Sloppy Pie

Als wir vor Kurzem einen Shepherd’s Pie gebacken haben, kam uns die geniale Idee, alle unsere Lieblingszutaten/-gerichte zu einem neuen Gericht zu kombinieren: Eine Schicht Sloppy Joes, eine Schicht BBQ Sauerkraut und eine Schicht mit Käse überbackene Kartoffelscheiben.

Zutaten

(ergibt ca. 2 Portionen)

  • 1 Portion Sloppy Joes (im Wesentlichen Faschiertes mit Tomatensauce und einigen Gewürzen)
  • Sauerkraut
  • BBQ-Sauce(n)
  • 3 – 4 große Kartoffeln
  • Käse (z.B. Gouda)

Stage 1: Sloppy Joes

Für die erste Schicht haben wir eine Portion Sloppy Joes (Rezept) aus 300g gemischtem Faschierten vorbereitet. Dieses Mal habe ich die Menge wieder genauso wie im verlinkten Rezept zubereitet. Wir kochen dieses Gericht nämlich öfters und haben auch schon viel mit der Zusammensetzung der Zutaten (Curry, mehr/weniger Ketchup, Zwiebeln karamellisieren, reines Rinderfaschiertes, …) experimentiert, aber für den Sloppy Pie wollte ich die klassische Würzung verwenden.

Das kommt normalerweise in eines unserer Lieblingsgerichte – Sloppy Joes.

Stage 2: BBQ Sauerkraut

Man findet online sehr komplizierte Vorgehen um BBQ Sauerkaut zuzubereiten, dabei schmeckt es auf einfache Weise auch unglaublich: eine normale Portion Sauerkraut kochen, anschließend abseihen, eventuelle Gewürze (Lorbeerblätter, Wacholderbeeren) entfernen und mit ein paar Esslöffeln BBQ-Sauce vermischen. BBQ Sauerkraut eignet sich auch perfekt um übrig gebliebenes Sauerkraut oder BBQ-Saucen aufzubrauchen.

Hier kann man sicher noch etwas kreativer werden und Liquid Smoke, geräucherten Paprika oder geräuchertes Salz zum Würzen verwenden.

Stage 3: Kartoffel-Käse-Schicht

Für die Kartoffel-Käse-Schicht werden 3 bis 4 große Kartoffeln etwas vorgekocht und in dünne Scheiben geschnitten. Käse (wir haben Gouda verwendet, aber das ist dir überlassen) grob reiben.

Zusammenbau

Wenn ihr die 3 Schichten vorbereitet habt, könnt ihr mit dem Schlichten beginnen. Wie beim Shepherd’s Pie kommt jede Schicht nur einmal dran (im Gegensatz zu einer Lasagne) und zwar in der genannten Reihenfolge: Sloppy Joes, BBQ-Sauerkraut, Kartoffel-Käse-Schicht.

Der Pie kommt für ca. 30 Minuten bei 175°C ins Backrohr bis der Käse knusprig wird.

Mahlzeit!

5 Zutaten Challenge: Bohnenburger mit Pastinaken-Granatapfel-Chutney

Für unsere Mission Österreich Aktion im Februar haben wir uns etwas Spezielles einfallen lassen: Jede von uns denkt sich 5 Zutaten aus und die andere darf damit ein Rezept zaubern!

Meine Zutaten für Lena:

  • Kartoffeln
  • Kraut
  • Topfen
  • Kreuzkümmel
  • Hirse

Und hier geht’s zu ihrem wahnsinnig leckeren Rezept: Gefüllte Hirselaibchen mit Kraut. Also auf das wäre ich nicht gekommen wie ich mir die Zutaten ausgedacht habe! 🙂

Lena’s Zutaten für mich:

  • Käferbohnen
  • Pastinake
  • Granatapfelkerne
  • Erdnussbutter
  • Minze (später ersetzt durch Petersilie)

Pastinake, Granatapfel, Petersilie, Käferbohnen und Erdnussbutter.
Meine 5 Zutaten.

Puh! Zu Beginn war ich etwas überwältigt von dieser Kombination an Zutaten, doch nach einigem Brainstorming, das von Suppe bis Dessert so ziemlich alle möglichen Gerichte abdeckte, entschied ich mich vorläufig für Bohnenburger mit Sauce. Die Idee war, dass ich wohl alle Zutaten, die ich nicht ins Patty mischen könnte, in der Sauce unterbringen würde (ich mach es mir sehr einfach, ich weiß, aber das sollte sich noch ändern!). Dann ging es mal auf Zutatensuche im Supermarkt und im Garten.

Beschaffung der Zutaten & Planänderung

Erdnussbutter hatten wir schon zu Hause. Käferbohnen und Granatapfelkerne stellten auch kein Problem dar, die gibt’s bei uns in allen Supermärkten. Etwas schwieriger stellte sich die Pastinake heraus, wir hatten zwar gehofft sie in der Gemüseabteilung vorzufinden, doch dem war nicht so. Zum Glück konnten wir im Garten noch eine auftreiben, leider waren die Wetterbedingungen an diesem Tag nicht optimal 😉 Die Minze konnten wir aber weder im Garten, noch im Supermarkt finden und deswegen habe ich Lena um eine Ersatzzutat gebeten: Petersilie! Das war dann kein Problem, die haben wir kiloweise eingefroren 🙂

Patrick beim Ausgraben der Pastinake.
Das Ernten der Pastinake war ein Kampf 😉

Da mir das mit der Sauce doch noch etwas langweilig vorgekommen ist, habe ich am Morgen bevor wir unser Gericht kochen wollten, noch etwas überlegt. Ich hatte mir schon länger vorgenommen mal ein Chutney zu probieren (ohne genauer zu wissen, was das eigentlich ist) und ein bisschen recherchiert. Meine Zutaten (Pastinaken, Granatapfel, Erdnussbutter) erschienen mir passend für ein Chutney, und alles was sonst gerne verwendet wird (Senfkörner, Koriander, Essig, Rohrzucker, Zwiebel) hatten wir zu Hause. Oft kommt auch Tahin hinein und ich habe stattdessen dann einfach die Erdnussbutter verwendet.

