Eine Gans – mehrere Mahlzeiten

Erst kürzlich sind wir über eine liebe Bekannte zu einer Gans gekommen. Da ich unbedingt schon mal eine Gans machen wollte, war dies eine gute Gelegenheit. Aktuell ist es nicht besonders klug jemandem zum Essen einzuladen, deswegen mussten wir zu zweit 3,3 kg Gans (mit freudiger Hilfe von Helix) verzehren.

Damit das nicht langweilig wird, habe ich mir ein paar verschiedene Rezepte raus gesucht und mehrere leckere Verwendungszwecke für die Gans gefunden.

Vorspeise

Als Kind mochte ich Leber überhaupt nicht, aber irgendwie wollte ich ihr noch eine Chance geben und hab mir deswegen ein Rezept für eine gebratene Gänseleber gesucht. Da die Idee relativ spontan (ca. 15 Minuten bevor wir die Gans verzehrt haben) gekommen ist, habe ich das Rezept etwas abgewandelt (=vereinfacht ;-)).

Die Leber in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Butter in einer Pfanne zerlassen, Thymian anrösten und die Leber scharf anbraten. Etwas salzen. Wenn sie außen braun und knusprig ist, kommt sie noch ein paar Minuten ins Rohr. Ich hab sie einfach zur Gans auf den Rost gelegt.

Würde ich wieder machen!

Eine feine Vorspeise – Gänseleber mit Thymian in Butter herausgebraten.

Gans mit Rotkraut und Knödeln

Für unsere Rotkraut- und Knödelrezepte geht’s hier lang: Rotkraut & Grießknödel.

Die Gans kam schon ziemlich bratfertig zu uns. Wir mussten nur noch die Innereien, die im Bauchraum aufbewahrt waren, entfernen, die Flügel an den Gelenken und den Bürzel abschneiden, und eine Menge Fett herausschneiden.

Die Gans haben wir mit Orangen-, Apfel- und Zwiebelstücken und grobem Meersalz gefüllt. Damit nichts raus fällt haben wir die Gans zugebunden. Die Haut außen haben wir ebenfalls gesalzen.

Dann haben wir eine Ofenform mit 750 ml Gemüsesuppe, ein paar Karotten und Zwiebeln gefüllt.

Die Gans kommt nun mit der Brust nach unten in die Ofenform und bei 150°C für 30 Minuten ins Rohr. Anschließend wird sie umgedreht und wenn möglich auf einen Rosteinsatz gelegt und kommt für weitere 60 Minuten ins Rohr.

Die letzten paar Minuten auf Heißluft umschalten schadet der Knusprigkeit normalerweise nicht 🙂

Mahlzeit!

Die Gans war super knusprig und hat gut geschmeckt, aber für mich persönlich lohnt sich der Mehraufwand im Vergleich zu einem Brathuhn eher nicht.

Burger

Bei uns ist schon alles Mögliche in einen Burger gekommen, warum nicht auch die Reste einer Gans? Fleisch klein schneiden, Burger Buns kurz aufbacken, und mit Sauce (BBQ-Sauce oder Ketchup/Mayo-Gemisch) bestreichen, optional Rotkraut-Reste rein, Mahlzeit!

Mir hat die Kombination mit Ketchup/Mayo ohne Rotkraut am besten geschmeckt.

Suppe

Die Suppe war von allen Gerichten eigentlich der Gewinner für mich. Dafür habe ich basierend auf diesem Rezept die Gänsekarkassen kurz angeröstet. Anschließend kommen eine Zwiebel, Karotten, ein Apfel und verschiedene Gewürze (Lorbeerblätter, Thymian, Nelken, weißer Pfeffer) dazu. Dann wird alles mit einem Schluck Weißwein und ca. 2 Liter Wasser aufgegossen und darf 3 Stunden vor sich hinköcheln. Da die Suppe relativ fett und auch trüb ist, sollte man sie durch ein feines Sieb gießen und das Fett abschöpfen.

Die Suppe hat an sich schon wunderbar geschmeckt und hat auch als Basis für die Kürbissuppe gepasst, die wir ein paar Tage später gekocht haben.

Hundefutter

Von so einem delikaten Mahl soll natürlich auch Helix was haben! Die Innereien (Herz, Magen), das Fett, den Bürzel und die Flügerl (alles roh!) durfte er sich einverleiben.

Links für Helix, rechts für uns 😉

Und, hats bei euch heuer auch eine Gans gegeben? Wenn ja, selbst gemacht oder abgeholt? 😉

Moussaka

Faschiertes, Kartoffeln, Käse? Wenn 3 meiner Lieblingszutaten zusammen kommen, werde ich eigentlich schon hellhörig. Moussaka steht schon länger auf unsere To-Cook-Liste, aber irgendwie haben wir’s tatsächlich noch nie gemacht. Unsere Recherche hat ergeben, dass die Hauptzutaten entweder Faschiertes und Kartoffeln, oder Kartoffeln und Auberginen sind. Da wir erst vor kurzem sehr positiv von einer Auberginen-Lasagne überrascht wurden (vielleicht werde ich noch darüber berichten), haben wir uns für ein Rezept entschieden, das Faschiertes, Kartoffel & Auberginen beinhaltet.

