Eine Gans – mehrere Mahlzeiten

Erst kürzlich sind wir über eine liebe Bekannte zu einer Gans gekommen. Da ich unbedingt schon mal eine Gans machen wollte, war dies eine gute Gelegenheit. Aktuell ist es nicht besonders klug jemandem zum Essen einzuladen, deswegen mussten wir zu zweit 3,3 kg Gans (mit freudiger Hilfe von Helix) verzehren.

Damit das nicht langweilig wird, habe ich mir ein paar verschiedene Rezepte raus gesucht und mehrere leckere Verwendungszwecke für die Gans gefunden.

Vorspeise

Als Kind mochte ich Leber überhaupt nicht, aber irgendwie wollte ich ihr noch eine Chance geben und hab mir deswegen ein Rezept für eine gebratene Gänseleber gesucht. Da die Idee relativ spontan (ca. 15 Minuten bevor wir die Gans verzehrt haben) gekommen ist, habe ich das Rezept etwas abgewandelt (=vereinfacht ;-)).

Die Leber in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Butter in einer Pfanne zerlassen, Thymian anrösten und die Leber scharf anbraten. Etwas salzen. Wenn sie außen braun und knusprig ist, kommt sie noch ein paar Minuten ins Rohr. Ich hab sie einfach zur Gans auf den Rost gelegt.

Würde ich wieder machen!

Eine feine Vorspeise – Gänseleber mit Thymian in Butter herausgebraten.

Gans mit Rotkraut und Knödeln

Für unsere Rotkraut- und Knödelrezepte geht’s hier lang: Rotkraut & Grießknödel.

Die Gans kam schon ziemlich bratfertig zu uns. Wir mussten nur noch die Innereien, die im Bauchraum aufbewahrt waren, entfernen, die Flügel an den Gelenken und den Bürzel abschneiden, und eine Menge Fett herausschneiden.

Die Gans haben wir mit Orangen-, Apfel- und Zwiebelstücken und grobem Meersalz gefüllt. Damit nichts raus fällt haben wir die Gans zugebunden. Die Haut außen haben wir ebenfalls gesalzen.

Dann haben wir eine Ofenform mit 750 ml Gemüsesuppe, ein paar Karotten und Zwiebeln gefüllt.

Die Gans kommt nun mit der Brust nach unten in die Ofenform und bei 150°C für 30 Minuten ins Rohr. Anschließend wird sie umgedreht und wenn möglich auf einen Rosteinsatz gelegt und kommt für weitere 60 Minuten ins Rohr.

Die letzten paar Minuten auf Heißluft umschalten schadet der Knusprigkeit normalerweise nicht 🙂

Mahlzeit!

Die Gans war super knusprig und hat gut geschmeckt, aber für mich persönlich lohnt sich der Mehraufwand im Vergleich zu einem Brathuhn eher nicht.

Burger

Bei uns ist schon alles Mögliche in einen Burger gekommen, warum nicht auch die Reste einer Gans? Fleisch klein schneiden, Burger Buns kurz aufbacken, und mit Sauce (BBQ-Sauce oder Ketchup/Mayo-Gemisch) bestreichen, optional Rotkraut-Reste rein, Mahlzeit!

Mir hat die Kombination mit Ketchup/Mayo ohne Rotkraut am besten geschmeckt.

Suppe

Die Suppe war von allen Gerichten eigentlich der Gewinner für mich. Dafür habe ich basierend auf diesem Rezept die Gänsekarkassen kurz angeröstet. Anschließend kommen eine Zwiebel, Karotten, ein Apfel und verschiedene Gewürze (Lorbeerblätter, Thymian, Nelken, weißer Pfeffer) dazu. Dann wird alles mit einem Schluck Weißwein und ca. 2 Liter Wasser aufgegossen und darf 3 Stunden vor sich hinköcheln. Da die Suppe relativ fett und auch trüb ist, sollte man sie durch ein feines Sieb gießen und das Fett abschöpfen.

Die Suppe hat an sich schon wunderbar geschmeckt und hat auch als Basis für die Kürbissuppe gepasst, die wir ein paar Tage später gekocht haben.

Hundefutter

Von so einem delikaten Mahl soll natürlich auch Helix was haben! Die Innereien (Herz, Magen), das Fett, den Bürzel und die Flügerl (alles roh!) durfte er sich einverleiben.

Links für Helix, rechts für uns 😉

Und, hats bei euch heuer auch eine Gans gegeben? Wenn ja, selbst gemacht oder abgeholt? 😉

Nicht ganz ein Cheddar

Wie viele von euch wissen mag ich Käse und andere Milchprodukte sehr – so sehr, dass ich einige davon schon selber gemacht habe (verschiedene Käsesorten, Joghurt, Milchkefir). Einige davon findet ihr am Blog: Frischkäse, Blauschimmelkäse, und Grillkäse. Nach diesen weichen Käsesorten wollte ich mich mal an einen Hartkäse wagen.

Ausgangslage für meinen Versuch war dieses Cheddar-Rezept (englisches Youtube Video). Viele weitere Infos habe ich aus dem Buch “Käsen leicht gemacht”.

Im heutigen Artikel werde ich dir von meinem ersten Hartkäse berichten und versuchen dir allgemein die Schritte des Käse machens näher zu bringen.

Willst du wirklich genau diesen Käse nachmachen, lege ich dir außerdem nahe das oben verlinkte Rezept zu befolgen und dir das Video anzuschauen – bei vielen Schritten fand ich es hilfreich zu sehen wie die Molke / der Bruch / der Käse auschauen soll.