Anhaltspunkt für meine Chutney-Recherche: Chutney (wikipedia)

Zutaten für die Bohnenburger

Für 2 Portionen (4 Burger)

1 Dose Käferbohnen
4 kleine Erdäpfel
Petersilie
Salz, Pfeffer
1 TL Stärke

4 Burger-Buns oder Vollkornweckerl

Zutaten für das Pastinaken-Chutney

ergibt weit mehr als 2 Portionen

800 g Pastinake (bei uns ist beim Schälen sehr viel weg gefallen, am Schluss waren es etwa 400-500 g)
1 Zwiebel
1 Granatapfel
1 Apfel
150 g brauner Zucker
1 EL Ahornsirup
1-2 TL geriebene Senfkörner
1 TL Koriander
Salz
100 ml Balsamico-Essig
50 ml Essig
1-2 EL Erdnussbutter

Die geschälte Pastinake.
Monströs 😉

Wir haben für das Chutney relativ viele Zutaten verwendet, einfach weil wir sie schon zu Hause hatten. Man kann natürlich statt dem braunen Zucker auch normalen Zucker verwenden und den Ahornsirup weglassen oder eventuell durch etwas mehr Zucker ersetzen. Es reicht auch wenn man nur eine Sorte Essig verwendet.

Das Pastinaken-Chutney

Besonders stolz bin ich auf das Pastinaken-Granatapfel-Chutney. Da ich noch nie ein Chutney gemacht habe, wusste ich nicht ganz genau was da auf mich zukommen würde und vieles habe ich dann einfach nach Gefühl gemacht. Aber anscheinend kann man Chutney sowieso aus allem machen und es kann auch jede Konsistenz von flüssig bis pastös annehmen. Das bekommen wir hin!

Geschnittene Pastinake und Granatapfelkerne.
Die Hauptzutaten für das Pastinaken-Chutney.

(Jetzt kannst du schon beginnen die Erdäpfel für die Patties zu kochen, siehe weiter unten!).

Im ersten Schritt habe ich von der Pastinake alles runter geschnitten, was nicht mehr so schön war. Dadurch ist einiges weggefallen und ich habe mich mit dem Rest der Zutaten einfach an der übrig gebliebenen Menge orientiert. Anschließend wird die Pastinake in kleine Würfel geschnitten.

Auch der Zwiebel wird gewürfelt und anschließend in einem großen Topf mit Öl angebraten. Sobald er glasig ist, kannst du die Pastinaken-Würfel dazu geben.

Senfkörner im Mörser.

In der Zwischenzeit den Apfel schälen und würfelig schneiden. Höhle den Granatapfel aus. (Hier habe ich eine Videoanleitung gefunden). Ich habe den Granatapfel einfach fest auf der Arbeitsfläche hin und her gerollt, dann geviertelt und mit einem Löffel ausgehöhlt, da nicht alles von selbst raus gefallen ist.

Wenn die Pastinaken-Würfel weich sind kann man alles mit dem Balsamico-Essig und dem normalen Essig und etwas Wasser ablöschen. Den Apfel, die Granatapfelkerne und nach und nach alle restlichen Zutaten zugeben. Die Reihenfolge spielt meiner Meinung nach keine so große Rolle, also einfach die Liste abarbeiten 😉

Granatapfelkerne für das Pastinaken-Chutney.

Alle Chutney-Zutaten in einem Kochtopf.
Das Chutney ist fleißig am Dampfen.

Das Ganze muss nun mindestens eine halbe Stunde dahin kochen bis die Flüssigkeit eingekocht ist. Anfangs riecht es sehr streng nach Essig und Erdnussbutter, doch davon darf man sich nicht abschrecken lassen. Es wird genial 🙂

Da ich die Apfel- und Pastinaken-Stücke etwas kleiner wollte als wir sie zu Beginn geschnitten haben, hat Patrick alles einfach mit dem Kartoffelstampfer zerdrückt, bis die Konsistenz etwas mehr nach Sauce ausgesehen hat.

Fertig ist das Pastinaken-Granatapfel-Chutney!

Die Bohnenburger

Ich muss zugeben, bei diesem Teil des Gerichtes war ich nicht ganz so kreativ, da wir schon mal Bohnenburger gemacht haben. Diesmal habe ich sie aber noch einfacher gehalten, da das Pastinaken-Chutney von den Zutaten her schon relativ aufwändig war.

Koche zuerst die Erdäpfel bis sie ziemlich weich sind, dann lassen sie sich besser zerdrücken. Die Bohnen und Erdäpfel mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel in einer Schüssel zerdrücken. Stärkemehl dazugeben. Mit Petersilie, Salz und Pfeffer würzen.

Die Patty-Masse in einer Plastikschüssel.
Die Bohnen und Kartoffeln zerdrücken.

Hinweis: Obwohl ich ein bisschen Stärkemehl dazu gegeben habe, sind die Patties nach dem Brutzeln nicht wirklich fest geblieben. Hier würde vielleicht ein Ei helfen oder mehr Stärkemehl (wenn es vegan bleiben soll). Ich habe auch noch ein Rezept mit Johannisbrotkernmehl und geriebenen Haferflocken gefunden, ich denke, das würde den Patties auch mehr Festigkeit geben. Grundsätzlich war es kein Problem, man muss einfach beim Essen ein bisschen aufpassen, dass man nicht alles ansaut.

Die Menge vierteln und daraus Patties formen. Diese werden dann für wenige Minuten in Öl herausgebraten.

Patties aus Bohnen, Kartoffeln und Petersilie.
4 etwa gleich große Patties formen.

Braun gebratene Bohnenburger in einer Pfanne.
Schön knusprig braten!

Serviervorschlag: Die Patties in runde Vollkornweckerl (finde ich hier passender als Burger Buns 😉 ) geben, Pastinaken-Granatpfel-Chutney darauf geben und für die Optik ein paar Granatapfelkerne darüber streuen. Mahlzeit!

Burgerbrötchen mit Patty, Chutney und Granatapfelkernen.
Mit Granatapfelkernen garnieren.

Der fertige Bohnenburger mit Pastinaken-Chutney.
Mahlzeit!

Was macht man mit dem übrigen Chutney?