Zutaten

Ergibt 3-4 Portionen

  • 500 g gemischtes Faschiertes (im verlinkten Rezept war es Lamm)
  • 2 Auberginen (mehr zur Vorbereitung weiter unten)
  • 4 Kartoffeln
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • Einige Oreganoblätter
  • Einige Minzeblätter
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Zimstange
  • 1 Dose Tomaten (stückig)
  • Parmesan
  • 1 EL Mehl
  • 2 TL Tomatenmark
  • Ketchup
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl


Für die Sauce Mornay

Wikipedia: Sauce Mornay

  • 50g Butter
  • 50g Mehl
  • 400ml Milch
  • 25g Parmesan, gerieben
  • 1 TL Muskatnuss, gerieben

Auberginen vorbereiten

Um die bittere Flüßigkeit in den Auberginen los zu werden, werden sie in 0,5cm dicke Scheiben geschnitten und auf ein Blech oder einen Rost gelegt. Auf beiden Seiten ordentlich salzen und für mindestens 10 Minuten (bis zu einer Stunde) in die Sonne stellen. Die Flüßigkeit anschließend abspülen oder abtupfen.

Raus in die Sonne!

Zubereitung

Backrohr auf 200° vorheizen.

Zwiebel, Knoblauchzehen, Faschiertes, Oregano, Minze, Lorbeerblatt und Zimtstange in einer großen Pfanne für 10 Minuten anbraten. Das Faschierte dabei mit einem Kochlöffel zerteilen. Mehl, stückige Tomaten und Tomatenmark dazu geben. Ordentlich salzen und pfeffern und für 30 Minuten köcheln lassen.

Die vorbereiteten Auberginenscheiben werden mit reichlich Öl angebraten bis sie auf beiden Seiten schön braun sind.

Du solltest auf alle Fälle eines davon kosten 🙂

Die Kartoffeln vorkochen (mit Mikrowellenbeuteln ist das in wenigen Minuten erledigt) und in Scheiben schneiden.

Für die Mornay-Sauce (Bechamel-Sauce mit Parmesan, Muskatnuss und Ei) Butter schmelzen und Mehl einrühren. Für einige Sekunden kochen, schrittweise die Milch einrühren. Parmesan und Muskat dazu geben. Für 4-5 Minuten leicht köcheln lassen, dabei regelmäßig umrühren. Salzen und pfeffern.

Lorbeerblatt und Zimstange aus der Fleischsauce fischen. Je ein Drittel der Fleischsauce, der Kartoffelscheiben und der Auberginen übereinander schichten. Noch zweimal wiederholen und mit geriebenem Parmesan bestreuen. Für 30-40 Minuten backen bis der Käse schön knusprig wird.

Mahlzeit!

Sloppy Pie

Als wir vor Kurzem einen Shepherd’s Pie gebacken haben, kam uns die geniale Idee, alle unsere Lieblingszutaten/-gerichte zu einem neuen Gericht zu kombinieren: Eine Schicht Sloppy Joes, eine Schicht BBQ Sauerkraut und eine Schicht mit Käse überbackene Kartoffelscheiben.

Zutaten

(ergibt ca. 2 Portionen)

  • 1 Portion Sloppy Joes (im Wesentlichen Faschiertes mit Tomatensauce und einigen Gewürzen)
  • Sauerkraut
  • BBQ-Sauce(n)
  • 3 – 4 große Kartoffeln
  • Käse (z.B. Gouda)

Stage 1: Sloppy Joes

Für die erste Schicht haben wir eine Portion Sloppy Joes (Rezept) aus 300g gemischtem Faschierten vorbereitet. Dieses Mal habe ich die Menge wieder genauso wie im verlinkten Rezept zubereitet. Wir kochen dieses Gericht nämlich öfters und haben auch schon viel mit der Zusammensetzung der Zutaten (Curry, mehr/weniger Ketchup, Zwiebeln karamellisieren, reines Rinderfaschiertes, …) experimentiert, aber für den Sloppy Pie wollte ich die klassische Würzung verwenden.

Das kommt normalerweise in eines unserer Lieblingsgerichte – Sloppy Joes.

Stage 2: BBQ Sauerkraut

Man findet online sehr komplizierte Vorgehen um BBQ Sauerkaut zuzubereiten, dabei schmeckt es auf einfache Weise auch unglaublich: eine normale Portion Sauerkraut kochen, anschließend abseihen, eventuelle Gewürze (Lorbeerblätter, Wacholderbeeren) entfernen und mit ein paar Esslöffeln BBQ-Sauce vermischen. BBQ Sauerkraut eignet sich auch perfekt um übrig gebliebenes Sauerkraut oder BBQ-Saucen aufzubrauchen.

Hier kann man sicher noch etwas kreativer werden und Liquid Smoke, geräucherten Paprika oder geräuchertes Salz zum Würzen verwenden.

Stage 3: Kartoffel-Käse-Schicht

Für die Kartoffel-Käse-Schicht werden 3 bis 4 große Kartoffeln etwas vorgekocht und in dünne Scheiben geschnitten. Käse (wir haben Gouda verwendet, aber das ist dir überlassen) grob reiben.