Zutaten

Man braucht nicht viele Zutaten um Käse zu machen. Im Wesentlichen braucht man Milch, die richtigen Bakterien, Lab und Salz.

Neben den Zutaten braucht man auch einiges an Equipment.

Milch

Die Milch sollte auf jeden Fall Vollmilch sein. Mehr Fett bedeutet mehr Käse. Es funktioniert mit frischer Rohmilch vom Bauern und Milch aus dem Supermarkt. Wenn du Milch aus dem Supermarkt verwendest, sollte nicht “länger frisch” drauf stehen. Für Frischkäse sollte man Rohmilch für etwa 5 Minuten auf über 70° Celcius erhitzen. Für Hartkäse ist das nicht notwendig, da der Käse lange genug reift um alle möglichen Keime zu töten.

Für diesen Käse habe ich 8,5L frische Rohmilch vom Bauern verwendet.

Mesophile Kultur

Um den Milchzucker in Milchsäure umzuwandeln, benötigt man Milchsäurebakterien – die mesophilen Kulturen. Je nach Käsesorte benötigt man andere Bakterien.

Für diesen Käse habe ich eine Messerspitze Choozit Alp D LYO verwendet.

Lab

Das Lab ist dafür zuständig die Gerinnung – also das Trennen der Molke vom Bruch – in Gang zu setzen. Man kann auch Essig (bereits erfolgreich getestet) verwenden, allerdings bin ich mir nicht sicher ob das gleich gut funktioniert wie mit Lab, und deshalb bin ich für diesen Käse auf Nummer sicher gegangen.

Dieses Mal habe ich Labtabletten verwendet, aber ich habe auch schon das Flüßiglab von kaese-selber verwendet. Da kommt es hauptsächlich darauf an was für einen praktischer ist. Es gibt übrigens auch mikrobielles Lab (vegetarisch).

Flüßiglab soll man in 1/4 Wasser auflösen, warum genau weiß ich nicht, aber eventuell mischt es sich dann besser mit der Milch. Bei Labtabletten einfach die Packungsangabe befolgen.

Calciumchlorid

Die Zugabe von Calciumchlorid ist optional, es hilft aber angeblich beim Gerinnen – also dem Trennen der Molke vom Bruch und wird auf jeden Fall empfohlen, wenn man pasteurisierte Milch aus dem Supermarkt verwendet. Mittlerweile gebe ich es immer dazu, ich habe aber auch schon ohne erfolgreich Käse gemacht.

Dieses Mal habe ich das Calciumchlorid von kaese-selber verwendet, man kann es aber auch in der Apotheke kaufen/bestellen.

Für Calciumchlorid gilt dasselbe wie für Lab: in 1/4 L Wasser auflösen bevor man es zur Milch gibt.

Käsesalz

Ich habe schon mehrmals den Begriff “Käsesalz” gelesen, was meines Wissens nach einfach uniodiertes Salz ist. Das Iod ist anscheinend nicht so gut für die Säurebakterien, allerdings hab ich auch schon mit normalem Salz erfolgreich Käse gemacht.

Phase 1 – Die Zutaten zusammen fügen

Wichtig! Jegliches Equipment ordentlich reinigen, z.B. in Essigwasser einlegen oder mit OXI-Reiniger reinigen.

Die Milch kultivieren: Die Milch wird je nach Rezept auf 31°C-35°C erwärmt. Verteile die Kultur auf der Oberfläche und lass sie 5 Minuten rehydrieren. Erwärme die Milch auf ~39°C und lass sie 40 Minuten zugedeckt rasten.

Nun kommt die Calciumchloridlösung hinzu [optional]. Gut mischen.

Mische nun die Lablösung in die Milch. Mische aber nicht länger als 2 Minuten, da das Lab nun schon zu arbeiten beginnt und der Bruch zerstört werden könnte. Lass die Milch weitere 40 Minuten zugedeckt rasten.

Nun kannst du überprüfen ob der Bruch bereit ist. Schneide mit einem scharfen Messer ein und drücke den Bruch zur Seite. Wenn die Molke gelb und klar ist, ist der Bruch bereit für den nächsten Schritt. Wenn die Molke noch trüb ist (vom Bruch), warte 10 Minuten und überprüfe die Klarheit ein weiteres Mal (wie das aussehen soll sieht man sehr gut im Video!).

Phase 2 – Bruch schneiden

Der Bruch wird nun in 1.25 cm große Würfel geschnitten (Info: die Größe variiert je nach Käsesorte, je fester der Käse werden soll, desto kleiner schneidet man den Bruch). Dafür gibt es spezielles Equipment aber ein scharfes Küchenmesser ist ausreichend.

Anschließend folgen ein paar Phasen in denen der Bruch rasten muss, dann wieder erwärmt wird und wieder rasten muss. Ich erspare dir die Details, da dies sowieso von der Käsesorte abhängig ist.

Phase 3 – Cheddaring, Milling, und Pressen

Im nächsten Schritt leert man Bruch und Molke nun durch ein Käsetuch um sie zu trennen.

Vom anschließenden Schritt hat der Cheddarkäse seinen Namen. Für die meisten anderen Käsesorten würde man nun schon den Bruch in die Käsepresse geben. Unterschiedliche Temperaturen und Zeiten in diesem Schritt sind ausschlaggebend für die Textur in unterschiedlichen Käsesorten.

Für Cheddar folgt nun das sogenannte “Cheddaring”: Der Molke”ball” wird in zwei Teile geschnitten und kommt zurück in den Topf. Die zwei Teile dürfen jetzt rasten und werden alle paar Minuten umgedreht.