Am besten füllt man das übrige Pastinaken-Chutney in Marmeladengläser ab, da sollten sie einige Zeit haltbar sein. Einen Teil habe ich noch im Kühlschrank, den werde ich ihn nächster Zeit noch verwerten.

Für Unentschlossene: Cheeseburger-Kuchen

Wer Pizza und Burger liebt so wie ich sollte unbedingt dieses erstaunlich einfache Rezept probieren. Auch wenn man sich mal nicht entscheiden kann was man lieber mag, ist es ganz praktisch 😉 Ich weiß, dass viele Menschen die Brötchen bei Burgern nicht so toll finden. Denen (und natürlich allen anderen) könnte der Cheeseburger-Kuchen aber gut schmecken!

Das Rezept ist vor einiger Zeit auf Facebook kursiert und wurde ursprünglich hier geteilt.

Zutaten

Ergibt 3-4 Portionen.

1 Portion Germteig für Pikantes
1 Zwiebel
Sandwhich-Gurken
Speckstreifen
6 Scheiben Käse (wir verwenden Cheddar)
Sesam
Salz, Pfeffer
Ketchup, Senf

Eine Portion Pizzateig.
Eine Portion Pizzateig.

Zutaten wie bei einem Burger.
Zutaten wie bei einem Burger.

Zum Backen benötigst du eine runde Form. Wir haben einen Tortenring verwendet, da sich da die Größe einstellen lässt. Es funktioniert sich auch mit einer Quiche-Form, da es insgesamt nicht so hoch wird.

Die Zubereitung des genialen Cheeseburger-Kuchen

Zuerst müsst ihr eine Portion Pizzateig (oben verlinkt) zubereiten. Ich habe fast immer eine Portion eingefroren, damit ich ihn bei Bedarf nur noch auftauen muss.

Backrohr auf 175°C vorheizen.

Die Zutaten müssen für die große Füllaktion vorbereitet werden 😉 Schneide den Speck in Streifen und die Zwiebel in Ringe. Salze das Faschierte und röste es in einer Pfanne an bis es schön braun wird. Auch die Speckstreifen werden angebraten.

Speck und Faschiertes für den Cake.
Sehr fleischlastig 😉

Wenn alle Zutaten vorbereitet sind, schneide den Teig in zwei Teile (etwa ein Drittel und zwei Drittel groß). Rolle den größeren Teig halbwegs rund aus. Lege ihn in die Torten- oder Quicheform. Hier ist es praktisch wenn einem jemand zweiter hilft, damit man den Teig schön hineinbekommt.

Der Teig im Tortenring.
Am besten eignet sich eine Tortenform.

Anschließend werden die Zutaten in etwa dieser Reihenfolge hineingegeben:

  • Faschiertes
  • Ketchup, Senf (BBQ-Sauce würde sicher auch gut passen!)
  • Zwiebelringe
  • Sandwhich-Gurken
  • Käsescheiben
  • Speckstreifen

Der Kuchen wird mit Fleisch und anderen Zutaten gefüllt.
Hier kann man kreativ werden.

Der Kuchen wird mit Fleisch und anderen Zutaten gefüllt.
Hier kann man kreativ werden.

Sandwhich-Gurken kommen auch in den Kuchen.
Ich liebe Sandwhich-Gurken im Burger!

Jetzt wird eine Schicht Käse aufgelegt.
Käse darf natürlich nicht fehlen.

Auf den Käse kommen noch angebrutzelte Speckstreifen.
Wer mag kann auch Speck reingeben.

Zu guter letzt wird der zweite Teig so ausgerollt, dass er oben drauf passt. Die überstehenden Ecken des unteren Teiges können einfach am Rand eingeschlagen oder eingerollt werden. Der Teig wird nun mit etwas Wasser oder Milch bestrichen und anschließend mit Sesam bestreut, damit der Cheeseburger-Kuchen dann wirklich wie ein Burger aussieht.

Auf den Teig kommt Sesam.
Sesam für den Cheeseburger-Look!

Der Cheeseburger-Kuchen kommt für ca. 25 Minuten ins Rohr. Entscheide einfach nach der Farbe des Teiges ob es fertig ist. Schneller geht es definitiv wenn der Teig dünner ist. Die Zutaten im Burger sind schon durch bzw. können roh gegessen werden. Lasst es euch schmecken! 🙂

Auf Kommentare wie es euch geschmeckt hat, bin ich gespannt!

Fertig ist der Cheeseburger-Kuchen!
Fertig ist der Cheeseburger-Kuchen!

Ein Stück vom Cheeseburger-Kuchen.
Mahlzeit!

Hasselback Hühnchen Pizza

Ich muss sagen, ich folge ja liebend gerne Facebook-Seiten wie zum Beispiel Proper Tasty, da sie schon wirklich tasty (leckere) Videos produzieren. Meistens läuft es halt darauf hinaus, dass sie aus einer ungesunden Kombination an Fett, Speck, Eiern, viel Käse usw. etwas kochen, das einem das Wasser im Mund zusammen laufen lässt. Gelegentlich sind auch Rezepte dabei, die man nachkochen und auch aufessen kann ohne gleich an einer Überdosis Fett zu sterben.

Eines der Gerichte, die mir sofort zugesagt haben ist die Hasselback Chicken Pizza (hier geht’s zum Video), zu Deutsch: Hasselback Hühnchen Pizza.

Immer auf der Suche nach neuen Gerichten konnten wir uns das natürlich nicht entgehen lassen.

Was ist Hasselback?

Als ich den Namen des Gerichts gelesen habe, habe ich mich natürlich gefragt, wofür Hasselback steht. Es klingt eigentlich nach einem Namen und deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass ich im Englischwörterbuch nicht fündig wurde. Das erste was man bei der Google-Recherche zu dem Begriff findet, sind Hasselback Kartoffeln (englischer Artikel). Das sind Kartoffeln, die in kurzen Abständen eingeschnitten werden ohne die Kartoffel aber ganz durchzuschneiden. Solche Kartoffeln habe ich sogar schon mal gemacht ohne zu wissen, dass sie so heißen 🙂

Ganz interessant finde ich, dass der Name angeblich von dem schwedischen Ort Hasselbacken kommt, wo ein Restaurant zum ersten Mal 1940 unter dem Namen hasselbackspotatis solche Kartoffeln serviert hat. Jetzt wo ich das weiß, muss ich unbedingt wieder einmal die Hasselback Kartoffeln machen 😉

Der Name unserer Hühnchen Pizza kommt also vermutlich daher, dass die Hühnerbrüste ähnlich eingeschnitten und gefüllt werden.