Zusammenbau

Wenn ihr die 3 Schichten vorbereitet habt, könnt ihr mit dem Schlichten beginnen. Wie beim Shepherd’s Pie kommt jede Schicht nur einmal dran (im Gegensatz zu einer Lasagne) und zwar in der genannten Reihenfolge: Sloppy Joes, BBQ-Sauerkraut, Kartoffel-Käse-Schicht.

Der Pie kommt für ca. 30 Minuten bei 175°C ins Backrohr bis der Käse knusprig wird.

Mahlzeit!

Beef Jerky made in Austria

Wer schon mal in den USA war kennt es wahrscheinlich – das dünne, getrocknete Rindfleisch zum Knabbern, von dem man nicht genug bekommen kann. Da wir jedes Jahr zur Super Bowl Party irgendwelche Snacks mitnehmen (einmal gab es Maple-Bacon Cookies, zweimal schon Pretzel Bites mit Käse-Speck-Bier Dip), haben wir uns auch einmal an Beef Jerky versucht. Der erste Versuch ist gut gelungen, leider haben wir das Rezept dann lange nicht mehr gefunden. Nachdem es dann wieder aufgetaucht ist, habe ich letztes Jahr kurz vor Weihnachten eine weitere Charge erstellt.

Neben verschiedenen Gewürzen braucht man für Beef Jerky eine Menge Rindfleisch, da durch’s lange Trocknen nur ca. ein Drittel vom Gewicht übrigt bleibt. Unsere Internetrecherche ergab, dass Oberkeule, die auch für Rouladen verwendet wird, gut geeignet ist.

Würzung

Zum Würzen haben wir beide Male dieselbe Marinade, basierend auf diesem Rezept, verwendet (für ca. 1,5 kg Fleisch).

  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 2 EL Zucker
  • 4 EL Ketchup
  • 150 ml Soya
  • 3 TL Salz
  • Pfeffer
  • 150 ml Worcestersauce
  • 1 Schuss Liquid Smoke

Wenn ihr nicht alle Gewürze zu Hause habt oder etwas ausprobieren wollt, könnt ihr gerne auch variieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass man den Zucker durch Ahornsirup oder Honig ersetzen kann.

Das dünn, gegen die Faser geschnittene Fleisch, wird in dieser Marinade für mehrere Stunden eingelegt (im Kühlschrank). Zusätzlich haben wir manche der Stücke nach dem Marinieren mit weiteren Gewürzen oder Saucen gewürzt.

Dabei könnt ihr kreativ werden und Barbeque-Gewürzmischungen, Grillsaucen, Pfeffer, Sweet Chili Sauce, … verwenden. Bisher haben sich bei uns die Kombinationen Marinade + schwarzer Pfeffer und Marinade + Sweet Chili Sauce als Favoriten herausgestellt.

Charge 1 (Februar 2018)

Charge 2 (Dezember 2019)

Den Lachs habe ich nur ordentlich gesalzen. Das Ergebnis hat zwar gut geschmeckt aber die Streifen sind leider sehr leicht auseinander gebrochen (vielleicht hätte ich den Fisch in eine andere Richtung schneiden sollen).

Trocknen

Nach dem Marinieren und Würzen beginnt die Trocknungsphase. Wir machen das im Backrohr, sollte aber genauso gut in einem Dörrautomaten funktionieren. Im Backrohr reicht eine Temperatur von 50°C (Heißluft), da wir das Fleisch langsam trocknen möchten.

Wie ihr an den Fotos sehen könnt, haben wir das Fleisch beim ersten Versuch (und auch zu Beginn des zweiten Versuchs) über den Rost gehängt um so mehr Fleisch unterbringen zu können. Dabei wird das Fleisch aber relativ ungleichmäßig getrocknet. Beim zweiten Versuch habe ich das Fleisch nach einer Weile auf dem Rost ausgebreitet um das Jerky gleichmäßiger zu trocknen.

Beide Male war das Fleisch ca. 6-7 Stunden im Rohr aber ich glaube wenn man es von Anfang an am Rost (oder auf 2 Etagen) auflegt, ist das Jerky in 4-5 Stunden trocken.

Nach dem Trocknen sollte man mit dem Verzehr noch ein paar Tage warten, aber wenn man es gar nicht mehr erwarten kann, darf man natürlich schon eine Kostprobe nehmen 🙂 Das Jerky hält sich in einer luftdichten Dose über Monate, wir haben jetzt noch ein paar Stücke, die wir im Dezember gemacht haben. Wenn es zu fest/hart wird, einfach für ein paar Tage ein frisches Stück Brot mit in den Behälter legen, dann wird das Jerky wieder weicher.

Und, wie würzt ihr euer Jerky?

Shepherd’s Pie

Wie im letzten Artikel erwähnt, haben wir aus einem Teil des Lammhaxen auch einen Shepherd’s Pie gemacht. Das Gericht stand schon lange auf unserer Wunschliste und das Lammfleisch von unserem Bekannten bot die perfekte Gelegenheit. Wir haben rundherum das fettere Fleisch herunter geschnitten und mit unserem Fleischwolf grob faschiert.

