinen Geschmack. Es enthält auch sonst viele interessante Reportagen über verschiedene Themen, die mit Essen, dem eigenen Garten und selber machen zu tun haben. Ich war so begeistert, dass ich mir gleich die nächsten 3 Hefte bestellt habe!

Frischkäse selber machen.
Die Anleitung im Food & Farm.

Käsekunde

Bis ich mich ein bisschen mit Frischkäse machen beschäftigt habe, wusste ich eigentlich nicht sonderlich viel über Käse, außer, dass es extrem viele Sorten gibt.

Milch + Lab = Käse + Molke

Für Frischkäse braucht man wirklich nicht mehr als Milch und Lab. Lab wird aus dem Magen von jungen Widerkäuern (z.B. Kälbern) gewonnen solange sie noch Milch trinken. Lab besteht aus verschiedenen Stoffen, die dabei helfen das Milcheiweiß auszufällen. So wird die Molke von dem getrennt, was wir dann als Frischkäse verwenden. Da hier noch keinerlei Reifung passiert, schmeckt der Frischkäse nicht nach viel.

Er ist außerdem im Kühlschrank ohne jegliche Zusatzstoffe nur 3-5 Tage haltbar.

Frischkäse selber machen.
Traumhafter Frischkäse!

Frischkäse selber machen.
Molke.

Andere Sorten herstellen

Wenn man z.B. Hartkäse herstellen möchte, ist das schon um einiges aufwändiger. Neben dem Lab wird auch noch die richtige Käsekultur benötigt. Die Käsekultur sorgt dafür, dass der Käse bei der Reifung den gewünschten Geschmack entwickelt. Es wird empfohlen dafür eine Reifebox zu verwenden, damit die Luftzirkulation passt und sich kein Fremdschimmel ansetzen kann. Je nach Sorte kann die Reifung verschieden lange dauern, bei einem Hartkäse sind es ca. 3 Monate. Außerdem wird während der Reifung täglich ein Schmierbakterium aufgetragen, das dafür sorgt, dass eine Rinde entsteht. Zur genauen Anleitung auf kaese-selber.de

Mozzarella zu erzeugen ist zwar nicht so zeitintensiv aber man muss nach dem Reifprozess (wenige Stunden) in mehreren Schritten Kugeln formen und immer wieder kneten. Zur genauen Anleitung auf kaese-selber.de

Ein kleines Projekt, das mich selber sehr interessieren würde wäre es Blauschimmelkäse selber zu machen. Dazu benötigt man neben Lab und einer Weichkäsekultur ein spezielles Bakterium für Blauschimmelkäse. Die Reifung dauert ca. 10-14 Tage. Wenn man möchte kann man mit einer Weißschimmelkultur außen eine Schicht Weißschimmel auftragen. Mir fließt schon das Wasser im Mund zusammen 😉 Hier geht es zur Anleitung auf kaese-selber.de

Weitere Informationen findet man hier.

Netflix Socks Part 1: Set up the Arduino

Some weeks ago Netflix posted a cool project on their website, Netflix socks that will pause your show when you fall asleep. Since I fall asleep a lot during watching TV, I thought this was a cool idea for a small project. In this post I’ll show you how to set up the Arduino for this and other projects. In the first few days of working with the Arduino I already learned a few really useful things.

The first steps for me were to get all the necessary hardware, setup my computer with the software and create some small test programs because I have never used an Arduino before. This post will give an introduction to coding an Arduino, the next posts will focus on using an accelerometer, sending IR signals and finally putting all the parts together to create Netflix socks.

You can follow my progress on github.

Hardware

I did not get the exact same hardware as suggested by Neflix, this is my list:

Big amounts of cables, LEDs, resistors and so on can usually be bought in sets like this Starter Kit. If you don’t have an Arduino yet you might consider buying and Arduino Starter Kit.

For the first steps I built a test setup on a breadboard. Patrick soldered the Teensy and the accelerometer to separate pin strips which can be plugged into the breadboard. For testing I used a green LED instead of the IR LED. The resistor added up to 250 Ohm which was a bit too much for the green LED but I guess it’s better to be on the safe side 🙂 The green LED was connected to pin 23.