Zutaten

Für 2 Personen:

2 Hühnerbrustfiles
2 Kugeln Mozarella
Salami
Tomatenmark
Oregano

Das Hasselback Hühnchen zubereiten

Backrohr auf 75° vorheizen.

Zuerst werden die Hühnerbrustfilet in 2 cm Abständen eingeschnitten. Der Schnitt kann schon tief sein, so dass später der Mozzarella rein passt. Aber du musst natürlich aufpassen, dass du das Filet nicht ganz durch schneidest.

Anschließend kommt in die “Taschen” viel Tomatenmark. Ich war anfangs skeptisch ob das nicht vielleicht zu tomatig wird, aber das verträgt es schon. Da sollte man echt nicht sparen.

Zubereitung von Hasselback Hühnchen
Das Huhn mit viel Tomatenmark bestreichen.

Den Mozzarella solltest du dann so schneiden, dass er in die Taschen passt. Er kann auch ein bisschen raus stehen. Wenn man etwas zu viel hat kann man es sich für einen kleine Portion Tomaten-Mozzarella aufheben 😉

Zubereitung von Hasselback Hühnchen
Mit Mozzarella befüllen.

Im Video hat man gesehen, dass die Salami ebenfalls in die Taschen kommt. Bei uns wäre sich das nicht richtig ausgegangen (sind unsere Filets zu klein?), deswegen haben wir die Salami wie bei einer normalen Pizza drauf gelegt.

Zubereitung von Hasselback Hühnchen
Wir haben die Salami nicht eingefüllt sondern drauf gelegt.

Zubereitung von Hasselback Hühnchen
Mit Salami belegen.

Zum Schluss kommt noch Oregano drauf.

Hasselback Chicken
Oregano – wie bei einer richtigen Pizza 😉

Die Hühnchen kommen dann ins Rohr. Je nach Größe dauert es unterschiedlich lange, bei uns waren es ungefähr 25-30 Minuten. Praktisch ist natürlich wenn man einen Bratenthermometer hat. Die Kerntemperatur für Hühnchenbrust liegt bei 72-75°C.

Hasselback Chicken
Das Endprodukt kann sich sehen lassen!

Hasselback Chicken
Mahlzeit!

Hasselback Chicken
Mahlzeit!

Ich muss sagen, der Versuch ist gut gegangen, das kann man wieder machen 🙂

Jetzt würde mich interessieren: Welche Rezepte habt ihr im Internet schon gesehen, wo ihr euch nicht sicher ward ob das was werden kann? Und vor allem, was habt ihr schon probiert und wie ist es dann geworden?

Kartoffelpüree der besonderen Art

Schon vor längerer Zeit hatten wir Besuch von meinen Großeltern, denen wir übrigens Flammkuchen mit Kartoffeln aufgetischt haben. Die beiden haben uns vom Südbahnhofmarkt in Linz blaue Kartoffel mitgenommen, weil ich unbedingt mal violettes/blaues Püree machen wollte.

Blaue Kartoffel

Es gibt einige Sorten an violetten, blauen, roten und rosa Kartoffelsorten:

Wenn ihr euch durch die lange Liste der Kartoffelsorten auf Wikipedia klickt, werdet ihr vielleicht noch fündig.

Wir haben auf jeden Fall violette Kartoffeln bekommen, allerdings sind wir uns nicht ganz sicher welche Sorte es ist. Falls ein Kartoffelexperte das liest, kann er/sie mir gerne schreiben 🙂

Wunderschöne violette Kartoffeln.
Wunderschöne violette Kartoffeln.

Zutaten (4 Portionen)

Die Zutaten für ein Kartoffelpüree sind ja relativ einfach. Wir haben außerdem gebratene Knacker und Gemüse dazu gegessen, aber Kartoffelpüree passt zu vielem, z.B. Leberkäse und Spinat oder der schwedischen Tunnbrödsrulle.

8 Kartoffeln
ca. 1 halbe Tasse Milch
ein bisschen Butter
Salz

Zutaten für das Püree.
Zutaten für das Püree.

Zubereitung

Vor dem Kochen haben wir die Kartoffeln geschält und waren kurz ein bisschen enttäuscht weil wir dachten unter der Schäle wären die Kartoffeln weiß. Die größeren haben wir dann aber gleich halbiert und gesehen, dass der weiße Teil nur wenige Millimeter ausmacht und die Kartoffel innen wunderschön violett sind.

Blaue Kartoffel
Sind die Kartoffeln doch nicht so lila?

Blaue Kartoffel
Interessanter Querschnitt!

Blaue Kartoffel
Interessanter Querschnitt!

Danach werden die Erdäpfel ganz normal gekocht. Unsere violetten Kartoffeln sind dann außen ein bisschen grau-bläulich geworden.

Blaue Kartoffel
Die Erdäpfel nach dem Kochen.

Kartoffeln zu Püree stampfen.
Kartoffeln zu Püree stampfen.

Mit einem Stampfer (der am Bild ist ausgeborgt – jetzt haben wir diesen super Kartoffelstampfer) werden die Kartoffeln zerstoßen bis sie eine homogene Masse werden.

In der Zwischenzeit kann man schon mal die Milch für die 30 Sekunden in der Mikrowelle warm machen.

Zu den gestampften Kartoffeln kommen ein kleines Stück Butter, die Milch (erst nach und nach zu geben, es kommt auf den Stärkegehalt der Kartoffeln an wie viel man benötigt) und Salz. Da es wirklich sehr unterschiedlich ist bei den verschiedenen Kartoffelsorten, kann ich keine genauen Angaben machen wie viel Butter und Milch man benötigt. Salz und Butter sollte man einfach je nach Geschmack zu geben und Milch solange bis das Püree schön weich wird.