Cheddaring

Der zweite Cheddar-spezifische Schritt ist das “Milling”: Dazu werden die halben Bälle in 5×1.25 cm große Stücke geschnitten und anschließend auseinander gebrochen. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung warum man sie zuerst schneidet und dann kleiner bricht, aber vielleicht beeinflusst das die Textur. Nun wird das Salz hinzugegeben.

Milling

Nach den Schritten “Cheddaring” und “Milling” geht’s weiter wie bei jedem anderen Käse. Die gebrochenen Stücke kommen in eine Käseform, das mit einem Käsetuch ausgelegt worden ist und werden nun gepresst.

Ab in die Käseform!

Dieser Käse wird zuerst 1 Stunde mit 11kg gepresst, anschließend für 12 Stunden mit 22kg. Dazwischen wird er ausgepackt, umgedreht, und wieder eingepackt.

Da braucht’s schon ein paar Bücher und eine kleine Kettlebell um auf 22 kg zu kommen 🙂

Phase 4 – Luft trocknen und Reifen

Nach dem Pressen erinnert der Bruch schon an einen Käselaib. Dieser wird über mehrere Stunden luftgetrocknet.

Da dieser Käse keinen Weißschimmel oder eine Wachsschicht bekommt, muss er seine eigene Rinde bilden. Dazu wird er alle paar Tage mit Salzwasser (200g Salz auf 1L Wasser) bestrichen. Da er eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit braucht, habe ich ihn in eine größere Box mit Salzwasser gegeben und bei 10°C gelagert.

Nach 8 Wochen war es so weit und wir konnten ziemlich genau 1kg geschmacksintensiven Hartkäse ernten.

Alles auf einmal essen?

Da wir länger etwas von dem Käse haben wollten und nicht gleich alles auf einmal aufessen, haben wir die Hälfte vakuumiert und im Kühlschrank aufbewahrt. Als wir ihn nach ca. 3 Monaten angeschnitten haben, war er noch genauso gut wie die erste Hälfte!

Die Kurzfassung

Quasi jedes Käserezept lässt sich so zusammen fassen: Equipment reinigen, alles Zutaten in einer bestimmten Reihenfolge bei bestimmten Temperaturen zur Milch geben; Bruch in rezept-spezifischer Größe schneiden (grundsätzlich gilt: kleinerer Würfel -> härterer Käse). Bruchwürfel pressen (mit oder ohne Gewicht je nach Endprodukt). Für alle Käse außer Frischkäse: Bei niedriger Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit reifen lassen.

Fazit

Ich bin echt zufrieden mit dem Ergebnis! Ich wusste natürlich nicht genau wie er werden würde, denn beim Käse machen gibt es so viele Parameter, die man zu Hause nicht wirklich kontrollieren kann (exakte Temperaturen, Milchqualität, Fettgehalt der Milch, …). Ich nehme es auch mit den Wartezeiten nicht ganz so genau, denn wer will denn scho um 3 Uhr in der Früh aufstehen um den Käse umzudrehen 😉 Aber wie ich aus meinem Käsebuch weiß, solange man sauber arbeitet und die Milch in Ordnung ist, wird es auf jeden Fall Käse, nur wird er jedes Mal etwas anders schmecken.

Was kannst du jetzt damit anfangen? Ich hoffe mal, dieser Artikel hat dir einen Einblick ins Käse machen verschafft. Es wird nicht gleich jeder einen Hartkäse versuchen wollen, aber wenn ich dein Interesse wecken konnte, könntest du ja mal mit einem Frischkäse, oder meinem Favoriten unter den Weichkäsen – einem Grillkäse, beginnen.

Moussaka

Faschiertes, Kartoffeln, Käse? Wenn 3 meiner Lieblingszutaten zusammen kommen, werde ich eigentlich schon hellhörig. Moussaka steht schon länger auf unsere To-Cook-Liste, aber irgendwie haben wir’s tatsächlich noch nie gemacht. Unsere Recherche hat ergeben, dass die Hauptzutaten entweder Faschiertes und Kartoffeln, oder Kartoffeln und Auberginen sind. Da wir erst vor kurzem sehr positiv von einer Auberginen-Lasagne überrascht wurden (vielleicht werde ich noch darüber berichten), haben wir uns für ein Rezept entschieden, das Faschiertes, Kartoffel & Auberginen beinhaltet.

Zutaten

Ergibt 3-4 Portionen

  • 500 g gemischtes Faschiertes (im verlinkten Rezept war es Lamm)
  • 2 Auberginen (mehr zur Vorbereitung weiter unten)
  • 4 Kartoffeln
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • Einige Oreganoblätter
  • Einige Minzeblätter
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Zimstange
  • 1 Dose Tomaten (stückig)
  • Parmesan
  • 1 EL Mehl
  • 2 TL Tomatenmark
  • Ketchup
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl


Für die Sauce Mornay

Wikipedia: Sauce Mornay

  • 50g Butter
  • 50g Mehl
  • 400ml Milch
  • 25g Parmesan, gerieben
  • 1 TL Muskatnuss, gerieben

Auberginen vorbereiten

Um die bittere Flüßigkeit in den Auberginen los zu werden, werden sie in 0,5cm dicke Scheiben geschnitten und auf ein Blech oder einen Rost gelegt. Auf beiden Seiten ordentlich salzen und für mindestens 10 Minuten (bis zu einer Stunde) in die Sonne stellen. Die Flüßigkeit anschließend abspülen oder abtupfen.