Shepherd’s Pie besteht aus 2 Schichten: Lammfaschiertes mit Karotten und Erbsen, oben drauf Kartoffelpüree. Wir haben uns an diesem Rezept orientiert.

Zutaten

(ergibt 2 Portionen)

  • 300-400 g Lammfaschiertes
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 2-3 große Karotten, fein geschnitten
  • 200 g Tiefkühlerbsen
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 TL Worcestersauce
  • 1 TL Suppengewürz
  • Kartoffelpüree
  • Salz

Lamm-Gemüse-Mischung

Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Zwiebeln und Karotten in einer Pfanne bei mittlerer Hitze andünsten. Das Lammfleisch dazu geben und goldbraun anbraten. Im Originalrezept wird das überschüßige Fett weggegossen und durch Wasser ersetzt, aber da Fett ein wichtiger Geschmacksträger ist, haben wir diesen Schritt ausgelassen. Da wäre echt schade drum 🙂 Tomatenmark dazu geben und kurz mitrösten. TK-Erbsen ebenfalls in die Pfanne geben. Mit Suppengewürz, Worcestersauce und Salz abschmecken.

Shepherd’s Pie

Für den Pie kommt nun die Fleisch-Gemüse-Mischung in eine backofengeeignete Form. Darauf verteilt man das vorbereitete Kartoffelpüree.

Der Pie kommt nun für 20-25 Minuten ins Backrohr, bis das Fett an der Seite hochblubbert.

Mahlzeit!

Lammhaxe mit Schmorgemüse & Grieß-Knödel

Erst kürzlich haben Patrick und ich von einem Bekannten einen Lammhaxen bekommen. Einen Teil davon haben wir für Shepherd’s Pie verwendet (das Rezept kommt noch!), den anderen Teil haben wir als ganzes mit Schmorgemüse zubereitet. Außerdem gab es dazu Grießknödel und Rotkraut. Dieses Mal haben wir fertiges Rotkraut getestet, aber bei unserem Entenbrust-Rezept findet ihr auch unser Rotkraut.

Eines vorweg: Das Lamm ist ca. 2 Stunden (je nach Größe vielleicht sogar länger) im Rohr.

Lammhaxe mit Schmorgemüse

  • 1 Lammhaxen
  • Öl (wir haben Pflanzen- und Olivenöl gemischt)
  • Salz, Pfeffer
  • 4 EL Tomatenmark
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 Stiele Rosmarin
  • 4 Stiele Thymian
  • 3 große Karotten
  • Zitronensaft
  • 6-8 Schalotten

Backrohr auf 170 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Lammhaxe muss zuerst auf beiden Seiten angebraten werden. Wir haben uns eine extra Pfanne erspart und gleich die Backofenform auf die Herdplatte gestellt. Anschließend kommen ca. 500 ml heißes Wasser, Tomatenmark, Rosmarin, Thymian und die grob gehackten Knoblauchzehen dazu. Ein paar Minuten köcheln lassen.

Nun kommt die Backofenform ins Rohr. Damit das Fleisch saftig bleibt, haben wir die Form mit Alufolie zugedeckt.

Nach etwa einer Stunde kommen Karotten, Zitronensaft und Schalotten dazu. Anschließend bleibt das Lamm noch eine weitere Stunde im Rohr. Je nach erwünschtem Bräunungsgrad kann man 10-15 Minuten bevor das Lamm fertig ist, die Alufolie entfernen und auf Heißluft umschalten.

Grieß-Knödel

  • 500 g Kartoffeln
  • 70 g Grieß
  • 70 g Kartoffelstärke + etwas mehr zum walzen
  • ca. 2 TL Salz

Die Kartoffeln müssen gekocht und geschält werden. Wenn sie noch heiß sind, werden sie durch eine Kartoffelpresse gedrückt und anschließend vorsichtig (mit einem Löffel) mit Grieß und Kartoffelstärke vermischt. Aus dieser Masse werden ca. 14-15 Knödeln geformt.

Wir haben die Hälfte der Knödel in leicht kochendem, gesalzenem Wasser gekocht (ca. 20 Minuten) und den Rest (ungekocht) für ein anderes Mal eingefroren.

Mahlzeit!

Am besten gleich den ganzen Haxen auf den Tisch stellen 🙂

Die Haut hätte an einigen Stellen etwas knuspriger sein können aber das Fleisch war traumhaft saftig und ist von selbst vom Knochen gefallen!

Lamm mit Grießknödeln, Rotkraut und Gemüse
Mahlzeit!

Burger-Versuch: Big Mac mit selber gebackenen Buns

Vor nicht allzu langer Zeit hat es sich gut ergeben, dass Patrick die Big Mac Sauce ausprobieren und ich endlich mal Brioche Buns selber backen wollte. Nachdem wir schon mit selbst gemachten Saucen, verschiedenen Patties und unterschiedlichsten Füllungen experimentiert haben, haben mir zum vollständigen Burger eigentlich nur noch selbst gemachte Buns gefehlt.

Brioche Buns

Am Tag unseres Bierbrau-Experiments bin ich zufällig auf ein Rezept für die besten Burger Buns deines Lebens gestoßen. Normalerweise würde man dafür nämlich Treber (=Malzrückstände) verwenden. Diese habe ich allerdings den Hühnern gefüttert 🙂 und stattdessen einfach mehr Mehl verwendet. Tipp: Man kann die Buns auch einfrieren.