Kartoffeln zu Püree stampfen.
Kartoffeln zu Püree stampfen.

Das Püree ist dann fertig und kann zur Hauptspeise serviert werden, die an dem Tag die Schwiegermama beigesteuert hat. Wir waren nur für das Püree zuständig 😉

Die heutige Beilage ;)
Die heutige Beilage 😉

Mahlzeit!
Mahlzeit!

Habt ihr diese Kartoffeln vorher schon mal gekannt oder sogar selber schon mal damit gekocht? Ein Kommentar würde mich freuen! 🙂

Fleischbällchen Calzone

Fleischbällchen und schwedische Gerichte sind meine große Leidenschaft (siehe hier). Und jeder liebt Pizza oder? Daher spricht eigentlich nichts dagegen, Fleischbällchen mit Pizza zu kombinieren. Dieses traumhafte Gericht stelle ich euch in diesem Post vor 🙂

Zutaten (4 Personen)

1 Portion von Papa’s Germteig
Milch, zum Bestreichen

Die Fleischbällchen habe ich hier schon mal vorgestellt.

400g gemischtes Faschiertes
100 g Brösel
1 Ei
1 Schuss Milch
Salz, Pfeffer, Suppengewürz

Die Füllung besteht aus einer Tomatensauce und aus gehacktem Mozzarella.

1 Knoblauchzehe
Salz und Pfeffer
2 EL Olivenöl
400 g Tomaten
1 TL getrockneter Oregano
1/2 TL Zucker
100 g Mozzarella, gehackt

Zubereitung

Germteig wie im oben verlinken Rezept vorbereiten.

Unterschied zwischen Biohefe (dunkel) und normaler Hefe.
Unterschied zwischen Biohefe (dunkel) und normaler Hefe.

Mozzarella in Würfel schneiden.

Backrohr auf 175°C vorheizen.

Für die Fleischbällchen das Faschierte mit Brösel, Milch, Ei, Pfeffer, Salz und Suppengewürz abmischen.

Faschiertes abmischen.
Faschiertes abmischen.

Aus der Menge 40 kleine Fleischbällchen rollen.

Schön geformte Fleischbällchen.
Schön geformte Fleischbällchen.

Die Bällchen mit etwas Öl in einer Pfanne anbraten bis sie schön knusprig und braun werden.

Knusprig gebratene Fleischbällchen.
Knusprig gebratene Fleischbällchen.

Für die Sauce Knoblauch fein hacken und kurz im Olivenöl anbraten. Tomaten, Oregano und Zucker unterrühren. Salzen und pfeffern. Unter Rühren köcheln lassen lassen, bis die Sauce eingedickt ist.

Tomatensauce köcheln lassen.
Tomatensauce köcheln lassen.

Den Germteig in 4 gleich große Kugeln teilen und zu Kreisen ausrollen. Jeden der Kreise mit Tomatensauce bestreichen, vom Rand ca. 2 cm frei lassen. Den Rand mit Milch bestreichen.

Je 10 Bällchen auf den Kreis legen, Mozzarellawürfel darauf legen. Den Kreis zusammen klappen und außen mit Milch bestreichen.

Calzone mit Tomatensauce, Bällchen und Mozzarella füllen.
Calzone mit Tomatensauce, Bällchen und Mozzarella füllen.

Die 4 Fleischbällchen-Pizzen ins Rohr schieben und 20-30 Minuten bis sie knusprig werden.

Bei 175°C 20-30 Minuten goldbraun backen.
Bei 175°C 20-30 Minuten goldbraun backen.

Fertig sind die knusprigen Calzone!
Fertig sind die knusprigen Calzone!

Mahlzeit!
Mahlzeit!

Marinierte Erdäpfel-Lachswraps

Mein Papa hat mir kurzfristig mitgeteilt, dass er 6 wunderschöne Lachsfilets gekauft hat. Als großer Lachs-Fan wollte ich damit aber nicht einfach gegrillte Lachsfilets machen, sondern etwas Besonderes. Zum Finden von Rezepten eignet sich dazu am Besten Chef Watson (man erinnere sich an eine traumhafte Lachs Quiche und das umwerfende Hühnchen-Sandwich mit Parmesan-Basilikum Panier und Tomatensauce).

Risikofreudig wie ich bin hab ich gleich das zweitbeste Rezept genommen, das mir vorgeschlagen wurde und hab mir nur mal schnell die Zutatenliste durchgelesen, das Fehlende eingekauft und mich bei der Zubereitung überraschen lassen.

Rezept vorgeschlagen von Chef Watson
Rezept vorgeschlagen von Chef Watson

In diesem Post stelle ich eine leicht abgewandelte Form da, da manche Mengenangaben etwas seltsam sind (2 Becher geschnittene Zwiebel, die Hälfte von 1/8 Traubensaft, …) und das Rezept nicht alle Schritte ordentlich erklärt.

Zutaten (3 Personen)

3 Stück Lachsfilet (= ca 80 dag)
6 Tortillas
4-5 Erdäpfel (die 8 aus dem Originalrezept sind eindeutig zu viel)
2 Zwiebel
1 halber Becher griechisches Joghurt
1 Schluck Orangensaft
1 Schluck Traubensaft
Curry, Pfeffer, Salz, frischer Thymian, Koriander
Olivenöl

Unsere Zutaten (vh)
Unsere Zutaten (vh)

Wunderschöne Lachsfilets (vh)
Wunderschöne Lachsfilets (vh)

Koriander (vh)
Koriander (vh)

Zubereitung

Erdäpfel kochen und dann zur Seite stellen.

In einer Schüssel alles für die Marinade zusammen mischen:

  • Gewürfelte Zwiebel
  • Geriebenen Koriander
  • 3 TL Olivenöl
  • Orangensaft
  • Traubensaft
  • Thymian

Zu diesem Zeitpunkt habe ich begonnen, Angst um meine Lachsfilets zu haben. Die Marinade hat sich sehr abenteuerlich angehört und auch nicht besonders appetitlich ausgesehen.

Marinade (vh)
Marinade (vh)

Lachsfilets auf beiden Seiten ordentlich mit Curry und Pfeffer bestreuen.