Raus in die Sonne!

Zubereitung

Backrohr auf 200° vorheizen.

Zwiebel, Knoblauchzehen, Faschiertes, Oregano, Minze, Lorbeerblatt und Zimtstange in einer großen Pfanne für 10 Minuten anbraten. Das Faschierte dabei mit einem Kochlöffel zerteilen. Mehl, stückige Tomaten und Tomatenmark dazu geben. Ordentlich salzen und pfeffern und für 30 Minuten köcheln lassen.

Die vorbereiteten Auberginenscheiben werden mit reichlich Öl angebraten bis sie auf beiden Seiten schön braun sind.

Du solltest auf alle Fälle eines davon kosten 🙂

Die Kartoffeln vorkochen (mit Mikrowellenbeuteln ist das in wenigen Minuten erledigt) und in Scheiben schneiden.

Für die Mornay-Sauce (Bechamel-Sauce mit Parmesan, Muskatnuss und Ei) Butter schmelzen und Mehl einrühren. Für einige Sekunden kochen, schrittweise die Milch einrühren. Parmesan und Muskat dazu geben. Für 4-5 Minuten leicht köcheln lassen, dabei regelmäßig umrühren. Salzen und pfeffern.

Lorbeerblatt und Zimstange aus der Fleischsauce fischen. Je ein Drittel der Fleischsauce, der Kartoffelscheiben und der Auberginen übereinander schichten. Noch zweimal wiederholen und mit geriebenem Parmesan bestreuen. Für 30-40 Minuten backen bis der Käse schön knusprig wird.

Mahlzeit!

Sloppy Pie

Als wir vor Kurzem einen Shepherd’s Pie gebacken haben, kam uns die geniale Idee, alle unsere Lieblingszutaten/-gerichte zu einem neuen Gericht zu kombinieren: Eine Schicht Sloppy Joes, eine Schicht BBQ Sauerkraut und eine Schicht mit Käse überbackene Kartoffelscheiben.

Zutaten

(ergibt ca. 2 Portionen)

  • 1 Portion Sloppy Joes (im Wesentlichen Faschiertes mit Tomatensauce und einigen Gewürzen)
  • Sauerkraut
  • BBQ-Sauce(n)
  • 3 – 4 große Kartoffeln
  • Käse (z.B. Gouda)

Stage 1: Sloppy Joes

Für die erste Schicht haben wir eine Portion Sloppy Joes (Rezept) aus 300g gemischtem Faschierten vorbereitet. Dieses Mal habe ich die Menge wieder genauso wie im verlinkten Rezept zubereitet. Wir kochen dieses Gericht nämlich öfters und haben auch schon viel mit der Zusammensetzung der Zutaten (Curry, mehr/weniger Ketchup, Zwiebeln karamellisieren, reines Rinderfaschiertes, …) experimentiert, aber für den Sloppy Pie wollte ich die klassische Würzung verwenden.

Das kommt normalerweise in eines unserer Lieblingsgerichte – Sloppy Joes.

Stage 2: BBQ Sauerkraut

Man findet online sehr komplizierte Vorgehen um BBQ Sauerkaut zuzubereiten, dabei schmeckt es auf einfache Weise auch unglaublich: eine normale Portion Sauerkraut kochen, anschließend abseihen, eventuelle Gewürze (Lorbeerblätter, Wacholderbeeren) entfernen und mit ein paar Esslöffeln BBQ-Sauce vermischen. BBQ Sauerkraut eignet sich auch perfekt um übrig gebliebenes Sauerkraut oder BBQ-Saucen aufzubrauchen.

Hier kann man sicher noch etwas kreativer werden und Liquid Smoke, geräucherten Paprika oder geräuchertes Salz zum Würzen verwenden.

Stage 3: Kartoffel-Käse-Schicht

Für die Kartoffel-Käse-Schicht werden 3 bis 4 große Kartoffeln etwas vorgekocht und in dünne Scheiben geschnitten. Käse (wir haben Gouda verwendet, aber das ist dir überlassen) grob reiben.

Zusammenbau

Wenn ihr die 3 Schichten vorbereitet habt, könnt ihr mit dem Schlichten beginnen. Wie beim Shepherd’s Pie kommt jede Schicht nur einmal dran (im Gegensatz zu einer Lasagne) und zwar in der genannten Reihenfolge: Sloppy Joes, BBQ-Sauerkraut, Kartoffel-Käse-Schicht.

Der Pie kommt für ca. 30 Minuten bei 175°C ins Backrohr bis der Käse knusprig wird.

Mahlzeit!

Beef Jerky made in Austria

Wer schon mal in den USA war kennt es wahrscheinlich – das dünne, getrocknete Rindfleisch zum Knabbern, von dem man nicht genug bekommen kann. Da wir jedes Jahr zur Super Bowl Party irgendwelche Snacks mitnehmen (einmal gab es Maple-Bacon Cookies, zweimal schon Pretzel Bites mit Käse-Speck-Bier Dip), haben wir uns auch einmal an Beef Jerky versucht. Der erste Versuch ist gut gelungen, leider haben wir das Rezept dann lange nicht mehr gefunden. Nachdem es dann wieder aufgetaucht ist, habe ich letztes Jahr kurz vor Weihnachten eine weitere Charge erstellt.

Neben verschiedenen Gewürzen braucht man für Beef Jerky eine Menge Rindfleisch, da durch’s lange Trocknen nur ca. ein Drittel vom Gewicht übrigt bleibt. Unsere Internetrecherche ergab, dass Oberkeule, die auch für Rouladen verwendet wird, gut geeignet ist.