Für 8 Buns:

  • 75 ml warme Milch
  • 150 ml warmes Wasser
  • 1/2 Würfel frischer Germ
  • 2 EL Zucker
  • 2 Eier & 1 Ei zum Bepinseln
  • 460 g glattes Mehl
  • 2 TL Salz
  • 60g weiche Butter
  • Sesam

Milch und Wasser mischen. Zucker darin auflösen und den Germ rein bröseln. Sobald der Germ zu arbeiten beginnt, die restlichen Zutaten zugeben und für einige Minuten mit der Küchenmaschine kneten.

Der Teig muss nun mindestens zwei Stunden an einem warmen Ort gehen. Zwischendurch kann man ihn immer mal wieder durchkneten.

Nach dem Gehen wird der Teig noch einmal gut durchgeknetet und anschließend 8 Kugeln geformt. Damit die Buns schön werden forme ich die Kugeln wie folgt: Zuerst nehme ich die richtige Menge Teig (dabei hilft eine Küchenwaage), drücke ihn halbwegs in Kugelform und ziehe dann an einer Seite den Teig von außen zur Mitte der Kugel. Die “hässliche” Seite, wo die Teigenden zusammen kommen, bildet dann die Unterseite. Durch die Spannung bekommt die Oberseite eine schöne Oberfläche.

Die fertigen Kugeln müssen noch einmal eine halbe Stunde zugedeckt gehen. Das Backrohr auf 175°C vorheizen.

Kurz vor dem Backen werden die Buns mit Ei bestrichen und mit Sesam bestreut. Für ca. 15 Minuten backen bis die Buns goldbraun sind.

Big Mac Sauce

Das Rezept für die Big Mac Sauce haben wir auf einem englischen Blog gefunden und großteils übernommen. Da es bei uns nicht alle Zutaten gibt, haben wir es ein bisschen abändern müssen.

Das sind die Zutaten wie sie im oben verlinkten Rezept stehen:

  • 125 ml Mayonaise
  • 2 gehäufte EL French Dressing
  • 1/2 EL “sweet relish” (süßes Relish)
  • 2 TL “dill pickle relish” (Gurkenrelish)
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL weißen Balsamico
  • 1 TL Ketchup
  • 1 TL gehackte Zwiebel (alternativ: Zwiebelpulver)
  • 1 Prise Salz

Wir haben für die Sauce extra French Dressing gekauft, aber wenn ihr sonst nichts damit vorhabt würde ich mir das gut überlegen. Bis auf die 2 EL für dieses Rezept haben wir davon noch nichts gebraucht 🙂

Sweet Relish gibt es angeblich von Heinz zu kaufen, ich hab es aber in den Supermärkten bei uns noch nicht gesehen. Wir hatten zufällig noch ein bisschen was von dem übrig, das wir aus unserem USA Urlaub mitgenommen haben. Man findet im Internet Rezepte dafür, aber man sollte sich überlegen ob man es nicht einfach durch gehackte Gurken, Zucker und Essig ersetzt (wobei letztere zwei sowieso schon im Rezept vorkommen) 😉

Gurkenrelish findet man leider bei uns auch nicht – das haben wir durch fein gehackte Sandwich-Gurken ersetzt.

Alle Zutaten (und Ersatzzutaten) gut vermischen – fertig!

Was kommt sonst noch rein?

Klassisch kommen bei uns Rindfleisch-Patties, Salat, Tomaten, Zwiebeln, Sandwich-Gurken, BBQ Sauce und Käse (z.B. Cheddar) in die Burger.

Weitere Ideen, u.A. Cole Slaw, vegetarische Burger oder Fischburger findet ihr hier.

Fazit

Die Autoren des Burger Bun Rezeptes haben nicht übertrieben – ich kann die Buns beruhigt als die besten meines Lebens bezeichnen! Super flaumig und guter Geschmack. Wenn du bessere kennst – her damit!

Die Sauce war gut aber laut meinem Big Mac – Experten nicht exakt wie das Original (am Folgetag wurden beide nebeneinander verglichen ;)). Das liegt natürlich einerseits daran, dass wir nicht alle Zutaten wie angegeben bekommen haben und auch, dass das richtige Rezept vom gelben M ja gar nicht bekannt ist. Da werden wir wohl noch weiter experimentieren müssen …

Grillspieße mit Spargel

Es ist Spargelzeit! Zumindest sagt mir das meine 2-minütige Internetrecherche und auch im Supermarkt kommt man fast nicht am Spargel vorbei. Eines meiner Lieblingsrezepte mit Spargel ist mein Spargelrisotto, aber natürlich gibt es bei uns auch ein Grillrezept mit Spargel, das ich heute mit euch teilen möchte.

Zutaten

Pro Person rechne ich mit 2-3 Spießen und in etwa 150-200 g Fleisch. Dazu kommt dann noch Gemüse. Auf unsere Spieße kamen:

  • Schweinslungenbraten
  • Frankfurter
  • Speck
  • Zucchini
  • Paprika
  • Schalotten (ich liebe sie!)
  • Spargel

Aber tobt euch ruhig aus!