Lachs mit Curry und Pfeffer würzen (vh)
Lachs mit Curry und Pfeffer würzen (vh)

1/4 der Marinade in eine Auflaufform oder einen ähnlichen Behälter geben und den Boden damit bedecken. Die Lachsfilets hinein legen. Die restliche Marinade auf die Filets streichen. 30 Minuten ruhen lassen.

Lachs marinieren (vh)
Lachs marinieren (vh)

In der Zwischenzeit kann man die gekochten Kartoffel schälen, in Würfel schneiden und ordentlich salzen. Weiters kann man den Toaster mit Olivenöl bestreichen.

Sobald der Lachs lange genug gerastet hat, wird er bei mittlerer bis hoher Hitze im Toaster gegrillt. Ich habe die Stücke nach 10 Minuten (je nach Toaster – man kann ruhig schon dunkle Spuren vom Rost erkennen) umgedreht, damit auch die Haut ein bisschen knusprig wird. Zur gleichen Zeit kann man auch schon die Erdäpfelwürfel in einer Pfannen anrösten. Den fertig gegrillten Lachs in kleine Stücke schneiden, die knusprige Haut kann man dabei lassen wenn man will. An den Stellen an denen sie nicht so knusprig ist würde ich sie auf jeden Fall weg geben.

Lachs im Toaster grillen (vh)
Lachs im Toaster grillen (vh)

Die Tortillas im Toaster oder in der Mikrowelle kurz warm machen (ca 30 Sekunden) und dann mit Lachs, Kartoffeln und ein paar Teelöffeln Joghurt füllen.

Wraps befüllen (vh)
Wraps befüllen (vh)

Die Wraps wickeln, Mahlzeit!

Fazit

Dass Lachswraps eine gute Idee sind, haben wir früher schon festgestellt. Kartoffel, Lachs, Curry und Joghurtsauce harmonisieren gut miteinander. Der Aufwand bei diesem Rezept und die seltsamen Zutaten (z.B. Orangensaft und Traubensaft) haben aber nicht wirklich zum Geschmack beigetragen und man kann das ganze wahrscheinlich abkürzen und sich die Marinade so wie die Einwirkzeit sparen, dann bekommt man in kürzester Zeit gute, schmackhafte Wraps.

Lachs Quiche

Dieses Rezept ist das zweite, das wir Zusammenarbeit mit Chef Watson gekocht haben. Der erste Versuch, ein Hühnchen Sandwich hat uns sehr positiv überrascht und so stürzten wir uns gleich auf das nächste Rezept (eine kurze Erklärung zu Chef Watson findet ihr auch im obigen Link).

Das heutige Rezept haben wir uns nicht auf der IBM Chef Watson Webseite zusammen stellen lassen, sondern aus dem Kochbuch Cognitive Cooking with Chef Watson.

Zutaten (4 Portionen)

Diese Menge hat genau für unsere Quiche-Form mit einem Durchmesser von 30 cm und einer Höhe von 4-5 cm gepasst.

Quiche-Teig

450 g Universalmehl
1 TL Salz
1.5 TL Backpulver
75 g Zucker
18 g Butter
4 Eier
Ein Schluck Milch

Anmerkung: Das sind die Zutaten, die im Buch vorgeschlagen werden. Wir haben den Teig auch so gemacht, allerdings muss man ewig kneten und der Teig kommt einem trotzdem noch extrem trocken vor. Als Alternative kann man sich einfach ein Mürbteigrezept suchen (da ist das Verhältnis von Mehl zu Butter ca 2:1, also viel mehr Butter als bei uns). Wichtig ist aber für das Rezept der Zucker im Teig!

Quiche-Füllung

3 Tomaten
45 g Butter
400 g Lachs Filet
150 g Champignons
5 Eier
150 ml Milch
80 g Sauerrahm
70 g geriebener Käse (kann ruhig ein stinkiger sein)
1 TL frischer Dill (fein schneiden)
Petersilie

Zubereitung

Quiche-Teig

Mehl, Salz, Zucker und Backpulver mit einer Küchenmaschine vermischen. Butter dazu geben und langsam hinein mixen. Eier ebenfalls dazu geben. Da die Zutaten, wie oben schon erwähnt, einen ziemlich trockenen Teig ergeben, hab ich ihn nach einer Weile herausgenommen und mindesten 10 Minuten händisch geknetet. Der Teig war dann immer noch recht trocken, deshalb haben wir dann auch noch einen Schluck Milch dazu gegeben, dann ist der Teig endlich nicht mehr davon gebröselt.

Teig kneten (pp)
Teig kneten (pp)

Teig in eine Frischhaltefolie einwickeln, eine Stunde stehen lassen und in der Zwischenzeit mit der Füllung beginnen (das haben wir etwas abgekürzt und einfach weitergemacht als die Füllung fertig war ;))

Wenn er deiner Meinung nach genug geruht hat, den Teig dünn ausrollen. Einfach mit der Quiche-Form ausprobieren ob er groß genug ist. Zu zweit geht es ziemlich einfach den Teig ohne gröbere Unfälle in die Form zu transferieren.

Teig in die Form einpassen (pp)
Teig in die Form einpassen (pp)

Den Teig ohne Füllung 15-20 Minuten bei 150°C backen.

Quiche-Füllung

Den Backofen auf 150°C vorheizen.

Die Tomaten in Scheiben schneiden und auf ein eingeöltes Blech legen. Tomaten mit Olivenöl beträufeln.

Lachs auf beiden Seiten mit Salz und Pfeffer bestreuen und ein bisschen von dem Butter darauf streichen. Ebenfalls auf das Blech legen.

Tomaten und Lachs 15-20 Minuten im Rohr anrösten (ein bisschen länger hat auch nicht geschadet und gibt den Tomaten eine gute Farbe).

Beides aus dem Ofen nehmen und den Lachs in mundgerechte Stücke reißen.

Fisch zerreißen (vh)
Fisch zerreißen (vh)

Champignons fein schneiden. In einer kleinen Pfanne mit der restlichen Butter anrösten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Abkühlen lassen wenn sie fertig sind.

Champignons klein schneiden (vh)
Champignons klein schneiden (vh)

Die Eier in einer Schüssel verrühren. Milch, Sauerrahm, Lachs, Champignons, 2/3 vom Käse, 1/2 vom Dill und ein bisschen Salz dazu geben.