Würzung

Zum Würzen haben wir beide Male dieselbe Marinade, basierend auf diesem Rezept, verwendet (für ca. 1,5 kg Fleisch).

  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 2 EL Zucker
  • 4 EL Ketchup
  • 150 ml Soya
  • 3 TL Salz
  • Pfeffer
  • 150 ml Worcestersauce
  • 1 Schuss Liquid Smoke

Wenn ihr nicht alle Gewürze zu Hause habt oder etwas ausprobieren wollt, könnt ihr gerne auch variieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass man den Zucker durch Ahornsirup oder Honig ersetzen kann.

Das dünn, gegen die Faser geschnittene Fleisch, wird in dieser Marinade für mehrere Stunden eingelegt (im Kühlschrank). Zusätzlich haben wir manche der Stücke nach dem Marinieren mit weiteren Gewürzen oder Saucen gewürzt.

Dabei könnt ihr kreativ werden und Barbeque-Gewürzmischungen, Grillsaucen, Pfeffer, Sweet Chili Sauce, … verwenden. Bisher haben sich bei uns die Kombinationen Marinade + schwarzer Pfeffer und Marinade + Sweet Chili Sauce als Favoriten herausgestellt.

Charge 1 (Februar 2018)

Charge 2 (Dezember 2019)

Den Lachs habe ich nur ordentlich gesalzen. Das Ergebnis hat zwar gut geschmeckt aber die Streifen sind leider sehr leicht auseinander gebrochen (vielleicht hätte ich den Fisch in eine andere Richtung schneiden sollen).

Trocknen

Nach dem Marinieren und Würzen beginnt die Trocknungsphase. Wir machen das im Backrohr, sollte aber genauso gut in einem Dörrautomaten funktionieren. Im Backrohr reicht eine Temperatur von 50°C (Heißluft), da wir das Fleisch langsam trocknen möchten.

Wie ihr an den Fotos sehen könnt, haben wir das Fleisch beim ersten Versuch (und auch zu Beginn des zweiten Versuchs) über den Rost gehängt um so mehr Fleisch unterbringen zu können. Dabei wird das Fleisch aber relativ ungleichmäßig getrocknet. Beim zweiten Versuch habe ich das Fleisch nach einer Weile auf dem Rost ausgebreitet um das Jerky gleichmäßiger zu trocknen.

Beide Male war das Fleisch ca. 6-7 Stunden im Rohr aber ich glaube wenn man es von Anfang an am Rost (oder auf 2 Etagen) auflegt, ist das Jerky in 4-5 Stunden trocken.

Nach dem Trocknen sollte man mit dem Verzehr noch ein paar Tage warten, aber wenn man es gar nicht mehr erwarten kann, darf man natürlich schon eine Kostprobe nehmen 🙂 Das Jerky hält sich in einer luftdichten Dose über Monate, wir haben jetzt noch ein paar Stücke, die wir im Dezember gemacht haben. Wenn es zu fest/hart wird, einfach für ein paar Tage ein frisches Stück Brot mit in den Behälter legen, dann wird das Jerky wieder weicher.

Und, wie würzt ihr euer Jerky?

Shepherd’s Pie

Wie im letzten Artikel erwähnt, haben wir aus einem Teil des Lammhaxen auch einen Shepherd’s Pie gemacht. Das Gericht stand schon lange auf unserer Wunschliste und das Lammfleisch von unserem Bekannten bot die perfekte Gelegenheit. Wir haben rundherum das fettere Fleisch herunter geschnitten und mit unserem Fleischwolf grob faschiert.

Shepherd’s Pie besteht aus 2 Schichten: Lammfaschiertes mit Karotten und Erbsen, oben drauf Kartoffelpüree. Wir haben uns an diesem Rezept orientiert.

Zutaten

(ergibt 2 Portionen)

  • 300-400 g Lammfaschiertes
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 2-3 große Karotten, fein geschnitten
  • 200 g Tiefkühlerbsen
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 TL Worcestersauce
  • 1 TL Suppengewürz
  • Kartoffelpüree
  • Salz

Lamm-Gemüse-Mischung

Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Zwiebeln und Karotten in einer Pfanne bei mittlerer Hitze andünsten. Das Lammfleisch dazu geben und goldbraun anbraten. Im Originalrezept wird das überschüßige Fett weggegossen und durch Wasser ersetzt, aber da Fett ein wichtiger Geschmacksträger ist, haben wir diesen Schritt ausgelassen. Da wäre echt schade drum 🙂 Tomatenmark dazu geben und kurz mitrösten. TK-Erbsen ebenfalls in die Pfanne geben. Mit Suppengewürz, Worcestersauce und Salz abschmecken.

Shepherd’s Pie

Für den Pie kommt nun die Fleisch-Gemüse-Mischung in eine backofengeeignete Form. Darauf verteilt man das vorbereitete Kartoffelpüree.

Der Pie kommt nun für 20-25 Minuten ins Backrohr, bis das Fett an der Seite hochblubbert.

Mahlzeit!

Lammhaxe mit Schmorgemüse & Grieß-Knödel

Erst kürzlich haben Patrick und ich von einem Bekannten einen Lammhaxen bekommen. Einen Teil davon haben wir für Shepherd’s Pie verwendet (das Rezept kommt noch!), den anderen Teil haben wir als ganzes mit Schmorgemüse zubereitet. Außerdem gab es dazu Grießknödel und Rotkraut. Dieses Mal haben wir fertiges Rotkraut getestet, aber bei unserem Entenbrust-Rezept findet ihr auch unser Rotkraut.