Saucen & Zuspeisen

Wir haben nicht jedes Mal wenn wir grillen Lust aufwändige Zuspeisen und Saucen zu machen. Zu Grillspießen passen ganz gut Sauce America (Ketchup & Mayo in beliebigem Verhältnis gemischt), BBQ-Saucen (wir schwören auf die HP Saucen von Heinz), und Knoblauchbaguette. Natürlich passen auch Pommes oder Wedges dazu, gibt es aber bei uns nicht jedes Mal, da eh schon Gemüse auf den Spießen ist 🙂

Zubereitung

Dazu muss ich hoffentlich bei Spießen nicht allzu viel sagen. Die Zutaten werden wie am Foto erkennbar in 3-4 cm große Stücke/Würfel geschnitten und abwechselnd aufgespießt. Die Schalotten könnt ihr ganz lassen. (Tipp: Wenn die einzelnen Zutaten halbwegs gleich groß sind, werden sie auch gleichzeitig durch.) Ich finde ganz praktisch, dass man bei Spießen ganz einfach auf spezielle Vorlieben der Besucher eingehen kann (ja, es gibt seltsamerweise auch Spargelverweigerer im Freundeskreis). Anschließend werden die Spieße kurz (d.h. mit großer Hitze) am Grill (oder in der Pfanne) angebraten.

Mahlzeit!

Döner vom Grill

Heute gibt es mal ein ganz frisches Rezept für euch, das wir erst gestern Abend ausprobiert haben. Um unseren tollen Grillspieß wieder mal zu verwenden, haben wir selbst Döner gemacht! Ist schon irgendwie cool, wenn sich das Fleisch wie beim Kebab-Mann deines Vertrauens auf der Rotisserie dreht 🙂

Wir haben für 5 Personen gegrillt und es sind 2 Dönerbrote und ca. 4 Portionen Fleisch übrig geblieben. Es zahlt sich aber fast nicht aus weniger zu machen. Man kann aber Fleisch und Brot sehr gut einfrieren und ein weiteres Mal genießen.

Das Fleisch

Das Fleisch haben wir wie schon oft für solche Experimente in der Fleischerei Fürst in Pregarten gekauft. Die Dame an der Theke hat uns gut beraten und so haben wir das Fleisch für unseren Döner ausgewählt:

  • 1 kg Kalbsfleisch (Frikandeau)
  • 250 g faschierte Kalbsschulter

Das Faschierte wird mit Salz, Pfeffer und 1 TL Ras El Hanout gewürzt. Ras El Hanout muss man sich nicht extra zulegen, man kann auch eine Mischung aus Curry und Garam Masala (das wiederum aus Koriander besteht), verwenden.

Faschiertes mit Salz, Pfeffer und Ras El Hanout gewürzt.

Das Kalbsfleisch-Stück haben wir in 0,5-1 cm dicke Schnitten geschnitten und mit der unten beschriebenen Marinade mariniert.

Marinade

Für die Marinade haben wir folgende Zutaten verwendet:

  • 6 EL Olivenöl
  • 6 EL Rapsöl
  • 1 EL Thymian
  • 1 EL Oregano
  • 1 EL Rosmarin
  • 2 TL Paprika edelsüß
  • 2 TL Salz
  • 1 TL grobes Salz
  • 1 EL Pfeffer
  • 1 Knoblauchzehe, in Scheiben geschnitten

Ich habe die Zutaten für die Marinade in einer Schale vermischt und das Fleisch darin “gebadet” bis es rundherum schön benetzt war.

Das riecht jetzt schon verdammt gut!

Das marinierte Fleisch wird über Nacht (oder zumindest ein paar Stunden, wenn man zu spät dran denkt ;-)) im Kühlschrank aufbewahrt.

Fladenbrot

  • 650 g Weizenmehl
  • 175 ml Milch
  • 175 ml warmes Wasser
  • 42 g frische Germ (ein Würfel)
  • 1 gehäufter TL Zucker
  • 25 g weiche Butter
  • 2 EL Rapsöl
  • 3 TL Salz
  • 1 Ei (1/2 Eigelb zum Bestreichen beiseite stellen)

Zum Dönerbrot Bestreichen/Bestreuen:

  • 1/2 Eigelb
  • 2 EL Milch
  • Salz
  • Sesam

Beim Germteig machen wir gerne vorher ein “Dampfl”, damit der Germ richtig los starten kann. Dazu in einer kleinen Schüssel 175 ml Milch, 175 ml Wasser, einen Würfel Germ und 1 gehäuften Teelöffel Zucker vermischen. Sobald sich da ein bisschen was tut (das Dampfl fängt zu blubbern an wenn der Germ arbeitet), kommt das Mehl in eine Rührschüssel und das Dampfl wird langsam eingerührt.

Butter, Öl, Salz, das Eiklar und einen halben Dotter dazu rühren. Den Teig nun 5 Minuten mit der Küchenmaschine kneten. Anschließend 30 Minuten gehen lassen.