Test setup (vh)
Test setup (vh)

Software setup

I am using a Mac so I got the Mac versions of all programs I need. But the installation should be analogue on Windows and Linux. The first thing you need is the Arduino IDE.

To be able to use a Teensy you need two additional programs:

You need to check which versions of Arduino are supported by Teensyduino. When I wrote this post the newest version of Arduino (1.6.8) was not supported so I installed an older version (1.6.7).

First steps

When you open the Arduino IDE the first time and create a new sketch, you will see that the program consists of two methods:

  • void setup() { … } Here you put the code that is run once, e.g. initialisations, setting the mode (INPUT, OUTPUT) of pins, …
  • void loop() { … } Here you put the code that is executed forever (like in a while(TRUE) loop). This can be code to observe some ports, blink a LED, do something if an input changes …

One thing that is very useful is a pinout that tells you how to reference each pin in the code and whether they are analogue, digital and several other properties.

Teensy 3.1 Pinout. Source: https://www.pjrc.com/teensy/pinout.html
Teensy 3.1 Pinout. Source: https://www.pjrc.com/teensy/pinout.html

The first program I wrote was used to turn the green pin on, reduce the brightness to about 50% and then turn it off again. For this purpose I need an analogue pin which is capable of pulse width modulation (PWM). Therefore I checked the pinout and choose one of the available pins.

int greenPin = 23;

void setup() {
  pinMode(greenPin, OUTPUT);
}

void loop() {
  analogWrite(greenPin, 255);
  delay(500);
  analogWrite(greenPin, 125);
  delay(500);
  analogWrite(greenPin, 0);
  delay(500);
}

For testing purposes you can also use pin 13, which is a LED that’s directly on the Teensy 3.1.

Adding libraries

Sometimes it is necessary that you add a library instead of writing everything yourself. For my project I will need a library for the accelerometer and also for the IR LED. I found two on github:

You can add a library with the following steps:

  1. Download the library as a .zip
  2. Place it in the directory Arduino/libraries (on a Mac this is in the Documents directory)
  3. Go to the Arduino IDE
  4. Click Sketch > Include library > Add .ZIP library > Select your .zip directory
  5. Later you can add a library to your project from the list at Sketch > Include library

Use the console for debugging and output

Often it is useful to print debug information, e.g. the values measured by a sensor. I wrote a short program to show how to do this.

int greenPin = 23;

void setup() {
  // put your setup code here, to run once:
  Serial.begin(9600);
  pinMode(greenPin, OUTPUT);
}

void loop() {
  // put your main code here, to run repeatedly:
  Serial.print("Hello World!\n");
  analogWrite(greenPin, 125);
  delay(500);
}

Go to Tools > Serial Monitor and a console will pop up that displays everything your Arduino prints.

"Hello World!" printed by my Arduino
“Hello World!” printed by my Arduino

It might be necessary to change some settings to make the serial output work. I am not completely sure which are necessary but the next screenshot shows the settings I have with which it works.

My settings under "Tools" (vh)
My settings under “Tools” (vh)

Summary

In this post I showed you how to set up the Arduino which is the basis for my “Netflix Socks” project. New posts will be collected under the tag netflix-socks.

So wird dein Mini-Van zum Campingmobil!

Kurz vor unserer Abreise hatte Patrick noch die super Idee, dass wir aus unserem Auto eigentlich ein Campingmobil machen könnten. Dass wir eine Matratze mitnehmen würden war sowieso klar, da im Auto relativ viel Platz ist, wenn man die hinteren Sitze herausnimmt. Problematisch war da eigentlich nur die Stufe (im Fußraum der Rücksitze) und dass wir am Abend immer hin und her räumen müssten, damit auf der Matratze Platz zum Schlafen wäre.

Aus ein wenig Holz und mit den geeigneten Werkzeugen lässt sich aber relativ schnell (3-4 Stunden) ein Bett bauen unter dem man Klappboxen mit Campingzubehör, Zelt, Schlafsäcke, Campingsessel usw. verstauen kann. In unserem Auto (Renault Scénic) geht es sich sogar genau aus, links vom Bett den Campingkühlschrank hin zu stellen, für den es hinten sogar eine Zigarettenanzünderbuchse gibt um ihn mit Strom zu versorgen.