Quiche-Füllung (vh/pp)
Quiche-Füllung (vh/pp)

Teig + Füllung

Den “vorgebackenen” Teig sollte man auskühlen lassen.

Die Quiche-Mischung in die Form einfüllen, je nach Größe wird es sich mehr oder weniger gut ausgehen. Mit unserer Form ist es sich von der Menge her perfekt ausgegangen.

Füllung in den Teig füllen (vh/pp)
Füllung in den Teig füllen (vh/pp)

Im vorgeheizten Ofen (wieder bei 150°C) 15-20 Minuten backen, dann die Tomatenscheiben auf die Quiche legen und den restlichen Käse darauf streuen. Weiter 10 Minuten backen. Ob es fertig ist richtet sich nach der Festigkeit der Flüßigkeit. Wenn man es nachher in Stücke schneiden sollte nichts mehr auslaufen.

Vorm servieren noch die Petersilie und den restlichen Dill darüber streuen, Mahlzeit!

Fertig!
Fertig!

Mahlzeit!
Mahlzeit!

Hühnchen-Sandwich mit Parmesan-Basilikum Panier und Tomatensauce

Wenn du rezeptetechnisch mal nicht weiter weißt, lohnt es sich Chef Watson von IBM zu befragen. Nein, Chef Watson ist kein Fernsehkoch à la Jamie Oliver, sondern ein Computer. Die Webanwendung (Link oben) funktioniert so, dass man verschiedene Zutaten (zB. Hühnchen) und “Styles” (“Party”, “österreichisch”, …) eingeben kann. Chef Watson sucht dann dazu passende (das ist eher Definitionssache…) Zutaten und generiert Rezepte, die teilweise auf bereits bestehenden basieren. Das finde ich natürlich ziemlich spannend und hab mir deswegen das Buch Cognitive Cooking with Chef Watson gekauft. Man braucht allerdings nicht unbedingt das Buch, man kann sich wie bereits erwähnt von einer Webanwendung Rezepte vorschlagen lassen. Mehr zu Chef Watson siehe ganz unten.

Rezept

Das erste Rezept, das wir ausprobiert haben nennt sich “Party Chicken Poultry Dish”. Meine Eingaben waren “Hühnerfleisch” und die Kategorie Party (meine Annahme war, dass Party Gerichte verhältnismäßig wenige Zutaten brauchen und relativ schnell zubereitbar sind).

Unsere Vorgaben

Zutat(en): Hühnerfleisch
Style: Party

Das Rezept, das Chef Watson uns vorgeschlagen hat, basiert auf dem Chicken Parmesan Burger von Bon Appetit.
Hier könnt ihr euch das Rezept ansehen, das Chef Watson vorschlägt (Englisch).

Da wir nicht alles zuhause hatten (Cheddar und Ziegenkäse) und uns nicht alles so passend erschien (Spinat), haben wir das Rezept ein klein wenig abgewandelt und in diesem Post erfahrt ihr wie und wie es uns gefallen hat!

Zutaten für 6 Patties

400 g Hühnerbrustfilets
eine halbe Zwiebel
1.5 EL Tomatensauce
1 EL Öl
1/2 TL süßer Paprika
Salz
Pfeffer

Zutaten für die Panier

ca. zwei Handvoll Semmelbrösel
100 g Parmesan
einige Blätter Basilikum

Zutaten für die Tomatensauce

125 ml Tomatensauce
einige Blätter Basilikum
Salz
Zucker
Suppengewürz

Zutaten (pp)
Zutaten (pp)

Außerdem benötigst du 12 Scheiben Toastbrot, bei Bedarf 6 Salatblätter und einen Chopper sonst bekommst du das Fleisch nicht so klein.

Zubereitung

Basilikum klein schneiden.

Die Zutaten für die Panier (Semmelbrösel, Parmesan und die Hälfte vom Basilikum) in einem Suppenteller vermischen.

Brösel, Parmesan, Basilikum (vh)
Brösel, Parmesan, Basilikum (vh)

Alles für die Tomatensauce (die andere Hälfte vom Basilikum) vermischen und in eine kleine Pfanne geben. Salz, Zucker und Suppengewürz ganz nach Geschmack.

Hühnerbrustfilet klein schneiden. Hühnerbrustfilet, Zwiebel, Öl, süßen Paprika, Salz und Pfeffer in einem Chopper klein hechseln. Daraus 6 Patties formen (im Vergleich zum Lachsburger ziemlich einfach!). Diese Patties dann in den Semmelbröseln wenden.

Hühnerfleisch klein schneiden und im Chopper zu einer weichen Masse verarbeiten (pp)
Hühnerfleisch klein schneiden und im Chopper zu einer weichen Masse verarbeiten (pp)

Patties in der Bröselmischung panieren (pp)
Patties in der Bröselmischung panieren (pp)

Nach der Reihe (oder parallel wenn du eine so große Pfanne hast ;)) herausbraten. Die Tomatensauce in der Pfanne erhitzen und die ersten Toastscheiben in den Toaster geben.

Die Patties gut anbraten (pp)
Die Patties gut anbraten (pp)

Wenn die Toastscheiben knusprig, die Tomatensauce warm und die Patties gut gebraten (beim Huhn muss man echt aufpassen!) sind, die Sandwiches zusammen bauen, Mahlzeit!

Die Patties auf Toast, Salat und mit Tomatensauce anrichten (vh)
Die Patties auf Toast, Salat und mit Tomatensauce anrichten (vh)

Mahlzeit! (pp)
Mahlzeit! (pp)

Mehr über Chef Watson

Chef Watson hat sich eigentlich einen eigenen Artikel verdient, der auf jeden Fall auch folgen wird, sobald wir mehrere Rezepte ausprobiert haben.

Leider findet man online nicht wirklich eine Erklärung welcher Algorithmus dahinter steckt und wie die Rezepte wirklich zusammen gestellt werden, da muss ich noch mehr recherchieren.