Eines vorweg: Das Lamm ist ca. 2 Stunden (je nach Größe vielleicht sogar länger) im Rohr.

Lammhaxe mit Schmorgemüse

  • 1 Lammhaxen
  • Öl (wir haben Pflanzen- und Olivenöl gemischt)
  • Salz, Pfeffer
  • 4 EL Tomatenmark
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 Stiele Rosmarin
  • 4 Stiele Thymian
  • 3 große Karotten
  • Zitronensaft
  • 6-8 Schalotten

Backrohr auf 170 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Lammhaxe muss zuerst auf beiden Seiten angebraten werden. Wir haben uns eine extra Pfanne erspart und gleich die Backofenform auf die Herdplatte gestellt. Anschließend kommen ca. 500 ml heißes Wasser, Tomatenmark, Rosmarin, Thymian und die grob gehackten Knoblauchzehen dazu. Ein paar Minuten köcheln lassen.

Nun kommt die Backofenform ins Rohr. Damit das Fleisch saftig bleibt, haben wir die Form mit Alufolie zugedeckt.

Nach etwa einer Stunde kommen Karotten, Zitronensaft und Schalotten dazu. Anschließend bleibt das Lamm noch eine weitere Stunde im Rohr. Je nach erwünschtem Bräunungsgrad kann man 10-15 Minuten bevor das Lamm fertig ist, die Alufolie entfernen und auf Heißluft umschalten.

Grieß-Knödel

  • 500 g Kartoffeln
  • 70 g Grieß
  • 70 g Kartoffelstärke + etwas mehr zum walzen
  • ca. 2 TL Salz

Die Kartoffeln müssen gekocht und geschält werden. Wenn sie noch heiß sind, werden sie durch eine Kartoffelpresse gedrückt und anschließend vorsichtig (mit einem Löffel) mit Grieß und Kartoffelstärke vermischt. Aus dieser Masse werden ca. 14-15 Knödeln geformt.

Wir haben die Hälfte der Knödel in leicht kochendem, gesalzenem Wasser gekocht (ca. 20 Minuten) und den Rest (ungekocht) für ein anderes Mal eingefroren.

Mahlzeit!

Am besten gleich den ganzen Haxen auf den Tisch stellen 🙂

Die Haut hätte an einigen Stellen etwas knuspriger sein können aber das Fleisch war traumhaft saftig und ist von selbst vom Knochen gefallen!

Lamm mit Grießknödeln, Rotkraut und Gemüse
Mahlzeit!

Übers Insekten essen (inklusive Mehlwurmburger-Rezept)

Lang, lang will ich den Artikel schon veröffentlichen. Anfangs hat es mich nicht so richtig “gegustert” (passiert mir bei vielen Themen, aufgrund der Würmer bitte nicht falsch verstehen ;-)). Und jetzt liegt der Artikel schon ewig fertig in der Schublade, irgendwie muss ich wohl vergessen habe auf “veröffentlichen” zu drücken. Nun gibt es endlich ein bisschen Background zum Thema Insekten essen und ein Rezept für einen Mehlwurmburger.

Mein erstes Kickstarter Projekt …

Lasst mich zuerst ein bisschen ausschweifen … Kickstarter ist eine amerikanische Plattform auf der Projekte vorgestellt werden und von Interessenten finanziell unterstützt werden können. Typische Produkte, die dort gefunden werden können, sind zum Beispiel Spiele, Modeprodukte (Schuhe, Taschen), CDs von nicht so bekannten Bands, technische Geräte, … Meistens gibt es verschiedene vorgeschlagene Beträge, die man spenden kann, und dafür bekommt man dann auch etwas. Je nach Höhe der Spende kann das ein namentlicher Eintrag auf der Webseite, ein Aufkleber, eine Kostprobe, oder auch ein fertiges Produkt sein, falls natürlich das Projekt zustande kommt. Hier ist der Haken oder auch das Risiko wenn man ein Kickstarter-Projekt unterstützt, denn es kann natürlich sein, dass nicht ausreichend Geld zusammen kommt und das Projekt nie durchgeführt wird.

Vor einiger Zeit bin ich begeistert auf Kickstarter gestoßen und habe einige Projekte verfolgt und manche sogar unterstützt. Das erste davon war der L I V I N Farms Hive, ein Gerät um Mehlwürmer zum Verzehr zu züchten (hive, engl. = Bienenstock).

Insekten essen – warum?

Man mag sich natürlich die Frage stellen warum man überhaupt Insekten essen sollte – so richtig appetitlich wirkt das Ganze auf den ersten – für viele auch auf den zweiten – Blick nicht. Laut der Webseite von LIVIN Farms bringt es einige Vorteile mit sich, anstelle von Fleisch Insekten zu essen. Im Vergleich zur Rinderzucht soll man für die gleiche Menge an essbarem Produkt nur ein Zehntel (10%!) der Fläche, weitaus weniger Futter und Wasser benötigen, und außerdem sei es besser für die Umwelt. Noch dazu sollen Mehlwürmer einen ähnlichen Proteingehalt wie Rindfleisch und ein genauso gutes Aminosäurenprofil wie Tofu haben.

Wenn man “Insekten essen” googelt findet man noch viele weitere Organisationen, die das Essen von Insekten befürworten und reichlich Vorteile davon auflisten. Unter anderem zum Beispiel (danke Sara für den Hinweis!), dass man bislang davon ausgeht, dass Würmer kein Schmerzempfinden haben. Das ist natürlich ein weiterer Vorteil, vor allem für Menschen, die aus tierethischen Gründen auf Fleisch verzichten.