Danach werden 8 gleich große (am besten mit der Küchenwaage abmessen) Kugeln geformt und diese dann auf zwei Backblechen ausgerollt. Dann muss der Teig weitere 45 Minuten aufgehen (kann auch länger sein). Als letzten Schritt werden die Brote mit dem Dotter (evtl. mit ein paar Tropfen Milch verdünnt) bestrichen und mit Sesam bestreut.

Nach der Gehzeit kommen die Brote für 20 Minuten bei 200°C Ober-/Unterhitze ins Rohr. Die ersten 5 Minuten kann man eine Tasse mit Wasser zum Bedampfen dazu geben.

Tzatziki

  • 1/2 Salatgurke
  • 2 Knoblauchzehen
  • 400 g griechischer Joghurt
  • 2 EL Olivenöl
  • Saft von einer halben Zitrone
  • Salz und Pfeffer

Für das Tzatziki muss nur die Gurke gerieben werden, dann können alle Zutaten vermischt werden. 

Den Spieß “befüllen”

  • 1 große Zwiebel
  • das marinierte Fleisch
  • das gewürzte Faschierte

Den Spieß befüllen war um einiges einfacher als ich befürchtet hatte. Zuerst steckt man eine halbe Zwiebel auf den Spieß, danach bildet man Schichten aus den Fleischstücken und dem Faschierten. Nach 2-3 Stücken Fleisch habe ich immer ein bisschen Faschiertes dazwischen “geklebt”. Beim Aufspießen haben wir darauf geachtet, dass nie zu große Stücke seitlich frei herum hängen, damit diese beim Grillen nicht zu schnell durch sind oder gar schwarz werden.

Nach und nach werden Fleisch und Faschiertes aufgespießt.

Grillen

Nun kann’s los gehen! Um indirekte Hitze zu bekommen, haben wir den linken Brenner voll aufgedreht und den rechten gerade so viel, dass wir im Griller 200°C erreicht haben (das ist sehr von der Außentemperatur abhängig, bei uns waren es nur 5°C).

Nach 30 Minuten kann man das erste Mal Fleisch runterschneiden und die ersten zwei bis drei Kebabs servieren, anschließend ist alle 10-15 Minuten wieder eine Portion fertig. Nach insgesamt 1:15h haben wir den Spieß herunter genommen und das restliche Fleisch heruntergeschnitten.

Das fertige Fleisch kann einfach heruntergeschnitten werden.

Döner zusammen bauen

So, jetzt haben wir Fleisch, Fladenbrote und Tzatziki. Nun noch ein paar Tomaten, rote Zwiebel und Salat herschneiden. Alles in die Fladenbrote füllen und fertig! Mahlzeit 🙂

Quellen

Was wir im Endeffekt gemacht haben, war eine Kombination verschiedener Anleitungen und Rezepte aus dem Internet. Der Vollständigkeit halber hier eine Auflistung 😉

7 mal Bratwurst

Ich liebe Bratwürstchen – und doch habe ich noch kein einziges Mal ein Rezept mit Bratwürsten gepostet. Manch einer mag denken, dass das gar nicht so spannend wäre – was soll man denn groß über Bratwürste schreiben? Ich habe mir vor kurzem selbst eine Challenge auferlegt – #7Tage7Bratwürste – und mir vorgenommen, eine Woche lange jeden Tag ein neues Bratwurst-Gericht auszuprobieren. Was es so gab und wie es mir geschmeckt hat, könnt ihr in diesem Artikel nachlesen.

Tag 1: Currywurst

Als Einstieg habe ich die faule Variante gewählt – ich habe Werbung für Currywurst in einem Prospekt gesehen und konnte einfach nicht widerstehen. Dazu mussten auf alle Fälle noch Pommes her, und da wir keine Fritteuse haben, wurden es Backofen-Pommes (“normale” Pommes mit Öl bestrichen und im Backrohr “frittiert”).

Currywurst mit Pommes.
Currywurst mit Pommes aus dem Backrohr.

Zu viel darf man sich von so einem Fertiggericht natürlich nicht erwarten – aber es war durchaus essbar. Vor allem die Backofen-Pommes haben uns überrascht, die werden wir uns nun öfter gönnen. Für Currywurst gibt es natürlich auch tolle Rezepte und ich hab schon mal eine Currywurst mit selbst gemacht Sauce serviert bekommen – das ist natürlich im Vergleich um einiges besser!

Tag 2: Bratwurst im Pizzateig

Schön waren sie nicht – aber für mich eindeutig eine Alternative zu Würstchen im Schlafrock. Mit Ketchup und Curry (gehört für mich zu Bratwürsten dazu!) waren die Zombies echt ein guter Snack. Und mit einer besseren Wickeltechnik bekommt man die Würstchen sicher auch schöner hin.

Bratwürste im Pizzateig.
Aka “Zombies”.

Tag 3: Bosna

Von Anfang an war klar, zur Bratwürstel-Woche gehört für mich auch eine Bosna aus dem Chili! Das ist jedes Mal ein Riesending und man wird fast zweimal satt 😉

Bosna vom Stadtimbiss Chili.
Die weltbeste Bosna.