Generell sind mir schon ein paar gute und nicht so gute Dinge aufgefallen:

Negativ:

Die Rezepte wirken teilweise sehr kompliziert und haben viele Zutaten (also eher keine schnelle Küche) und es sind oft mindestens 2 Sorten Fleisch dabei, die unterschiedlich zubereitet werden müssen. Weiters wirken nicht alle Rezepte soo innovativ, da sie oft auf einem sehr ähnlichen Rezept mit nur geringen Änderungen basieren.

Positiv:

Es kommen echt interessante Kombinationen heraus wenn man ein oder zwei Zutaten und einen Style oder einfach ein paar Zutaten in die Oberfläche eingibt. Auch die Rezepte im Kochbuch (die übrigens alle von Profiköchen nachgekocht und teilweise kommentiert wurden!) sehen alle sehr interessant aus (von eher klassischem Lachs-Quiche bis zu freakigem Rindfleischburrito mit Schokolade ist da vieles dabei).

Falls einem die Rezepte zu kompliziert sind (wie ich oben erwähne) oder zu viele Zutaten enthalten, kann man aber ohne Probleme etwas weg lassen und bekommt ein tolles Gericht. Chef Watson weist auch selber darauf hin, dass die Rezepte nur Vorschläge sind und man seine eigene Kreativität einsetzen soll.

Man kann sich aber eine eigene Blacklist an Zutaten anlegen, die nie dabei sein sollen. Und man kann bei vorgeschlagenen Rezepten immer noch Zutaten ausschließen, die man nicht dabei haben will oder nicht zu Hause hat, so ist das eigentlich schön gelöst.

Erfahrungen speziell auf dieses Rezept bezogen

Bei diesem Rezept waren wir natürlich doppelt gespannt ob es funktionieren wird. Die Zutatenliste wirkte relativ human im Vergleich zu anderen Rezepten, die uns vorgeschlagen wurden und so machten wir uns gleich ans Übersetzen (ein Wörterbuch ist da fast ein Muss!). Das Rezept ist relativ verwirrend geschrieben (die Zubereitung von Patties, Panier und Sauce ist nicht unterteilt und die einzelnen Schritte sind sogar etwas durcheinander), so dass es sicher eine gute Idee war sich das Rezept im Vorhinein zu übersetzen und vor allem in Ordnung zu bringen.

Die Zubereitung an sich ist schneller gegangen als ich befürchtet hatte und die Kombination Tomatensauce, Basilikum (wichtig!), Parmesan und Huhn hat uns sehr gemundet! Chef Watson hat gleich mal überzeugt 😉

Tunnbrödsrulle

Während meiner Zeit in Schweden habe ich oft Leute gesehen, die eine Tunnbrödrulle gegessen haben, bin aber selber leider nie dazu gekommen. Als ich entschlossen habe es selber mal zu probieren, musste ich feststellen, dass man gar keine deutschen Rezepte findet! Jetzt hab ich mir zuerst einmal den schwedischen Wikipedia-Artikel übersetzt und danach unsere Einkaufsliste zusammen gestellt.

Zutaten (für 2 Personen)

Erforderlich:
4 Tortillas
4 Frankfurter
Kartoffelpüree (Zutaten siehe unten)

Optional:
Zwiebel
Senf
Ketchup
Eisbergsalat
Gurken-Mayonnaise-Sauce
Shrimps-Salat

Kartoffelpüree:

4 Kartoffeln
etwas Milch
etwas Butter
Salz

Zubereitung

Für das Kartoffelpüree die Kartoffel kochen, am besten vorher schon schälen und halbieren, dann geht es schneller.

Die Zwiebel schälen, vierteln und in Ringe schneiden. Salat waschen und in kleine Streifen schneiden. Ca eine halbe Tasse Milch (für das Püree) in der Mikrowelle kurz erwärmen.

Öl erhitzen und dann die Zwiebel hinein geben (zu heiß sollte das Fett auch nicht sein). Solange frittieren bis sie schön braun sind und dann auf einer Küchenrolle abtropfen lassen.

Zwiebel frittieren!
Zwiebel frittieren!

Frittierter Zwiebel, mhhm!
Frittierte Zwiebel, mhhm!

Sobald die Kartoffeln gekocht sind, könnt ihr schon die Würstchen im Toaster grillen (ca. 8 Minuten je nach Toaster).

Frankfurter grillen
Frankfurter grillen

Das Wasser von den Kartoffeln weg leeren und wenn sie schon geschält sind kurz ausdampfen lassen und dann stampfen.

Erdäpfel stampfen!
Erdäpfel stampfen!

Eine schmale Schnitte Butter dazu geben und gut salzen. Die warme Milch dazu geben und gut mit einem Löffel verrühren. Fertig ist das perfekte Erdäpfelpüree 🙂

Kurz bevor die Würstchen fertig sind die Tortillas 1 Minute in der Mikrowelle erwärmen.

Wir haben die Tortillas folgendermaßen gefüllt:

2 Tortillas: je 2 Würstchen, Püree, Salat, Zwiebel, Senf, Ketchup
1 Tortilla: 1 Würstchen, Püree, Salat, Shrimps-Salat
1 Tortilla: 1 Würstchen, Püree, Salat, Zwiebel, Ketchup, Senf, Shrimps-Salat

Wir haben zwar noch kurz überlegt ob wir die Gurken-Mayonnaise-Sauce auch machen sollen, das haben wir aber dann ausgelassen. Die kann man aber ganz einfach aus 3 EL Mayo und 1 EL gewürfelten Essiggurken zusammen mischen.

Euch wird vielleicht aufgefallen sein, dass das 6 Würstchen ergibt und ich oben in der Liste nur von 4 Würstchen schreibe, allerdings waren 3 Würstchen pro Person eindeutig zu viel mit den ganzen Beilagen dazu.

Tunnbröd nach Belieben füllen
Tunnbröd nach Belieben füllen

Shrimp-Variation!
Shrimp-Variation!

Kurz vor Schluss haben wir festgestellt, dass in dem gekauften Shrimps-Salat Ananas drinnen sind, hat aber nicht gestört 😉

Mein Favorit: Die 1-Würstchen-Shrimp-Kombination mit allem drum und dran, allerdings würde ich beim nächsten Mal den Senf weg lassen.

Mahlzeit!
Mahlzeit!