Es gibt sogar einen Wikipedia-Artikel zum Thema Verzehr von Insekten durch Menschen, der den sehr wissenschaftlich klingenden Titel “Entomophagie beim Menschen” trägt. Dort erfahren wir, dass weltweit annähernd 2 Milliarden Menschen (gar nicht mal so wenige!) zu sich nehmen.

Insekten sollen also eine Alternative zum Fleischkonsum in der westlichen Welt (der wirklich enorm ist) darstellen. Die Idee finde ich ja mal nicht schlecht, denn wenn wir uns ehrlich sind, zuviel Fleisch essen ja die meisten von uns.

Der Hive

Zu viel möchte ich über den Hive gar nicht berichten, da ich das Gerät selber nicht besitze und man sich online darüber informieren kann (z.B. auf der Kickstarter-Seite ganz unten ist eine deutsche Beschreibung). Um es kurz zu fassen, beim Hive handelt es sich um ein Gerät zum Züchten von Mehlwürmern. Diese werden einfach mit Küchenabfällen gefüttert und durchlaufen mehrere Stadien bis sie schlussendlich geerntet werden können.

Ich fand die Idee gut und deswegen habe ich das Projekt auf Kickstarter mit einem kleinen Beitrag unterstützt. Der Betrag war nicht ausreichend um einen Hive zu erhalten (ich war mir auch nicht sicher ob ich das wollte) aber ich bekam einige Zeit später eine Kostprobe zugeschickt.

Mehlwurmburger-Rezept

Wie versprochen gibt es auch ein Rezept für einen Mehlwurmburger, das wir ausprobiert haben.

Die Zutaten für den Mehlwurmburger.

Zutaten

  • Mehlwürmer
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Karotten
  • Frühlingszwiebel
  • 4-5 Kartoffeln (gekocht, geschält)
  • Eine kleine Dose Mais
  • Mehl
  • 100 g Semmelbrösel
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung der Mehlwurmburger

Zwiebel würfelig und die Karotten Julienne (feine, rechteckige Streifen) schneiden. Mit etwas Öl in einer kleinen Pfanne dünsten.

Zwiebel und Karottenstreifen dünsten.

Die Mehlwürmer waren schon geröstet und sind deswegen nur kurz in die Pfanne gekommen. Den Pfanneninhalt vor der weiteren Verarbeitung etwas abkühlen lassen.

Die Kartoffel stampfen oder mit einer Gabel zerdrücken. Fein geschnitte Frühlingszwiebel, Mais und die Eier dazu geben. Alles gut vermischen. Anschließend die Mehlwurm-Menge unterrühren. Eventuell ein bisschen Mehl dazu geben damit die Masse besser zusammen hält.

Aus dieser Masse werden nun Laibchen geformt und in Semmelbröseln gewendet. Anschließend in ausreichend Öl herausbraten und in Burgerbrötchen oder als Laibchen mit Sauce servieren.

Mahlzeit!

Fazit

Ein Skeptiker!

Die Mehlwurmburger (oder “Madenburger” wie Patrick sie nannte) waren echt nicht schlecht. Man schmeckt halt von den Würmern, die relativ geschmacksneutral sind, nicht viel. Aber sie kratzen manchmal im Hals 😉

Vom Insekten essen wurden wir (noch) nicht überzeugt, aber solche Projekte regen auf jeden Fall zum Nachdenken über den hohen Fleischkonsum an. Für alle, die sich mit den Mehlwürmern anfreunden konnten, lege ich unser Rezept ans Herz.

Für uns gibt es die Gemüselaibchen beim nächsten Mal ohne Würmer als Alternative zum Rinder-Burger 😉

Burger-Versuch: Big Mac mit selber gebackenen Buns

Vor nicht allzu langer Zeit hat es sich gut ergeben, dass Patrick die Big Mac Sauce ausprobieren und ich endlich mal Brioche Buns selber backen wollte. Nachdem wir schon mit selbst gemachten Saucen, verschiedenen Patties und unterschiedlichsten Füllungen experimentiert haben, haben mir zum vollständigen Burger eigentlich nur noch selbst gemachte Buns gefehlt.

Brioche Buns

Am Tag unseres Bierbrau-Experiments bin ich zufällig auf ein Rezept für die besten Burger Buns deines Lebens gestoßen. Normalerweise würde man dafür nämlich Treber (=Malzrückstände) verwenden. Diese habe ich allerdings den Hühnern gefüttert 🙂 und stattdessen einfach mehr Mehl verwendet. Tipp: Man kann die Buns auch einfrieren.

Für 8 Buns:

  • 75 ml warme Milch
  • 150 ml warmes Wasser
  • 1/2 Würfel frischer Germ
  • 2 EL Zucker
  • 2 Eier & 1 Ei zum Bepinseln
  • 460 g glattes Mehl
  • 2 TL Salz
  • 60g weiche Butter
  • Sesam

Milch und Wasser mischen. Zucker darin auflösen und den Germ rein bröseln. Sobald der Germ zu arbeiten beginnt, die restlichen Zutaten zugeben und für einige Minuten mit der Küchenmaschine kneten.

Der Teig muss nun mindestens zwei Stunden an einem warmen Ort gehen. Zwischendurch kann man ihn immer mal wieder durchkneten.