Tag 4: Bratwürste mit Sauerkraut

Der Klassiker schlechthin – Bratwürstel mit Sauerkraut, Senf, Ketchup, Curry und Schwarzbrot. Kommt bei uns auch so gelegentlich auf den Tisch und darf bei mir natürlich in der Bratwürstelwoche nicht fehlen. Ich freue mich schon drauf, wenn ich im Herbst wieder selber Sauerkraut ansetzen kann 🙂

Bratwürstel mit Sauerkraut, Senf und Ketchup.
Der Klassiker!

Tag 5: Bratwurst-Allerlei

Das Gericht von Tag 5 nenne ich Bratwurst-Allerlei, da es eine Kombination aus Bohnen mit Speck, Grillmix und Toast mit selbst gemachter Kräuterbutter war. Das war für mich die Enttäuschung der #7Tage7Bratwürste Woche, da die Bratwurstschnecke nicht wirklich gut war (leider weiß ich die Marke nicht mehr), die anderen Würstchen waren ok. 

Tag 6: In Most geschmorte Bratwürstel

Fürs Ende der Bratwürstelwoche haben wir uns zwei Highlights aufgehoben, wobei die in Most geschmorten Bratwürstel auf jeden Fall mein Favorit der Woche waren. Das Rezept ist eine Abwandlung eines Rezepts aus der Weber Grillbibel und einfach nachzumachen (auch im Rohr). 

Zutaten

Für 2 Personen

Für die Sauce

  • 3-4 EL Sauerkraut
  • 1 kleiner Apfel
  • 2 EL Senf

Für die Würstchen

  • 4 rohe Bratwürste
  • 1 langes Vollkornbaguette (alternativ andere Semmerl/Weckerl)
  • 1 Zwiebel, in breite Ringe geschnitten
  • 1/2 L Apfelmost (alternativ Apfelsaft)
  • 1 EL brauner Zucker

Zubereitung

Ausnahmsweise haben wir das Gericht nicht am Griller zubereitet, sondern in der Küche. Funktioniert natürlich genauso! Die rohen Bratwürste müssen ein paar Mal mit einer Gabel eingestochen werden, damit sie nicht platzen. Die Zwiebelringe und die Würste werden eng in eine Auflaufform geschlicht und mit ausreichend Most übergossen, damit sie gut bedeckt sind. Anschließend kommen die Würstchen bei 175°C ins Rohr. Dort sollen sie 20 Minuten schmoren bis sie leicht bräunlich werden und nicht mehr roh aussehen.

In der Zwischenzeit könnt ihr die “Sauce” vorbereiten. Das Rezept dafür ist meine eigene Kreation und hat recht gut dazu gepasst. Ich hatte noch etwas fertiges Sauerkraut über und dacht mir das würde gut passen. Dafür den Apfel und wenn erwünscht auch das Sauerkraut ganz fein schneiden oder reiben. Ich habe beides in den Cutter meiner Küchenmaschine gegeben. In einer Schüssel mit dem Senf verrühren. Die Süße vom Apfel passt wunderbar zum Sauerkraut!

Nach dem Schmoren kommt der Zwiebel aus dem Most. Dazu einfach die Bratwürste rausnehmen und den Cider durch ein Sieb wieder zu den Würsten gießen. Die Zwiebeln werden dann in einer Pfanne mit dem braunen Zucker karamellisiert.

Die Zwiebeln danach zur Seite geben und die Würste anbraten bis sie schön braun sind. Serviert werden sie mit den Zwiebeln und dem Apfel-Sauerkraut-Senf in einem Baguette. Passend dazu kann man natürlich ein Glas Most, Cider oder Apfelsaft genießen. Prost & Mahlzeit!

Tag 7: Die Bratwurst-Torte

Das zweite Highlight kam dann am Samstag: Zum Abschluss der #7Tage7Bratwürste Challenge habe ich mir von der Schwiegermama etwas Spezielles gewünscht: Eine Bratwurst-Torte! Keine Sorge, die Torte war nicht süß und schokoladig, sondern deftig.

Eine Bratwürstel-Torte.
Der krönende Abschluss.

Der Tortenboden und -rand waren aus Mürbteig, die Füllung bestand aus Kartoffeln und Gemüse. Die Bratwürste lagen oben drauf. Das genaue Rezept habe ich leider (noch) nicht, das werde ich eventuell noch nachreichen! Dieses Gericht war mit Abstand das kreativste der ganzen Woche, auf diese Idee wäre ich selber nicht gekommen 🙂

Tag 7 die Zweite: 

Und als wäre es noch nicht genug, gab es an dem Abend nochmal Bratwürstel für mich! Beim Grillbuffet auf der Hochzeit auf der wir waren gab es unter anderem Bratwürstchen (eigentlich für die Kinder ;)), da musste ich nochmal zuschlagen!

Da hat sich noch ein Bratwürstchen ergeben!

Fazit …

Die #7Tage7Bratwürste waren ziemlich schnell wieder vorbei und ich kann auch nach wie vor Bratwürstchen essen. Meistens wenn es bei uns Bratwürstchen gibt, gibt es den Klassiker von Tag 4, aber wie ich festgestellt habe, kann man die eigentlich auch viel kreativer servieren und Abwechslung rein bringen!

Und nun seid ihr dran: Wie genießt ihr am liebsten eure Bratwürstchen? 😉