Falls euch interessiert womit wir in der Zwischenzeit unterwegs sind (dieser Artikel ist ja nun schon 5 Jahre alt), schaut doch zu diesem Artikel, in dem ich unseren Bulli vorstelle oder zu unserem Heckausbau.

Materialien

Holz (Pfosten und Bretter, z.B. Sichtschalung)
Schrauben
Schnur
altes Leintuch
Wäscheklammern

Werkzeuge

Akkuschrauber
Kreissäge
Hobelmaschine
Ständerbohrmaschine

Und so haben wir den Camping Van gebaut

Als erstes haben wir die Sitze so eingestellt, wie wir sie zum Fahren brauchen. Unsere Messungen haben ergeben, dass sich ein Gestell mit einer Länge von 1.60 m ausgeht. Nach ein paar groben Überlegungen haben wir uns auf die Suche nach übrigem Holz gemacht und sind am Heuboden fündig geworden:

  • ein Pfosten mit den Maßen 180 x 20 x 5 (cm)
  • 3 Sichtschallungsbretter mit einer Tiefe von 20 cm und einer Länge von 3-4 m

Camping Van - Patrick's Skizze (pp)
Patrick’s Skizze (pp)

Den Pfosten haben wir mit der Hobelmaschine auf eine Dicke von 48 mm gehobelt und dann mit der Kreissäge in 4 Teile zu je 46 mm geschnitten. Aufgrund unserer Abmessungen benötigten wir dann je 2 Stücke zu 1600 mm (Teil A), 394 mm (Teil B), 804 mm (Teil C) und 214 mm (Teil D).

Als nächsten Schritt werden in Teil A an beiden Seiten 2 Löcher gebohrt und dann die Füße vom Bett (Teil B und Teil C) fest geschraubt. Diesen Schritt wiederholt man mit den anderen 3 Teilen A, B und C.

Anschließend muss man Löcher für die Querstreben in die fertigen Seitenteile bohren. Hinten (vom Auto aus gesehen) haben wir die Querstrebe 54 cm herein versetzt, dann haben unter dem Bett genau zwei Klappboxen Platz. Vorne haben wir die Querstrebe gleich nach den Füßen festgeschraubt.

Camping Van - Kleiderschrank im Kofferraum
Kleiderschrank

Als nächstes werden die Bretter auf eine Länge von 90 cm abgeschnitten. 3 Bretter werden einfach von unten mit einer Leiste zusammen gemacht, und auf das Bett gelegt, damit man die Klappboxen gut erreichen kann. Die anderen Bretter werden nach der Reihe aufs Bett geschraubt (unser Bretter haben Nut und Feder und man braucht ein Brett mehr, da man ca. 2 cm pro Brett verliert).

Camping Van - Gemütliches Campingbett!
Gemütliches Campingbett!

Camping Van - Campingkühlschrank
Campingkühlschrank

Camping Van - Test sitzen ;)
Test sitzen 😉

Camping Van - Stromverteiler
Stromverteiler

Camping Van - Navi mit Halterung
Navi mit Halterung

Camping Van - Küche
Küche

Camping Van - Büro
Büro

Vorhang

Damit unser Campingmobil noch etwas kuscheliger wird und uns nachts nicht plötzlich ein Elch hereinschaut, haben wir uns noch aus zwei alten Leintüchern einen Vorhang gebastelt. An den Haltegriffen über den Fenstern und vorne haben wir eine Schnur befestigt. Ein Leintuch wurde halbiert und dient jetzt rechts und links mit Wäscheklammern befestigt als Vorhang. Ein weiteres Leintuch befestigen wir einfach im Spalt der Heckklappe.

Jetzt brauchen wir nur noch abends bevor wir schlafen gehen die Sitze nach vorne schieben und es ergibt sich eine Liegefläche von 180 cm, eindeutig ausreichend für uns. Dieser Plan lässt sich sicher leicht auf andere Autos umbauen, indem man einfach die richtigen Maße ermittelt.

Fertig ist der Camping Van!