Nach dem Gehen wird der Teig noch einmal gut durchgeknetet und anschließend 8 Kugeln geformt. Damit die Buns schön werden forme ich die Kugeln wie folgt: Zuerst nehme ich die richtige Menge Teig (dabei hilft eine Küchenwaage), drücke ihn halbwegs in Kugelform und ziehe dann an einer Seite den Teig von außen zur Mitte der Kugel. Die “hässliche” Seite, wo die Teigenden zusammen kommen, bildet dann die Unterseite. Durch die Spannung bekommt die Oberseite eine schöne Oberfläche.

Die fertigen Kugeln müssen noch einmal eine halbe Stunde zugedeckt gehen. Das Backrohr auf 175°C vorheizen.

Kurz vor dem Backen werden die Buns mit Ei bestrichen und mit Sesam bestreut. Für ca. 15 Minuten backen bis die Buns goldbraun sind.

Big Mac Sauce

Das Rezept für die Big Mac Sauce haben wir auf einem englischen Blog gefunden und großteils übernommen. Da es bei uns nicht alle Zutaten gibt, haben wir es ein bisschen abändern müssen.

Das sind die Zutaten wie sie im oben verlinkten Rezept stehen:

  • 125 ml Mayonaise
  • 2 gehäufte EL French Dressing
  • 1/2 EL “sweet relish” (süßes Relish)
  • 2 TL “dill pickle relish” (Gurkenrelish)
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL weißen Balsamico
  • 1 TL Ketchup
  • 1 TL gehackte Zwiebel (alternativ: Zwiebelpulver)
  • 1 Prise Salz

Wir haben für die Sauce extra French Dressing gekauft, aber wenn ihr sonst nichts damit vorhabt würde ich mir das gut überlegen. Bis auf die 2 EL für dieses Rezept haben wir davon noch nichts gebraucht 🙂

Sweet Relish gibt es angeblich von Heinz zu kaufen, ich hab es aber in den Supermärkten bei uns noch nicht gesehen. Wir hatten zufällig noch ein bisschen was von dem übrig, das wir aus unserem USA Urlaub mitgenommen haben. Man findet im Internet Rezepte dafür, aber man sollte sich überlegen ob man es nicht einfach durch gehackte Gurken, Zucker und Essig ersetzt (wobei letztere zwei sowieso schon im Rezept vorkommen) 😉

Gurkenrelish findet man leider bei uns auch nicht – das haben wir durch fein gehackte Sandwich-Gurken ersetzt.

Alle Zutaten (und Ersatzzutaten) gut vermischen – fertig!

Was kommt sonst noch rein?

Klassisch kommen bei uns Rindfleisch-Patties, Salat, Tomaten, Zwiebeln, Sandwich-Gurken, BBQ Sauce und Käse (z.B. Cheddar) in die Burger.

Weitere Ideen, u.A. Cole Slaw, vegetarische Burger oder Fischburger findet ihr hier.

Fazit

Die Autoren des Burger Bun Rezeptes haben nicht übertrieben – ich kann die Buns beruhigt als die besten meines Lebens bezeichnen! Super flaumig und guter Geschmack. Wenn du bessere kennst – her damit!

Die Sauce war gut aber laut meinem Big Mac – Experten nicht exakt wie das Original (am Folgetag wurden beide nebeneinander verglichen ;)). Das liegt natürlich einerseits daran, dass wir nicht alle Zutaten wie angegeben bekommen haben und auch, dass das richtige Rezept vom gelben M ja gar nicht bekannt ist. Da werden wir wohl noch weiter experimentieren müssen …

Grillspieße mit Spargel

Es ist Spargelzeit! Zumindest sagt mir das meine 2-minütige Internetrecherche und auch im Supermarkt kommt man fast nicht am Spargel vorbei. Eines meiner Lieblingsrezepte mit Spargel ist mein Spargelrisotto, aber natürlich gibt es bei uns auch ein Grillrezept mit Spargel, das ich heute mit euch teilen möchte.

Zutaten

Pro Person rechne ich mit 2-3 Spießen und in etwa 150-200 g Fleisch. Dazu kommt dann noch Gemüse. Auf unsere Spieße kamen:

  • Schweinslungenbraten
  • Frankfurter
  • Speck
  • Zucchini
  • Paprika
  • Schalotten (ich liebe sie!)
  • Spargel

Aber tobt euch ruhig aus!

Saucen & Zuspeisen

Wir haben nicht jedes Mal wenn wir grillen Lust aufwändige Zuspeisen und Saucen zu machen. Zu Grillspießen passen ganz gut Sauce America (Ketchup & Mayo in beliebigem Verhältnis gemischt), BBQ-Saucen (wir schwören auf die HP Saucen von Heinz), und Knoblauchbaguette. Natürlich passen auch Pommes oder Wedges dazu, gibt es aber bei uns nicht jedes Mal, da eh schon Gemüse auf den Spießen ist 🙂

Zubereitung

Dazu muss ich hoffentlich bei Spießen nicht allzu viel sagen. Die Zutaten werden wie am Foto erkennbar in 3-4 cm große Stücke/Würfel geschnitten und abwechselnd aufgespießt. Die Schalotten könnt ihr ganz lassen. (Tipp: Wenn die einzelnen Zutaten halbwegs gleich groß sind, werden sie auch gleichzeitig durch.) Ich finde ganz praktisch, dass man bei Spießen ganz einfach auf spezielle Vorlieben der Besucher eingehen kann (ja, es gibt seltsamerweise auch Spargelverweigerer im Freundeskreis). Anschließend werden die Spieße kurz (d.h. mit großer Hitze) am Grill (oder in der Pfanne) angebraten.

Mahlzeit!